Key Account Manager (m/w/d) EMS
Turck ist globaler Partner für die Fabrik-, Prozess- und Logistikautomation in zahlreichen Branchen. Mit unseren digit...
Key Account Manager EMS betreuen große Industriekunden eines Elektronikfertigungsdienstleisters (Electronics Manufacturing Services), die ihre Baugruppen und Geräte extern fertigen lassen. Sie verhandeln Rahmenverträge, koordinieren Angebote und Projekte und bauen das Geschäft mit diesen Kunden langfristig aus.
Angebotsbearbeitung, Kalkulationsabstimmung, E-Mail- und Telefonkontakt mit Kunden, Videokonferenzen sowie CRM-Pflege und Berichte lassen sich gut von zu Hause erledigen. Anwesenheit verlangen Kundenbesuche, Verhandlungen vor Ort, Messen, Werksführungen und Audits sowie Abstimmungen mit Fertigung und Qualität im eigenen Werk, besonders bei Serienanläufen und Reklamationen. In vielen Stellen, vor allem bei regional zuständigen Key Account Managern, dient das Homeoffice als Basis zwischen Reisetagen, während andere Arbeitgeber Präsenz am Standort erwarten und Homeoffice nur an einzelnen Tagen pro Woche zulassen. Eine Stelle, die ganz von zu Hause ohne Reisen auskommt, ist in diesem Beruf die Ausnahme. Für den Alltag bedeutet das einen Wechsel aus Schreibtischtagen, Reisen und Werksterminen, gute Erreichbarkeit auch unterwegs und einen sorgfältigen Umgang mit vertraulichen Kundenunterlagen wie Schaltplänen und Preisen.
Das gilt für den Beruf insgesamt und nicht für jede Stelle. Ob ganz von zu Hause, überwiegend oder an einzelnen Tagen gearbeitet wird, steht in der jeweiligen Anzeige – darauf lohnt sich vor der Bewerbung ein genauer Blick.
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 3.800 € | 4.600 € | 5.500 € | 55.200 € | |
| Mit Berufserfahrung | 4.800 € | 5.900 € | 7.200 € | 70.800 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 6.200 € | 7.500 € | 9.500 € | 90.000 € |
Das Gehalt hängt stark von Unternehmensgröße, Umfang der betreuten Kunden und dem Anteil variabler Vergütung ab, der oft zusätzlich 10 bis 25 Prozent ausmacht und hier nicht eingerechnet ist; ein Dienstwagen ist häufig. Tarifgebundene Betriebe zahlen nach dem Tarifvertrag der Metall- und Elektroindustrie (IG Metall), erfahrene Key Account Manager werden dort aber oft außertariflich vergütet.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und gerundet. Sie gelten für eine Vollzeitstelle und für den Beruf insgesamt – im Büro wie von zu Hause. In Teilzeit verringert sich das Gehalt im Verhältnis der Stunden.
Das Jahresbrutto ist das 12-Fache des Monatswertes, ohne Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Im Einzelfall entscheiden Arbeitgeber, Tarifbindung, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
EMS-Unternehmen fertigen im Auftrag anderer Firmen elektronische Baugruppen, bestückte Leiterplatten, Kabelsätze oder komplette Geräte, etwa für Medizintechnik, Industrieautomation, Automobilzulieferer oder Bahntechnik. Key Account Manager sind dort für eine kleine Zahl wichtiger Kunden zuständig, die einen großen Teil des Umsatzes ausmachen. Sie sind die zentrale Ansprechperson auf Seiten des Fertigers und übersetzen zwischen den Anforderungen des Kunden und den Möglichkeiten der eigenen Produktion.
Zum Alltag gehört, Anfragen mit Stücklisten und Fertigungsunterlagen entgegenzunehmen, sie mit Kalkulation, Einkauf und Arbeitsvorbereitung durchzugehen und daraus Angebote zu erstellen. Bauteilpreise, Lieferzeiten und Abkündigungen von Komponenten spielen dabei eine große Rolle, weil sie Kosten und Termine direkt beeinflussen. Key Account Manager verhandeln Preise, Rahmenverträge und Lieferbedingungen, begleiten neue Produkte von der Musterfertigung bis zur Serie, klären Reklamationen und Lieferengpässe und führen regelmäßige Gespräche über Forecasts und Absatzplanung. Hinzu kommen Kundenbesuche, Audits im eigenen Werk, Messen sowie Pflege der Kundendaten im CRM-System und Berichte an die Vertriebsleitung.
Einen geregelten Ausbildungsweg gibt es nicht. Häufig ist ein Studium der Elektrotechnik, des Wirtschaftsingenieurwesens oder der Betriebswirtschaft mit technischem Schwerpunkt. Ebenso verbreitet ist der Weg über eine technische Ausbildung, etwa als Elektroniker oder Industriekaufmann in einem Elektronikbetrieb, gefolgt von einer Weiterbildung zum Techniker, Technischen Betriebswirt oder Fachwirt. Viele kommen aus dem Innendienst, dem Einkauf, dem Projektmanagement oder der Kalkulation eines EMS-Unternehmens und übernehmen nach einigen Jahren eigene Kunden. Branchenkenntnis wird in Stellenanzeigen fast immer verlangt; ein Direkteinstieg ohne Erfahrung im technischen Vertrieb ist selten.
Der Beruf verbindet technisches Verständnis mit kaufmännischem Denken. Wer Stücklisten, Fertigungstechnologien wie SMD- und THT-Bestückung und Qualitätsnormen nicht einordnen kann, wird von technischen Einkäufern der Kunden schnell nicht mehr ernst genommen. Gleichzeitig zählen Margen, Zahlungsbedingungen und Umsatzziele. Die Arbeit steht unter Druck von zwei Seiten: Kunden fordern kurze Lieferzeiten und niedrige Preise, die eigene Fertigung hat begrenzte Kapazitäten und hängt von Bauteilverfügbarkeit ab. Bei Engpässen oder Qualitätsproblemen müssen schlechte Nachrichten überbracht und Lösungen ausgehandelt werden.
Reisetätigkeit gehört dazu, je nach Kundenstruktur regional, bundesweit oder international, teils mehrere Tage am Stück. Englisch ist meist Voraussetzung. Arbeitszeiten richten sich nach Kundenterminen und Verhandlungen und sind nicht immer planbar. Ein Teil des Gehalts hängt häufig an Umsatz- oder Ergebniszielen. Teilzeitstellen sind in dieser Funktion selten, weil Kunden eine durchgehend erreichbare Ansprechperson erwarten.
Viele Industrieunternehmen lagern die Elektronikfertigung aus, und der Bedarf an Elektronik in Maschinen, Fahrzeugen und Medizingeräten wächst. Die Nachfrage nach erfahrenen Key Account Managern mit EMS-Hintergrund ist entsprechend stabil, das Angebot an geeigneten Fachkräften überschaubar. Konjunkturschwankungen in Abnehmerbranchen wie der Automobilindustrie schlagen allerdings auf die Auftragslage durch. Entwicklungswege führen zur Vertriebsleitung, zum Business Development, in die Geschäftsführung kleinerer Fertiger oder auf die Kundenseite in den strategischen Einkauf.
Üblich ist ein Bachelorstudium in Elektrotechnik, Wirtschaftsingenieurwesen oder BWL von etwa drei bis vier Jahren oder eine dreijährige technische oder kaufmännische Ausbildung mit anschließender Weiterbildung zum Techniker oder Technischen Betriebswirt. Die Funktion selbst wird meist nach mehreren Jahren im Vertriebsinnendienst, Projektmanagement oder Einkauf eines Elektronikunternehmens übernommen.
Turck ist globaler Partner für die Fabrik-, Prozess- und Logistikautomation in zahlreichen Branchen. Mit unseren digit...
Key Account Manager (m/w/d) EMS Arbeitgeber: Turck Beierfeld GmbH Berufsfeld: Key-Account-Manager/in Beschäftigungsart:...
Business Development Manager erschließen für ihr Unternehmen neue Kunden, Märkte und Partnerschaften. Sie analysieren Chancen, knüpfen Kontakte und führen Verhandlungen bis zum Vertragsabschluss.
Strategische Einkäufer bauen für Industrieunternehmen die Lieferantenbasis auf, verhandeln Rahmenverträge und sichern Versorgung, Kosten und Qualität von Materialien und Bauteilen langfristig ab. In der Elektrotechnik geht es oft um elektronische Bauteile, Baugruppen und Präzisionsteile.
Technische Vertriebsmitarbeiter verkaufen erklärungsbedürftige Produkte wie Maschinen, Bauteile, Messtechnik oder Software an Geschäftskunden und verbinden dabei technisches Fachwissen mit Beratung, Angebotskalkulation und Kundenbetreuung.
Vertriebsingenieure verkaufen erklärungsbedürftige technische Produkte und Anlagen, etwa Sensoren, Messtechnik, Antriebe oder optische Systeme. Sie verbinden technisches Fachwissen mit Kundenberatung, Angebotserstellung und Verhandlung.
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