Personalsachbearbeiter (m/w/d) mit Schwerpunkt Entgeltabrechnung
Der DRK-Landesverband Schleswig-Holstein e. V. ist ein Spitzenverband der freien Wohlfahrtspflege, nationale Hilfsgesell...
Personalsachbearbeiter mit Schwerpunkt Entgeltabrechnung erstellen die monatlichen Lohn- und Gehaltsabrechnungen, melden Beschäftigte bei Sozialversicherungsträgern und Finanzamt und pflegen die Personalstammdaten. Sie arbeiten in Personalabteilungen, Steuerkanzleien und bei Abrechnungsdienstleistern.
Die eigentliche Abrechnung, die Pflege von Stammdaten, Meldungen an Krankenkassen und Finanzamt sowie die Beantwortung von Rückfragen per Telefon oder E-Mail lassen sich von zu Hause erledigen, sofern der Arbeitgeber einen gesicherten Zugang zum Abrechnungssystem bereitstellt. Anwesenheit verlangen vor allem Papierunterlagen, die noch in vielen Betrieben anfallen, persönliche Gespräche mit Beschäftigten, die Einarbeitung und je nach Stelle allgemeine Aufgaben der Personalabteilung. Im Beruf insgesamt ist Homeoffice an einzelnen Tagen in vielen Unternehmen und Kanzleien üblich geworden, überwiegend oder ganz von zu Hause arbeiten dagegen eher Beschäftigte bei Abrechnungsdienstleistern, in größeren Unternehmen mit digitaler Personalakte und erfahrene Kräfte nach der Einarbeitung. Weil Gehalts-, Gesundheits- und Steuerdaten besonders geschützt sind, verlangen Arbeitgeber meist einen abschließbaren Arbeitsplatz, VPN-Zugang und klare Regeln für Ausdrucke. Rund um den Abrechnungsschluss wird feste Erreichbarkeit erwartet, und manche Arbeitgeber legen in dieser Phase Präsenztage fest.
Das gilt für den Beruf insgesamt und nicht für jede Stelle. Ob ganz von zu Hause, überwiegend oder an einzelnen Tagen gearbeitet wird, steht in der jeweiligen Anzeige – darauf lohnt sich vor der Bewerbung ein genauer Blick.
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.800 € | 3.100 € | 3.500 € | 37.200 € | |
| Mit Berufserfahrung | 3.300 € | 3.800 € | 4.400 € | 45.600 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 4.000 € | 4.600 € | 5.500 € | 55.200 € |
Das Gehalt hängt vor allem von Branche und Tarifbindung ab: Im öffentlichen Dienst gilt der TVöD oder TV-L, in der Metall- und Elektroindustrie zahlen tarifgebundene Betriebe nach den Tarifverträgen der IG Metall deutlich mehr, während Steuerkanzleien und viele Dienstleister frei verhandeln und eher am unteren Rand liegen. Einen spürbaren Aufschlag bringen anerkannte Weiterbildungen, Erfahrung mit komplexen Tarifen und SAP-Kenntnisse, außerdem zahlen Arbeitgeber in Ballungsräumen meist mehr.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und gerundet. Sie gelten für eine Vollzeitstelle und für den Beruf insgesamt – im Büro wie von zu Hause. In Teilzeit verringert sich das Gehalt im Verhältnis der Stunden.
Das Jahresbrutto ist das 12-Fache des Monatswertes, ohne Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Im Einzelfall entscheiden Arbeitgeber, Tarifbindung, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Im Mittelpunkt steht die monatliche Abrechnung von Löhnen und Gehältern. Dazu gehört, Arbeitszeiten, Überstunden, Zuschläge, Urlaubs- und Krankheitstage aus Zeiterfassung und Meldungen der Abteilungen zu übernehmen, Ein- und Austritte anzulegen und Stammdaten wie Steuerklasse, Krankenkasse oder Bankverbindung aktuell zu halten. Die Abrechnung selbst läuft über Programme wie DATEV Lohn und Gehalt, SAP HCM, Lexware oder LOGA. Danach folgen die Beitragsnachweise an die Krankenkassen, die Lohnsteueranmeldung, DEÜV-Meldungen und die Übergabe der Buchungsdaten an die Finanzbuchhaltung. Ein großer Teil der Arbeit besteht aus Rückfragen: Beschäftigte wollen ihre Abrechnung erklärt haben, Krankenkassen fordern Unterlagen an, Behörden verlangen Bescheinigungen etwa für Elterngeld oder Arbeitslosengeld. Hinzu kommen Sonderfälle wie Pfändungen, Kurzarbeit, Mutterschutz, Dienstwagen oder betriebliche Altersvorsorge. Bei Steuerkanzleien und Abrechnungsdienstleistern betreut eine Fachkraft oft die Abrechnung mehrerer Mandanten mit unterschiedlichen Tarifen und Lohnarten. In Unternehmen kommen je nach Stelle weitere Personalaufgaben hinzu, etwa Arbeitsverträge vorbereiten oder Zeugnisse entwerfen.
Einen eigenen Ausbildungsberuf gibt es nicht. Üblich ist eine kaufmännische Ausbildung, etwa als Kaufmann für Büromanagement, Personaldienstleistungskaufmann, Industriekaufmann oder Steuerfachangestellter, gefolgt von Berufspraxis in der Lohnabrechnung. Viele Arbeitgeber erwarten zusätzlich eine Weiterbildung, zum Beispiel zur Fachkraft für Lohn und Gehalt, zum Entgeltabrechner (IHK) oder zum Geprüften Personalfachkaufmann. Solche Lehrgänge laufen meist berufsbegleitend über einige Monate bis zwei Jahre. Quereinsteiger aus Buchhaltung oder Verwaltung finden häufig über Abrechnungsdienstleister den Einstieg, wo sie mit einfachen Mandanten beginnen. Ein betriebswirtschaftliches Studium ist nicht nötig, öffnet aber den Weg in Leitungsfunktionen.
Die Arbeit folgt einem festen Monatsrhythmus mit harten Fristen. Beitragsnachweise müssen zum drittletzten Bankarbeitstag vorliegen, und die Gehälter müssen pünktlich ausgezahlt werden. In den Tagen vor dem Abrechnungsschluss ist Urlaub kaum möglich, und Mehrarbeit ist in dieser Phase verbreitet, ebenso zum Jahreswechsel. Fehler fallen sofort auf, weil sie das Geld anderer Menschen betreffen, und Gespräche mit verärgerten Beschäftigten gehören dazu. Das Sozialversicherungs- und Steuerrecht ändert sich jährlich, wer im Beruf bleibt, muss sich laufend fortbilden. Gefragt sind Genauigkeit, Zahlenverständnis, Diskretion und die Geduld, Regeln verständlich zu erklären. Die Tätigkeit ist überwiegend sitzend am Bildschirm.
Fachkräfte in der Entgeltabrechnung werden seit Jahren gesucht, viele Stellen bleiben lange unbesetzt. Die Nachfrage ist branchenübergreifend und wenig konjunkturabhängig, weil jedes Unternehmen mit Beschäftigten abrechnen muss. Automatisierung nimmt Routineschritte ab, die Klärung von Sonderfällen und die Prüfung bleiben jedoch Facharbeit. Mit Erfahrung führen Wege zur Teamleitung Payroll, in die Personalleitung kleinerer Betriebe, in die Softwareberatung für Abrechnungssysteme oder in die Selbstständigkeit als Lohnbüro im Auftrag von Steuerkanzleien.
Üblich ist eine dreijährige kaufmännische Ausbildung mit IHK- oder Kammerabschluss, danach Berufspraxis in der Lohnabrechnung. Viele ergänzen sie durch eine berufsbegleitende Weiterbildung von einigen Monaten bis zwei Jahren, etwa zur Fachkraft für Lohn und Gehalt oder zum Geprüften Personalfachkaufmann (IHK).
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Der ADAC ist immer in Bewegung und da, um zu helfen - dabei decken wir die unterschiedlichsten Bereiche ab, wie z.B.: Ve...
Finanzbuchhalter erfassen und prüfen die Geschäftsvorfälle eines Unternehmens, führen Haupt- und Nebenbücher und bereiten Monats- und Jahresabschlüsse vor. Sie arbeiten in Unternehmen oder in Kanzleien für Steuerberatung und Wirtschaftsprüfung.
Lohnbuchhalter erstellen die monatlichen Lohn- und Gehaltsabrechnungen für Beschäftigte eines Unternehmens oder für Mandanten einer Kanzlei und sorgen dafür, dass Steuern und Sozialversicherungsbeiträge korrekt und fristgerecht abgeführt werden.
Personalreferenten betreuen die Beschäftigten eines Unternehmens oder eines Bereichs in allen Personalfragen – von der Einstellung über Verträge und Arbeitsrecht bis zum Austritt. Sie beraten Führungskräfte und arbeiten eng mit Betriebsrat und Lohnabrechnung zusammen.
Steuerfachangestellte erledigen in Steuerberatungskanzleien die laufende Buchhaltung, Lohnabrechnungen, Jahresabschlüsse und Steuererklärungen für Mandanten und bereiten Unterlagen für die Steuerberaterin oder den Steuerberater vor.
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