Technical Sales Manager (m/w/d) im Außendienst - Fachgebiet "Tank Cleaning"
Die STOCKMEIER Chemie wurde 1920 als Handelshaus für chemische Produkte in Bielefeld gegründet. Sie ist der Ursprung der...
Technical Sales Managerinnen und Manager im Außendienst verkaufen erklärungsbedürftige technische Produkte wie Spezialchemikalien, Additive oder Kunststoffe direkt bei Industriekunden. Sie verbinden anwendungstechnische Beratung mit Vertrieb und betreuen ein festes Verkaufsgebiet.
In vielen Stellen dieses Berufs ist die eigene Wohnung der Dienstsitz, von dem aus die Reisen ins Gebiet starten. Das bedeutet aber nicht, dass überwiegend von zu Hause gearbeitet wird: Kundenbesuche, Versuche in der Produktion, Messen und Termine im Stammwerk verlangen Anwesenheit und machen je nach Gebiet oft den größeren Teil der Woche aus. Von zu Hause erledigen lassen sich Angebote, Berichte, CRM-Pflege, Telefon- und Videotermine sowie die Reiseplanung, typischerweise an ein bis zwei Tagen pro Woche. Eine Stelle ganz von zu Hause ist in diesem Beruf die Ausnahme und kommt eher bei Innendienst- oder rein telefonischen Vertriebsrollen vor, die eine andere Tätigkeit sind. Für das Heimbüro stellen Arbeitgeber meist Laptop, Mobiltelefon und Dienstwagen, Kundendaten und Rezepturen unterliegen strenger Vertraulichkeit. Wer vom Wohnort aus arbeitet, braucht ein gutes Selbstmanagement, weil Abstimmungen mit Team und Anwendungstechnik überwiegend digital laufen und Präsenz im Unternehmen sich auf Vertriebstagungen und einzelne Termine beschränkt.
Das gilt für den Beruf insgesamt und nicht für jede Stelle. Ob ganz von zu Hause, überwiegend oder an einzelnen Tagen gearbeitet wird, steht in der jeweiligen Anzeige – darauf lohnt sich vor der Bewerbung ein genauer Blick.
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 4.300 € | 5.000 € | 5.800 € | 60.000 € | |
| Mit Berufserfahrung | 5.500 € | 6.300 € | 7.500 € | 75.600 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 7.000 € | 8.200 € | 10.000 € | 98.400 € |
In tarifgebundenen Chemieunternehmen gilt der Bundesentgelttarifvertrag Chemie mit den regionalen Entgelttarifverträgen der IG BCE, erfahrene Vertriebsleute werden jedoch häufig außertariflich bezahlt. Stark ins Gewicht fallen Unternehmensgröße, das Produktsegment und der variable Anteil aus Umsatzzielen, der zusätzlich zu den genannten Grundgehältern oft 10 bis 25 Prozent ausmacht, dazu kommt meist ein privat nutzbarer Dienstwagen.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und gerundet. Sie gelten für eine Vollzeitstelle und für den Beruf insgesamt – im Büro wie von zu Hause. In Teilzeit verringert sich das Gehalt im Verhältnis der Stunden.
Das Jahresbrutto ist das 12-Fache des Monatswertes, ohne Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Im Einzelfall entscheiden Arbeitgeber, Tarifbindung, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Im Mittelpunkt steht der Verkauf technischer Produkte an Geschäftskunden, in der Chemie- und Erdölverarbeitung etwa Spezialchemikalien, Schmierstoffe, Additive, Lacke, Klebstoffe oder Polymere. Die Arbeit findet zu einem großen Teil beim Kunden statt: in Produktionsbetrieben, Laboren und Einkaufsabteilungen. Dort werden Anforderungen aufgenommen, Rezepturen oder Verfahren besprochen, Muster übergeben und Versuche in der Kundenproduktion begleitet. Gleichzeitig verhandeln Technical Sales Manager Preise und Rahmenverträge, schreiben Angebote und pflegen Kundendaten im CRM-System. Sie bringen Reklamationen zur eigenen Anwendungstechnik, stimmen Liefertermine mit Produktion und Logistik ab und berichten an die Vertriebsleitung über Umsätze, Wettbewerber und Marktentwicklungen. Hinzu kommen Messen, Fachtagungen und Schulungen bei Kunden. Verantwortet wird meist ein Gebiet, das mehrere Bundesländer oder auch das europäische Ausland umfassen kann, verbunden mit Umsatzzielen.
Einen geregelten Ausbildungsweg gibt es nicht. Üblich ist ein Studium der Chemie, Verfahrenstechnik, Werkstofftechnik, Kunststofftechnik oder des Wirtschaftsingenieurwesens. Ebenso verbreitet ist der Weg über eine Ausbildung als Chemielaborant, Chemikant oder Lacklaborant mit anschließender Weiterbildung zum Techniker oder technischen Betriebswirt. Viele steigen nach einigen Jahren in Anwendungstechnik, Labor oder Produktion in den Vertrieb um, weil dort Produktkenntnis und Erfahrung mit Kundenprozessen zählen. Quereinsteiger aus dem kaufmännischen Vertrieb haben es schwerer, wenn ihnen das technische Verständnis fehlt. Für Stellen mit internationalen Kunden sind sichere Englischkenntnisse meist Voraussetzung, ein Führerschein Klasse B fast immer.
Die Reisetätigkeit ist hoch und prägt den Alltag. Je nach Gebiet sind zwei bis vier Tage pro Woche unterwegs, teils mit Übernachtungen, langen Autofahrten und frühen Terminen in Werken mit Schichtbetrieb. Für Familien oder pflegende Angehörige ist das ein wesentlicher Punkt. Die Arbeitszeiten sind formal oft frei einteilbar, in der Praxis richten sie sich nach Kundenterminen, Messen und Projektphasen. Umsatzziele und ein variabler Gehaltsanteil erzeugen Druck, besonders wenn Rohstoffpreise schwanken oder Kunden ihre Produktion verlagern. Verlangt wird, technische Details verständlich zu erklären und zugleich hart zu verhandeln. Wer Absagen schlecht verträgt oder ungern allein arbeitet, tut sich schwer, denn im Gebiet ist man weitgehend auf sich gestellt. Auf Werksgeländen gelten Sicherheitsvorschriften, Schutzausrüstung und Unterweisungen gehören dazu.
Die Nachfrage nach technisch qualifizierten Vertriebsleuten ist in der Chemieindustrie stabil, weil Spezialprodukte ohne Beratung kaum verkauft werden können. Gleichzeitig steht die Branche in Deutschland unter Kostendruck durch Energiepreise und Standortverlagerungen, was einzelne Unternehmen zu Umstrukturierungen im Vertrieb veranlasst. Themen wie Nachhaltigkeit, Kreislaufwirtschaft und Regulierung, etwa REACH, erhöhen den Beratungsbedarf. Entwicklungswege führen zum Key Account Manager für Großkunden, zur Vertriebs- oder Regionalleitung, ins Produkt- oder Business-Development-Management oder in eine internationale Rolle mit Verantwortung für mehrere Länder.
Üblich ist ein Bachelor- oder Masterstudium in einem naturwissenschaftlichen oder technischen Fach von drei bis fünf Jahren, häufig gefolgt von einigen Jahren in Labor oder Anwendungstechnik. Alternativ führt eine dreieinhalbjährige Ausbildung etwa zum Chemielaboranten oder Chemikanten mit zweijähriger Weiterbildung zum staatlich geprüften Techniker in den technischen Vertrieb.
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Anwendungstechniker sind das technische Bindeglied zwischen Hersteller und Kunde: Sie führen Maschinen und Verfahren vor, testen Anwendungen, nehmen Anlagen in Betrieb, schulen Bediener und beraten bei der Prozessoptimierung. Im Maschinen- und Anlagenbau gehören Versuche im Technikum und Einsätze beim Kunden fest zum Beruf.
Key Account Manager betreuen die wichtigsten Großkunden eines Unternehmens, verhandeln Verträge und Konditionen und bauen die Geschäftsbeziehung so aus, dass Umsatz und Kundenbindung über Jahre wachsen.
Vertriebsingenieure verkaufen erklärungsbedürftige technische Produkte und Anlagen, etwa Sensoren, Messtechnik, Antriebe oder optische Systeme. Sie verbinden technisches Fachwissen mit Kundenberatung, Angebotserstellung und Verhandlung.
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