Homeoffice

Wie viel davon geht von zu Hause?

Ein Teil der Arbeit lässt sich von zu Hause erledigen: Angebote vergleichen, Aufträge und Rechnungen im ERP-System bearbeiten, E-Mails von Mietern und Dienstleistern beantworten, Protokolle schreiben und Telefonate führen. Begehungen, Wohnungsabnahmen, Übergaben, Handwerkertermine, Schadensbesichtigungen und Mieterversammlungen verlangen dagegen Anwesenheit im Objekt, und sie machen in den meisten Stellen einen großen Teil der Woche aus. Homeoffice ist im Beruf daher in Teilen üblich, meist an einzelnen Tagen pro Woche oder für Bürotätigkeiten zwischen Außenterminen; Stellen, die ganz oder überwiegend von zu Hause ausgeübt werden, sind die Ausnahme und betreffen eher Positionen mit stärker kaufmännischem Schwerpunkt. Wer von zu Hause arbeitet, braucht in der Regel einen Fernzugriff auf die Verwaltungssoftware, muss Mieterdaten und Verträge vertraulich behandeln und sollte nahe am betreuten Bestand wohnen, weil bei Notfällen kurzfristig ein Termin vor Ort nötig werden kann.

Das gilt für den Beruf insgesamt und nicht für jede Stelle. Ob ganz von zu Hause, überwiegend oder an einzelnen Tagen gearbeitet wird, steht in der jeweiligen Anzeige – darauf lohnt sich vor der Bewerbung ein genauer Blick.

Gehalt

Was man als Objektmanager verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.900 € 3.300 € 3.700 € 39.600 €
Mit Berufserfahrung 3.500 € 4.000 € 4.600 € 48.000 €
Mit langjähriger Erfahrung 4.300 € 4.900 € 5.800 € 58.800 €

In Wohnungsunternehmen und Genossenschaften richtet sich die Bezahlung häufig nach dem Tarifvertrag für die Beschäftigten in der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft, bei kleineren Hausverwaltungen wird meist frei und oft niedriger verhandelt. Höhere Gehälter finden sich vor allem im Gewerbeimmobilien- und Property-Management großer Ballungsräume sowie bei Weiterbildung zum Immobilienfachwirt oder technischem Hintergrund; einen Zusammenhang zwischen Homeoffice-Anteil und Gehalt gibt es nicht.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und gerundet. Sie gelten für eine Vollzeitstelle und für den Beruf insgesamt – im Büro wie von zu Hause. In Teilzeit verringert sich das Gehalt im Verhältnis der Stunden.

Das Jahresbrutto ist das 12-Fache des Monatswertes, ohne Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Im Einzelfall entscheiden Arbeitgeber, Tarifbindung, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Objektmanager?

Objektmanager sind für einen festen Bestand an Gebäuden zuständig, etwa mehrere Wohnanlagen, ein Einkaufszentrum oder einen Bürokomplex. Sie gehen regelmäßig durch die Objekte, prüfen Treppenhäuser, Außenanlagen, Dächer und Technik und halten Mängel fest. Daraus entstehen Aufträge an Handwerker und Dienstleister: Angebote einholen, vergleichen, beauftragen, die Ausführung kontrollieren und Rechnungen freigeben. Dazu kommen Wohnungsabnahmen und Übergaben bei Mieterwechseln, die Bearbeitung von Schadensmeldungen und Versicherungsfällen sowie die Steuerung von Hausmeister-, Reinigungs- und Winterdienstverträgen. Ein großer Teil des Tages besteht aus Kommunikation: Beschwerden über Lärm, Heizungsausfälle oder Feuchtigkeit, Rückfragen von Eigentümern, Abstimmung mit der kaufmännischen Verwaltung zu Nebenkosten und Budgets. In vielen Unternehmen tragen Objektmanager zudem Verantwortung für die Verkehrssicherungspflicht, also dafür, dass Gefahren im Gebäude erkannt und beseitigt werden.

Wie wird man Objektmanager?

Die Berufsbezeichnung ist nicht geschützt, einen einheitlichen Weg gibt es nicht. Häufig ist eine abgeschlossene Ausbildung als Immobilienkaufmann, gefolgt von einigen Jahren in der Verwaltung. Ebenso verbreitet ist der Weg über eine technische oder handwerkliche Ausbildung, etwa in der Haustechnik oder im Bau, ergänzt um kaufmännisches Wissen. Viele bilden sich berufsbegleitend zum Geprüften Immobilienfachwirt (IHK) oder zum Objektbetreuer weiter. Studiengänge in Immobilienwirtschaft oder Facility Management führen eher in leitende Positionen im Asset- oder Property-Management. Quereinsteiger aus Hausverwaltung, Handwerk oder Hausmeisterdiensten werden in vielen Betrieben eingestellt, wenn sie Organisationstalent und Grundkenntnisse im Mietrecht mitbringen.

Was der Beruf verlangt

Der Beruf verlangt viel Präsenz und Mobilität. Objektmanager sind häufig mit dem Auto zwischen den Gebäuden unterwegs, bei jedem Wetter und auch in Kellern, auf Dachböden oder in schlecht zugänglichen Technikräumen. Bei Wasserschäden, Heizungsausfällen oder Sturmschäden muss schnell reagiert werden, teils auch außerhalb der üblichen Zeiten, in manchen Betrieben im Rahmen einer Rufbereitschaft. Der Umgang mit verärgerten Mietern und Eigentümern gehört zum Alltag und kann belastend sein. Gleichzeitig stehen Objektmanager zwischen Kostendruck des Eigentümers und Erwartungen der Nutzer. Die Zahl der betreuten Einheiten ist in vielen Unternehmen hoch, was zu Termindruck und einem vollen Posteingang führt. Gefragt sind Durchsetzungsvermögen, ein Grundverständnis von Gebäudetechnik und die Fähigkeit, viele Vorgänge gleichzeitig im Blick zu behalten.

Aussichten

Die Nachfrage ist stabil bis hoch. Wohnungsunternehmen, Verwaltungen und Gewerbeimmobilienbetreiber suchen laufend Personal, auch weil der Bestand altert und Themen wie energetische Sanierung, Heizungstausch und Nachhaltigkeitsberichte zunehmen. Mit Erfahrung führen Wege in die Teamleitung, ins technische Bestandsmanagement, ins Property Management mit Budget- und Ergebnisverantwortung oder in die Projektsteuerung von Modernisierungen. Wer sich zum Immobilienfachwirt weiterbildet oder ein berufsbegleitendes Studium abschließt, hat bessere Chancen auf Führungsaufgaben. Die Wechselbereitschaft in der Branche ist spürbar, was Arbeitgebern Verhandlungsspielraum nimmt und Bewerbern nützt.

Aufgaben

  • Objekte regelmäßig begehen und Mängel dokumentieren
  • Angebote von Handwerkern einholen, Aufträge vergeben und die Ausführung abnehmen
  • Wohnungsabnahmen und Übergaben bei Mieterwechseln durchführen
  • Schadensmeldungen und Versicherungsfälle bearbeiten
  • Hausmeister-, Reinigungs- und Wartungsverträge steuern und kontrollieren
  • Anfragen und Beschwerden von Mietern und Eigentümern klären
  • Rechnungen prüfen und Instandhaltungsbudgets überwachen
  • Verkehrssicherungspflichten und Prüffristen der Gebäudetechnik im Blick behalten

Voraussetzungen

  • Abgeschlossene kaufmännische Ausbildung, idealerweise als Immobilienkaufmann, oder eine technische bzw. handwerkliche Ausbildung
  • Grundkenntnisse in Mietrecht, Wohnungseigentumsrecht und Gebäudetechnik
  • Führerschein Klasse B, da viele Termine mit dem Auto angefahren werden
  • Sicherer Umgang mit Verwaltungssoftware und Office-Programmen
  • Belastbarkeit, Durchsetzungsvermögen und Freundlichkeit im Umgang mit Mietern
  • Körperliche Fitness für Begehungen auf Dachböden, in Kellern und Außenanlagen

Wo man arbeitet

  • Wohnungsbaugesellschaften und Wohnungsgenossenschaften
  • Haus- und Immobilienverwaltungen
  • Gewerbeimmobilien- und Property-Management-Unternehmen
  • Facility-Management-Dienstleister
  • Kommunale Immobilienbetriebe

Der Weg in den Beruf

Üblich ist eine dreijährige duale Ausbildung zum Immobilienkaufmann oder eine technische bzw. handwerkliche Ausbildung mit anschließender Berufserfahrung in der Verwaltung. Viele ergänzen dies durch die berufsbegleitende Weiterbildung zum Geprüften Immobilienfachwirt (IHK), die je nach Form etwa ein bis zwei Jahre dauert.

Homeoffice-Stellen als Objektmanager

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