Sales Manager B2B (m/w/d) Neukundengeschäft - Großraum Siegen
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Sales Manager im B2B-Neukundengeschäft gewinnen Geschäftskunden, etwa Handelsketten, Großhändler oder Fachhändler, für die Produkte eines Herstellers. Sie suchen Kontakte, führen Verhandlungen und bringen Verträge zum Abschluss, oft gegen feste Umsatzziele.
Recherche, Telefonakquise, Angebote, Videotermine, die Pflege des CRM-Systems und die Vor- und Nachbereitung von Besuchen lassen sich von zu Hause erledigen. Verhandlungen mit großen Handelskunden, Präsentationen beim Einkauf, Besuche bei Fachhändlern und Messeauftritte verlangen dagegen in den meisten Stellen persönliche Anwesenheit. Im Außendienst ist es verbreitet, dass die eigene Wohnung als Büro dient und die übrige Zeit unterwegs beim Kunden verbracht wird; das ist Homeoffice mit erheblicher Reisetätigkeit und nicht ein Arbeiten überwiegend am Schreibtisch zu Hause. Überwiegend oder ganz von zu Hause arbeiten vor allem Stellen mit Schwerpunkt Inside Sales oder telefonischer und digitaler Akquise, sie sind aber nicht die Regel. Wer von zu Hause arbeitet, braucht eine stabile Internetverbindung, einen ruhigen Platz für Telefonate und Videocalls und muss Kundendaten und Konditionen vor Mitbewohnern geschützt halten. Erwartet wird meist hohe Erreichbarkeit während der Geschäftszeiten der Kunden sowie die Teilnahme an regelmäßigen Vertriebsmeetings, oft vor Ort in der Zentrale.
Das gilt für den Beruf insgesamt und nicht für jede Stelle. Ob ganz von zu Hause, überwiegend oder an einzelnen Tagen gearbeitet wird, steht in der jeweiligen Anzeige – darauf lohnt sich vor der Bewerbung ein genauer Blick.
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 3.300 € | 3.900 € | 4.600 € | 46.800 € | |
| Mit Berufserfahrung | 4.300 € | 5.200 € | 6.300 € | 62.400 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 5.800 € | 7.000 € | 9.000 € | 84.000 € |
Die Werte beziehen sich auf das Fixgehalt; hinzu kommt in den meisten Stellen eine variable Vergütung von oft 15 bis 30 Prozent des Zieleinkommens, abhängig von der Zielerreichung, häufig auch ein Dienstwagen zur Privatnutzung. Vertriebsstellen sind meist außertariflich, Größe des Unternehmens, Bekanntheit der Marke und das Gewicht der Handelskunden beeinflussen das Gehalt stärker als der Wohnort, und reine Inside-Sales-Stellen, die häufiger von zu Hause besetzt werden, liegen eher im unteren Teil der Spanne.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und gerundet. Sie gelten für eine Vollzeitstelle und für den Beruf insgesamt – im Büro wie von zu Hause. In Teilzeit verringert sich das Gehalt im Verhältnis der Stunden.
Das Jahresbrutto ist das 12-Fache des Monatswertes, ohne Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Im Einzelfall entscheiden Arbeitgeber, Tarifbindung, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Im Mittelpunkt steht die Gewinnung von Unternehmen, die bisher nicht beim eigenen Arbeitgeber kaufen. In der Konsum- und Gebrauchsgüterbranche sind das häufig Einzelhandelsketten, Fachhändler, Großhändler, Onlinehändler oder gewerbliche Abnehmer wie Hotels und Kantinen. Der Arbeitstag besteht aus Recherche nach passenden Firmen, Kaltakquise am Telefon und per E-Mail, Terminvereinbarungen, Präsentationen beim Einkauf des Kunden und Verhandlungen über Listungen, Konditionen, Mindestmengen und Werbekostenzuschüsse. Dazu kommen Angebote, die mit Kalkulation und Logistik abgestimmt werden, die Pflege der Kundendaten im CRM-System, Messeauftritte und die Übergabe neu gewonnener Kunden an das Key Account Management oder den Innendienst. Ein großer Teil der Arbeit wird an Kennzahlen gemessen: Zahl der Termine, Abschlussquote, Neukundenumsatz.
Einen geschützten Ausbildungsweg gibt es nicht. Viele kommen über ein Studium der Betriebswirtschaft, des Wirtschaftsingenieurwesens oder einen dualen Studiengang mit Schwerpunkt Vertrieb oder Handel. Ebenso verbreitet ist der Weg über eine kaufmännische Ausbildung, etwa zum Groß- und Außenhandelskaufmann oder Industriekaufmann, gefolgt von einigen Jahren im Vertriebsinnendienst oder Außendienst. Weiterbildungen wie der Geprüfte Fachkaufmann für Vertrieb oder der Fachwirt für Vertrieb im Einzelhandel werden gern gesehen. Quereinsteiger mit nachweisbaren Verkaufserfolgen, zum Beispiel aus dem Handel oder aus anderen Branchen, haben gute Chancen, weil Arbeitgeber oft stärker auf Abschlussstärke als auf formale Abschlüsse achten. Ein Führerschein ist in den meisten Stellen Pflicht.
Neukundengeschäft bedeutet viel Ablehnung. Ein großer Teil der Anrufe und Anfragen führt zu keinem Termin, und auch nach guten Gesprächen entscheiden sich Einkäufer häufig anders. Wer das persönlich nimmt, hält in diesem Beruf selten lange durch. Der Druck durch Quartals- und Jahresziele ist spürbar, und weil ein Teil des Einkommens von der Zielerreichung abhängt, wirkt er sich direkt auf das Gehalt aus. In vielen Stellen gehören Reisen fest dazu: Kundentermine in einem Verkaufsgebiet, Messen, Jahresgespräche mit Handelszentralen, teils mit Übernachtungen und langen Fahrten. Die Arbeitszeiten richten sich nach den Terminen der Kunden und sind nicht immer planbar. Gefragt sind Verhandlungsgeschick, Zahlenverständnis für Margen und Konditionen, Selbstorganisation und Ausdauer über lange Verkaufszyklen. Die Fluktuation im Vertrieb ist vergleichsweise hoch, was auch daran liegt, dass Arbeitgeber bei verfehlten Zielen schnell Konsequenzen ziehen.
Vertriebsleute, die neue Kunden gewinnen können, werden in der Konsumgüterbranche laufend gesucht, besonders bei mittelständischen Herstellern und Marken, die in neue Vertriebskanäle oder ins Ausland expandieren. Der Handel konzentriert sich auf wenige große Abnehmer, dadurch werden Verhandlungen härter und Erfahrung mit Handelszentralen wertvoller. Zugleich verlagert sich ein Teil der Akquise auf digitale Kanäle wie Videocalls, Social Selling und Onlineplattformen für den Großhandel. Typische Entwicklungswege führen ins Key Account Management, in die Gebiets- oder Vertriebsleitung, in die Leitung des Exportgeschäfts oder in die Selbstständigkeit als Handelsvertreter.
Üblich ist ein Bachelorstudium in Betriebswirtschaft oder ein duales Studium mit Vertriebsschwerpunkt von drei bis dreieinhalb Jahren, alternativ eine dreijährige kaufmännische Ausbildung, etwa zum Kaufmann für Groß- und Außenhandelsmanagement. Danach folgen meist einige Jahre im Vertriebsinnendienst oder Außendienst, bevor die Verantwortung für das Neukundengeschäft übernommen wird. Weiterbildungen wie der Fachwirt für Vertrieb können den Aufstieg unterstützen.
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Außendienstmitarbeiter betreuen Geschäftskunden vor Ort, verkaufen Produkte eines Groß- oder Einzelhandelsunternehmens oder eines Herstellers und gewinnen in einem festen Verkaufsgebiet neue Kunden. Der Beruf verbindet viel Reisetätigkeit mit Büroarbeit, die häufig vom eigenen Wohnort aus erledigt wird.
Business Development Manager erschließen für ihr Unternehmen neue Kunden, Märkte und Partnerschaften. Sie analysieren Chancen, knüpfen Kontakte und führen Verhandlungen bis zum Vertragsabschluss.
Inside Sales Manager verkaufen Produkte und Dienstleistungen an Geschäftskunden per Telefon, Videocall und E-Mail, ohne die Kunden vor Ort zu besuchen. In der Telekommunikation geht es meist um Festnetz- und Mobilfunkverträge, Glasfaseranschlüsse und Cloud-Telefonie für Unternehmen.
Key Account Manager betreuen die wichtigsten Großkunden eines Unternehmens, verhandeln Verträge und Konditionen und bauen die Geschäftsbeziehung so aus, dass Umsatz und Kundenbindung über Jahre wachsen.
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