Senior Implementation Manager | Wealth Tech | 80-100% (m/w/d)
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Implementation Manager führen neue Kunden durch die Einführung einer Software, meist einer SaaS- oder ERP-Lösung: von der Anforderungsaufnahme über Konfiguration, Datenübernahme und Schulung bis zum Go-live. Sie stehen zwischen Kunde, Vertrieb, Produktentwicklung und Support.
Ein großer Teil der Arbeit – Projektplanung, Konfiguration im System, Datenaufbereitung, Dokumentation und Statusrunden per Videokonferenz – lässt sich von zu Hause erledigen, sofern Arbeitgeber und Kunde Fernzugriff erlauben. Bei vielen SaaS-Anbietern ist hybrides Arbeiten mit einzelnen Präsenztagen im Büro üblich, und ein Teil der Stellen ist überwiegend oder ganz remote ausgeschrieben; bei Anbietern komplexer ERP- oder Branchensoftware und bei Beratungshäusern sind Kickoff-Workshops, Schulungen und Go-live-Begleitung vor Ort beim Kunden dagegen häufig fest eingeplant. Wie viel Reisetätigkeit anfällt, schwankt stark zwischen den Arbeitgebern und sollte vor der Bewerbung geklärt werden. Im Homeoffice kommt es auf eine stabile Internetverbindung, Headset und zweiten Bildschirm an, außerdem auf einen Platz, an dem vertrauliche Kundendaten nicht von Dritten eingesehen werden können. Weil Kundentermine zu festen Zeiten stattfinden und bei Go-lives schnelle Erreichbarkeit erwartet wird, ist die Arbeit trotz Homeoffice nur begrenzt frei einteilbar.
Das gilt für den Beruf insgesamt und nicht für jede Stelle. Ob ganz von zu Hause, überwiegend oder an einzelnen Tagen gearbeitet wird, steht in der jeweiligen Anzeige – darauf lohnt sich vor der Bewerbung ein genauer Blick.
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 3.500 € | 4.200 € | 5.000 € | 50.400 € | |
| Mit Berufserfahrung | 4.500 € | 5.400 € | 6.500 € | 64.800 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 5.800 € | 6.800 € | 8.500 € | 81.600 € |
Die Gehälter werden frei verhandelt, ein Tarifvertrag gilt nur in Ausnahmen, etwa bei Firmen mit IG-Metall-Bindung oder im öffentlichen IT-Bereich nach TV-L oder TVöD. Am stärksten hängt das Gehalt von Größe und Finanzierung des Softwareanbieters, der Komplexität des Produkts – ERP- und SAP-Einführungen werden besser bezahlt als einfache SaaS-Onboardings – sowie von einem möglichen variablen Anteil ab, der an Projektabschlüsse oder Kundenzufriedenheit gekoppelt ist.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und gerundet. Sie gelten für eine Vollzeitstelle und für den Beruf insgesamt – im Büro wie von zu Hause. In Teilzeit verringert sich das Gehalt im Verhältnis der Stunden.
Das Jahresbrutto ist das 12-Fache des Monatswertes, ohne Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Im Einzelfall entscheiden Arbeitgeber, Tarifbindung, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Nach dem Vertragsabschluss übernimmt der Implementation Manager den Kunden vom Vertrieb und sorgt dafür, dass die gekaufte Software tatsächlich eingesetzt wird. Am Anfang stehen ein Kick-off und Workshops, in denen Abläufe, Schnittstellen und Anforderungen des Kunden aufgenommen werden. Daraus entstehen ein Projektplan mit Meilensteinen und ein Konzept, wie das System eingerichtet wird. Anschließend werden Rollen und Rechte angelegt, Workflows konfiguriert, Altdaten aus Excel-Listen oder Vorgängersystemen übernommen und Schnittstellen zu anderen Programmen gemeinsam mit Entwicklern oder Partnern aufgesetzt. Es folgen Tests mit dem Kunden, Schulungen für Key User und Anwender sowie der Go-live. Danach wird das Projekt an Customer Success oder Support übergeben. Dazwischen liegt viel Kommunikation: Statusrunden, Protokolle, Abstimmungen über Verzögerungen und Wünsche, die über den Vertragsumfang hinausgehen. Viele Implementation Manager betreuen mehrere Kundenprojekte gleichzeitig in unterschiedlichen Phasen.
Einen geregelten Ausbildungsweg gibt es nicht. Häufig ist ein Studium der Wirtschaftsinformatik, Betriebswirtschaft, Informatik oder eines Fachs, das zur Branche der Software passt, etwa Logistik, Personalwesen oder Gesundheitswesen. Ebenso verbreitet ist der Quereinstieg: aus dem Support, der Anwendungsbetreuung, der IT-Beratung oder aus einer Fachabteilung, die selbst mit der Software arbeitet. Wer etwa jahrelang Lohnabrechnung gemacht hat, kann bei einem Anbieter von HR-Software in die Implementierung wechseln. Eine kaufmännische Ausbildung mit IT-Bezug, etwa als Kaufmann für Digitalisierungsmanagement oder Fachinformatiker, ist ebenfalls ein möglicher Einstieg. Zertifikate im Projektmanagement wie PRINCE2, IPMA oder Scrum werden gern gesehen, sind aber selten Pflicht. Fachliche Produktkenntnisse vermitteln die Arbeitgeber in einer Einarbeitung, die oft mehrere Monate dauert.
Der Beruf verlangt, gleichzeitig technische Details und die Erwartungen von Kunden im Blick zu behalten. Go-live-Termine sind meist vertraglich vereinbart, und wenn Daten fehlen oder der Kunde Entscheidungen verzögert, entsteht Druck, der beim Implementation Manager landet. Er muss Nein sagen können, wenn Wünsche den Projektumfang sprengen, ohne die Beziehung zum Kunden zu belasten. Rund um Go-lives und Datenmigrationen fallen gelegentlich Arbeit am Abend oder am Wochenende an. Je nach Arbeitgeber gehören Reisen zu Kunden für Workshops und Schulungen dazu, bei international tätigen Anbietern auch ins Ausland. Gute Englischkenntnisse werden in vielen Stellen erwartet. Wer ungern telefoniert, präsentiert oder moderiert, wird es schwer haben; der Tag besteht zu einem großen Teil aus Terminen.
Die Nachfrage hängt eng am Markt für Unternehmenssoftware. Weil immer mehr Betriebe auf Cloud-Lösungen umstellen, suchen Softwareanbieter und Beratungshäuser regelmäßig Personal für die Einführung. In Phasen, in denen Softwarefirmen sparen, werden aber auch Implementierungsteams verkleinert. Entwicklungswege führen zum Senior oder Lead Implementation Manager, in die Teamleitung Professional Services, ins Customer Success Management, in die Solution Architecture oder ins klassische IT-Projektmanagement. Wer sich tief in eine Branche einarbeitet, etwa ERP, HR oder Healthcare, ist auch für Beratungsfirmen und Anwenderunternehmen interessant.
Üblich ist ein Bachelorstudium von drei bis dreieinhalb Jahren in Wirtschaftsinformatik, BWL oder Informatik, alternativ eine dreijährige IT- oder kaufmännische Ausbildung mit anschließender Berufserfahrung. Häufig ist auch der Quereinstieg aus Support, Anwendungsbetreuung oder einer Fachabteilung, gefolgt von einer mehrmonatigen Produkteinarbeitung beim Arbeitgeber.
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Solution Consultants übersetzen die Anforderungen von Kunden in passende Software- oder Systemlösungen, führen Produktdemonstrationen durch und begleiten den Vertrieb fachlich bis zum Vertragsabschluss. Häufig arbeiten sie bei Anbietern von ERP-, Planungs- oder Branchensoftware, etwa für Lebensmittelhersteller.
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