Supplier Quality Engineer - Lieferantenmanagement / ISO 9001 (m/w/d)
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Supplier Quality Engineers sichern die Qualität zugekaufter Teile und Materialien: Sie qualifizieren Lieferanten, auditieren deren Prozesse, geben Serienteile frei und bearbeiten Reklamationen, bis die Fehlerursache abgestellt ist.
Ein Teil der Arbeit lässt sich von zu Hause erledigen: PPAP-Unterlagen und 8D-Reports prüfen, Lieferantenbewertungen pflegen, Kennzahlen auswerten und Abstimmungen per Videokonferenz führen. Audits beim Lieferanten, die Begutachtung fehlerhafter Teile, Sortieraktionen und Eskalationen im Werk verlangen dagegen Anwesenheit, und gerade diese Aufgaben sind oft kurzfristig. In vielen Stellen, vor allem bei größeren Konzernen, ist Homeoffice an ein bis zwei, selten drei Tagen pro Woche üblich; ganz von zu Hause arbeiten nur wenige, am ehesten in Rollen, die überwiegend Lieferanten im Ausland betreuen und ohnehin viel reisen. Bei kleineren Zulieferern ist Homeoffice eher die Ausnahme. Wer von zu Hause arbeitet, braucht Zugriff auf ERP- und QM-Systeme über eine gesicherte Verbindung, behandelt Zeichnungen und Lieferantendaten vertraulich und muss bei Qualitätsproblemen schnell erreichbar und notfalls am selben Tag im Werk sein.
Das gilt für den Beruf insgesamt und nicht für jede Stelle. Ob ganz von zu Hause, überwiegend oder an einzelnen Tagen gearbeitet wird, steht in der jeweiligen Anzeige – darauf lohnt sich vor der Bewerbung ein genauer Blick.
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 4.200 € | 4.800 € | 5.500 € | 57.600 € | |
| Mit Berufserfahrung | 5.000 € | 5.900 € | 6.800 € | 70.800 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 6.200 € | 7.200 € | 8.500 € | 86.400 € |
Am stärksten hängt das Gehalt davon ab, ob der Arbeitgeber nach den Tarifverträgen der Metall- und Elektroindustrie (ERA-Tarifverträge der IG Metall) zahlt, was bei Automobilherstellern und großen Zulieferern häufig ist, während kleinere Zulieferer oft deutlich darunter liegen. Erfahrene Fachkräfte mit Auditorenqualifikation werden zudem oft außertariflich bezahlt; Homeoffice wird eher in größeren, besser zahlenden Konzernen angeboten, was aber an der Bezahlung der einzelnen Stelle nichts ändert.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und gerundet. Sie gelten für eine Vollzeitstelle und für den Beruf insgesamt – im Büro wie von zu Hause. In Teilzeit verringert sich das Gehalt im Verhältnis der Stunden.
Das Jahresbrutto ist das 12-Fache des Monatswertes, ohne Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Im Einzelfall entscheiden Arbeitgeber, Tarifbindung, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Ein Supplier Quality Engineer, auf Deutsch oft Lieferantenqualitätsingenieur, ist das Bindeglied zwischen dem eigenen Werk und den Zulieferern. In der Metallindustrie geht es um Guss- und Schmiedeteile, Drehteile, Bleche, Schrauben oder ganze Baugruppen, häufig für die Automobilindustrie. Vor dem Serienstart begleitet die Fachkraft neue Lieferanten durch den Freigabeprozess: Sie prüft Erstmusterprüfberichte, Prozessfähigkeitsnachweise und Produktionslenkungspläne, bewertet PPAP- oder PPF-Unterlagen und entscheidet über die Freigabe. Sie führt Prozessaudits nach VDA 6.3 beim Lieferanten durch, schaut sich dort Fertigung, Messräume und Wareneingang an und vereinbart Maßnahmen. Im laufenden Betrieb kommen Reklamationen hinzu: Fehlerhafte Teile im Wareneingang oder am Band werden gesperrt, Sortieraktionen organisiert und vom Lieferanten ein 8D-Report verlangt, dessen Ursachenanalyse und Abstellmaßnahmen sie bewertet. Dazu gehören Lieferantenbewertungen, Kennzahlen wie ppm-Raten und die Abstimmung mit Einkauf, Entwicklung und Produktion.
Der übliche Weg ist ein Bachelor- oder Masterstudium in Maschinenbau, Wirtschaftsingenieurwesen, Werkstofftechnik, Fahrzeugtechnik oder Qualitätsmanagement. Viele steigen zunächst in der Qualitätssicherung, der Fertigung oder im Wareneingang ein und wechseln nach einigen Jahren in die Lieferantenqualität. Quereinsteiger kommen häufig als staatlich geprüfte Techniker oder Industriemeister mit langer Praxis in der Qualitätsprüfung. Ohne Studium ist der Einstieg möglich, aber seltener. Wichtig sind Zusatzqualifikationen wie die Ausbildung zum VDA-6.3-Prozessauditor, Kenntnisse von IATF 16949, APQP, FMEA und den Core Tools sowie das Lesen technischer Zeichnungen und Toleranzen.
Der Beruf steht oft unter Zeitdruck. Steht wegen eines fehlerhaften Zulieferteils die Produktion still oder droht eine Kundenreklamation, muss schnell gehandelt werden, auch kurzfristig vor Ort beim Lieferanten. Reisetätigkeit ist in den meisten Stellen fester Bestandteil, teils international nach Osteuropa oder Asien, und kann mehrtägige Abwesenheiten bedeuten. Die Rolle verlangt Durchsetzungsvermögen: Lieferanten müssen Mängel eingestehen und Kosten tragen, während der eigene Einkauf auf Preis und Liefertreue achtet. Diese Zwischenstellung empfinden viele als anstrengend. Hinzu kommen viel Dokumentation, Englisch im Alltag und die Arbeit in Werkshallen mit Schutzausrüstung.
Die Nachfrage ist stabil, weil Hersteller immer mehr Wertschöpfung an Zulieferer auslagern und Kunden lückenlose Qualitätsnachweise verlangen. Der Umbau der Automobilindustrie trifft allerdings einzelne Betriebe und Regionen stark, sodass die Lage je nach Arbeitgeber schwankt. Gefragt bleibt das Profil auch im Maschinenbau, in der Luftfahrt, der Medizintechnik und der Bahnindustrie. Entwicklungswege führen zur Leitung der Lieferantenqualität, ins Qualitätsmanagement des ganzen Werks, in den technischen Einkauf oder in die Selbstständigkeit als Auditor oder Berater für Lieferantenentwicklung.
Üblich ist ein Bachelorstudium in Maschinenbau, Wirtschaftsingenieurwesen oder einem verwandten Fach mit einer Regelstudienzeit von sechs bis sieben Semestern, oft gefolgt von einigen Jahren in Qualitätssicherung oder Fertigung. Alternativ führt eine zweijährige Weiterbildung zum staatlich geprüften Techniker nach einer Berufsausbildung in die Rolle. Die Auditorenqualifikation nach VDA 6.3 wird meist berufsbegleitend in mehrtägigen Lehrgängen erworben.
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Qualitätsingenieure sorgen dafür, dass Produkte und Prozesse die vereinbarten Anforderungen erfüllen. Sie planen Prüfungen, analysieren Fehler, betreuen Reklamationen und Audits und arbeiten eng mit Fertigung, Entwicklung und Lieferanten zusammen.
Qualitätsmanager planen, steuern und überwachen das Qualitätsmanagementsystem eines Unternehmens, führen Audits durch, bearbeiten Reklamationen und sorgen dafür, dass Produkte und Prozesse Normen wie ISO 9001 und Kundenanforderungen erfüllen.
Technische Einkäufer beschaffen Bauteile, Materialien und Dienstleistungen für Industrieunternehmen. Sie verbinden technisches Verständnis für Zeichnungen und Spezifikationen mit Preisverhandlung, Lieferantenauswahl und Vertragsgestaltung.
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