Quereinsteiger/in Vertrieb (m/w/d)
Dirk Kreuter ist #1 Business Mentor im deutschsprachigen Raum mit über 35 Jahren Erfahrung im Vertrieb. Er entwickelt pr...
Quereinsteiger im Vertrieb verkaufen ohne kaufmännische Vertriebsausbildung Produkte oder Dienstleistungen, in der Bildungsbranche vor allem Weiterbildungen, Kurse, Coachings und Lernplattformen an Privatpersonen, Unternehmen oder Behörden. Der Einstieg gelingt über eine Einarbeitung im Betrieb, der Verdienst hängt oft an Abschlüssen.
Telefon- und Videogespräche, CRM-Pflege und Angebotserstellung lassen sich technisch von zu Hause erledigen, deshalb ist Homeoffice im Innenvertrieb der Bildungsbranche in Teilen üblich, besonders bei Anbietern von Fernkursen und Onlineweiterbildungen. Wie verbreitet es genau ist, lässt sich nicht verlässlich beziffern: Manche Stellen sind überwiegend oder ganz von zu Hause angelegt, viele sehen Homeoffice erst nach einer Einarbeitung im Büro oder nur an einzelnen Tagen vor. Im Außendienst, bei Präsenzbildungsträgern und im Firmenkundengeschäft mit Terminen vor Ort, Messen und Infoveranstaltungen ist Anwesenheit dagegen regelmäßig nötig. Wer zu Hause arbeitet, braucht einen ruhigen, abschließbaren Raum, stabiles Internet und ein Headset, denn Gespräche mit Interessenten enthalten persönliche Daten, die nach Datenschutzregeln geschützt werden müssen. Feste Telefonzeiten, Erreichbarkeit im Teamchat und tägliche Abstimmungsrunden sind in vielen Stellen Pflicht, und die Abendzeiten des Telefonvertriebs lassen sich nicht immer mit Kinderbetreuung oder Pflege vereinbaren. Ohne Kollegen im Raum fehlt zudem der direkte Austausch nach schwierigen Gesprächen, was den Zahlendruck für manche schwerer macht.
Das gilt für den Beruf insgesamt und nicht für jede Stelle. Ob ganz von zu Hause, überwiegend oder an einzelnen Tagen gearbeitet wird, steht in der jeweiligen Anzeige – darauf lohnt sich vor der Bewerbung ein genauer Blick.
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.500 € | 2.900 € | 3.400 € | 34.800 € | |
| Mit Berufserfahrung | 3.000 € | 3.600 € | 4.500 € | 43.200 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 3.800 € | 4.600 € | 6.000 € | 55.200 € |
Einen Tarifvertrag gibt es für den Vertrieb in der Bildungsbranche in der Regel nicht, die Gehälter werden frei verhandelt; die Werte bilden das Fixum ab, zu dem in vielen Stellen Provisionen kommen, die das Einkommen deutlich erhöhen, aber auch stark schwanken können. Am stärksten wirken sich das Verhältnis von Fixum zu variablem Anteil, die Größe des Anbieters und der Wechsel vom Privatkunden- in den besser bezahlten Firmenkundenvertrieb aus; reine Provisionsangebote für freie Handelsvertreter sind mit diesen Zahlen nicht vergleichbar.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und gerundet. Sie gelten für eine Vollzeitstelle und für den Beruf insgesamt – im Büro wie von zu Hause. In Teilzeit verringert sich das Gehalt im Verhältnis der Stunden.
Das Jahresbrutto ist das 12-Fache des Monatswertes, ohne Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Im Einzelfall entscheiden Arbeitgeber, Tarifbindung, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Im Mittelpunkt steht das Verkaufsgespräch. In der Bildungsbranche bedeutet das: Interessenten, die sich über ein Formular für eine Weiterbildung oder einen Fernkurs gemeldet haben, zurückrufen, ihren Bedarf erfragen, passende Kursangebote erklären und auf einen Vertragsabschluss hinarbeiten. Dazu gehören Fragen zu Förderungen wie dem Bildungsgutschein der Arbeitsagentur oder dem Aufstiegs-BAföG, zu Prüfungsterminen und Ratenzahlung. Im Firmenkundengeschäft geht es um Schulungspakete für Belegschaften, um Angebote an Personalabteilungen und um Nachfassen bei offenen Anfragen. Ein großer Teil der Arbeit ist Dokumentation: Gesprächsnotizen im CRM-System, Wiedervorlagen, Angebotserstellung, Übergabe an die Kursverwaltung. Je nach Stelle kommt Kaltakquise hinzu, also Anrufe bei Unternehmen oder Personen, die nicht von sich aus angefragt haben.
Einen geregelten Ausbildungsweg gibt es nicht, darin liegt der Sinn der Bezeichnung. Arbeitgeber suchen Menschen aus Gastronomie, Einzelhandel, Pflege, Kundenservice oder Pädagogik, die gut mit Menschen sprechen können. Eine abgeschlossene Berufsausbildung oder ein Studium wird oft gern gesehen, aber nicht immer verlangt. Die Einarbeitung dauert meist wenige Wochen bis drei Monate und umfasst Produktschulungen, Gesprächsleitfäden, CRM-Bedienung und begleitete Telefonate. Wer sich weiter festigen will, kann später berufsbegleitend eine Qualifikation wie Geprüfter Fachwirt im Vertrieb oder Fachkaufmann für Vertrieb vor der IHK ablegen. Ein Teil der Angebote richtet sich an freie Handelsvertreter auf reiner Provisionsbasis; das ist eine selbstständige Tätigkeit mit eigenem Risiko und kein Angestelltenverhältnis.
Vertrieb wird an Zahlen gemessen: Anrufe pro Tag, Termine, Abschlussquoten, Monatsziele. Dieser Druck ist der häufigste Grund, warum Quereinsteiger den Beruf wieder verlassen, die Fluktuation ist in vielen Vertriebsteams hoch. Absagen gehören zum Alltag, ebenso Gespräche mit Menschen, die unsicher sind oder sich eine Weiterbildung kaum leisten können. Wer im Bildungsvertrieb arbeitet, sollte Kurse nicht verkaufen, die nicht zum Gegenüber passen, auch wenn die Provision lockt. Da viele Interessenten berufstätig sind, liegen Telefonzeiten oft am späten Nachmittag und frühen Abend, teils auch am Samstag. Lange Bildschirm- und Headsetzeiten belasten Stimme und Konzentration. Stellenangebote, die hohe Verdienste ohne Fixum versprechen oder vorab Gebühren für Schulungen verlangen, verdienen Misstrauen.
Vertriebsstellen werden laufend ausgeschrieben, und der Weiterbildungsmarkt wächst durch Fachkräftemangel, Förderprogramme und Onlinekurse. Quereinsteiger finden daher vergleichsweise leicht eine erste Stelle; schwieriger ist es, sich dauerhaft zu halten. Wer nach ein bis zwei Jahren stabile Ergebnisse vorweisen kann, kann in den Firmenkundenvertrieb, ins Key-Account-Management, in die Teamleitung oder in die Bildungsberatung wechseln. Erfahrung im Telefon- und Videovertrieb ist branchenübergreifend gefragt, etwa bei Softwareanbietern, Versicherungen oder Energieversorgern.
Ein geregelter Ausbildungsweg ist nicht vorgesehen; der Einstieg erfolgt über eine betriebliche Einarbeitung von meist wenigen Wochen bis drei Monaten. Berufsbegleitend lassen sich später IHK-Abschlüsse wie Fachkaufmann für Vertrieb oder Geprüfter Fachwirt im Vertrieb erwerben, die je nach Vorbildung und Lehrgang etwa ein bis zwei Jahre dauern.
Dirk Kreuter ist #1 Business Mentor im deutschsprachigen Raum mit über 35 Jahren Erfahrung im Vertrieb. Er entwickelt pr...
Wir suchen Menschen, die mehr erreichen wollen!Stell dir vor, du bekommst die Chance, dir etwas Eigenes aufzubauen – und...
Inside Sales Manager verkaufen Produkte und Dienstleistungen an Geschäftskunden per Telefon, Videocall und E-Mail, ohne die Kunden vor Ort zu besuchen. In der Telekommunikation geht es meist um Festnetz- und Mobilfunkverträge, Glasfaseranschlüsse und Cloud-Telefonie für Unternehmen.
Kundenberater beantworten Anfragen von Kunden am Telefon, per E-Mail, im Chat oder am Schalter, klären Probleme mit Verträgen, Rechnungen und Bestellungen und verkaufen je nach Stelle auch Produkte und Tarife. Der Beruf reicht vom Kundenservice eines Energieversorgers bis zur Beratung in der Bankfiliale.
Vertriebsmitarbeiter im Innendienst betreuen Kunden per Telefon, E-Mail und Videocall, erstellen Angebote, bearbeiten Aufträge und unterstützen den Außendienst. Sie sind die feste Anlaufstelle für Bestandskunden und oft auch für die Gewinnung neuer Kunden.
Wir benachrichtigen dich, sobald passende Stellen erscheinen – kein Spam, jederzeit abbestellbar.