New Business Development Manager (m/w/d)
Die WOLTERS GmbH ist seit mehr als 100 Jahren erfolgreich in der Verbindungstechnik tätig. Inzwischen ist der Name WOLTE...
New Business Development Manager erschließen für ein Unternehmen neue Märkte, Kundengruppen und Anwendungen, in der Chemie- und Erdölindustrie meist für Spezialchemikalien, Kunststoffe, Additive oder Schmierstoffe. Sie verbinden technisches Produktwissen mit Vertrieb, Marktanalyse und Projektarbeit.
Marktrecherche, Business Cases, Angebote, Präsentationen und ein großer Teil der Abstimmung per Videokonferenz lassen sich von zu Hause erledigen, Kundenbesuche, Messen, Versuche im Anwendungslabor und viele interne Workshops dagegen nicht. In größeren Chemieunternehmen ist mobiles Arbeiten an etwa zwei bis drei Tagen pro Woche in vielen Stellen üblich, ganz von zu Hause arbeiten aber die wenigsten. Eine Sonderform sind regional zuständige Stellen, bei denen die eigene Wohnung als Basis dient und kein fester Schreibtisch am Standort existiert; hier ist der Anteil zu Hause zwar hoch, wird aber von häufigen und teils mehrtägigen Reisen unterbrochen. Wer wenig reisen kann, etwa wegen Pflege oder Kinderbetreuung, findet in diesem Beruf deshalb nur eingeschränkt passende Stellen. Im Alltag gehören vertrauliche Daten zu Preisen, Rezepturen und Kundenprojekten dazu, was gesicherten Zugang über das Firmennetz und einen ungestörten Arbeitsplatz voraussetzt. Erreichbarkeit zu Randzeiten für internationale Termine wird in globalen Rollen meist erwartet.
Das gilt für den Beruf insgesamt und nicht für jede Stelle. Ob ganz von zu Hause, überwiegend oder an einzelnen Tagen gearbeitet wird, steht in der jeweiligen Anzeige – darauf lohnt sich vor der Bewerbung ein genauer Blick.
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 4.500 € | 5.400 € | 6.500 € | 64.800 € | |
| Mit Berufserfahrung | 6.000 € | 7.200 € | 8.800 € | 86.400 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 8.000 € | 9.800 € | 12.500 € | 117.600 € |
Die meisten Stellen sind außertariflich vergütet und liegen über den Entgeltgruppen des Bundesentgelttarifvertrags der chemischen Industrie (IG BCE/BAVC), an dem sich große Chemieunternehmen dennoch orientieren; Konzerne zahlen deutlich mehr als kleinere Mittelständler und Distributoren. Hinzu kommt häufig ein variabler Anteil von etwa zehn bis zwanzig Prozent, der von Umsatz- und Projektzielen abhängt und in den Werten nicht enthalten ist.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und gerundet. Sie gelten für eine Vollzeitstelle und für den Beruf insgesamt – im Büro wie von zu Hause. In Teilzeit verringert sich das Gehalt im Verhältnis der Stunden.
Das Jahresbrutto ist das 12-Fache des Monatswertes, ohne Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Im Einzelfall entscheiden Arbeitgeber, Tarifbindung, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Im Mittelpunkt steht das Geschäft, das es noch nicht gibt: neue Anwendungen für bestehende Produkte, neue Kundenbranchen, neue Regionen oder Produkte aus der eigenen Forschung, die zum ersten Mal verkauft werden sollen. In der chemischen Industrie heißt das zum Beispiel, ein Additiv, das bisher in Lacken eingesetzt wird, an Hersteller von Batteriekomponenten heranzutragen, oder für ein recyceltes Polymer die ersten Abnehmer zu finden. Die Arbeit beginnt mit Marktanalysen: Marktgrößen schätzen, Wettbewerber und Preise recherchieren, Zielkunden identifizieren. Danach folgen Erstkontakte, Besuche bei Entwicklungsabteilungen potenzieller Kunden, Präsentationen und die Abstimmung von Mustern und Versuchen mit dem eigenen Anwendungslabor. Aus erfolgreichen Tests werden Angebote, Preisverhandlungen und Lieferverträge. Intern schreiben New Business Development Manager Business Cases, stellen Projekte vor Entscheidungsgremien vor und koordinieren Forschung, Produktion, Regulatory Affairs und Supply Chain. Ein großer Teil der Projekte scheitert oder zieht sich über Jahre, bevor nennenswerter Umsatz entsteht.
Eine eigene Ausbildung gibt es nicht. In der Chemie- und Erdölbranche ist ein naturwissenschaftliches oder ingenieurwissenschaftliches Studium üblich, häufig Chemie, Verfahrenstechnik, Werkstoff- oder Kunststofftechnik, nicht selten mit Promotion. Wirtschaftsingenieure und Betriebswirte mit technischem Schwerpunkt kommen ebenfalls vor. Direkt nach dem Studium wird die Position selten besetzt; der typische Weg führt über einige Jahre im technischen Vertrieb, in der Anwendungstechnik, im Produktmanagement oder in der Forschung. Ein MBA oder Weiterbildungen in Strategie und Verhandlungsführung helfen beim Aufstieg, sind aber keine Voraussetzung. Quereinstieg gelingt am ehesten Fachleuten, die eine Kundenbranche gut kennen, etwa aus der Automobil-, Bau- oder Verpackungsindustrie.
Der Beruf verlangt Geduld mit langen Entwicklungszyklen und zugleich die Fähigkeit, intern immer wieder zu begründen, warum ein Projekt weiterverfolgt werden soll. Absagen von Kunden und gestoppte Projekte gehören zum Alltag. Die Reisetätigkeit ist in vielen Stellen hoch, bei international ausgerichteten Positionen mit mehrtägigen Reisen, Messen und Terminen in anderen Zeitzonen. Feste Arbeitszeiten gibt es kaum; Telefonkonferenzen mit Asien am frühen Morgen oder mit Amerika am Abend sind in globalen Unternehmen üblich. Verhandlungssicheres Englisch wird fast immer erwartet. Hinzu kommt die Arbeit an Schnittstellen ohne direkte Weisungsbefugnis: Labor, Produktion und Vertrieb müssen überzeugt werden, Zeit und Kapazität für ein unsicheres Vorhaben bereitzustellen. Zielvorgaben mit variabler Vergütung erhöhen den Druck.
Die Nachfrage hängt eng an der Lage der Branche. Die deutsche Chemie steht unter dem Druck hoher Energiekosten und schwacher Nachfrage, gleichzeitig suchen Unternehmen gezielt neues Geschäft in Kreislaufwirtschaft, biobasierten Rohstoffen, Elektromobilität, Wasserstoff und Spezialchemie. Für Fachleute, die Technik und Markt zusammendenken, bleiben die Chancen deshalb ordentlich, auch wenn Sparprogramme einzelne Abteilungen treffen. Entwicklungswege führen zur Leitung eines Geschäftsfelds, in die Unternehmensstrategie, ins Key Account Management oder in die Geschäftsführung kleinerer Firmen und Start-ups.
Üblich ist ein Bachelor- und Masterstudium von zusammen etwa fünf Jahren in einem naturwissenschaftlichen oder technischen Fach, in der Chemie oft mit anschließender Promotion von drei bis vier Jahren. Danach folgen meist drei bis fünf Jahre im technischen Vertrieb, in der Anwendungstechnik oder im Produktmanagement, bevor die Position übernommen wird.
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Anwendungstechniker sind das technische Bindeglied zwischen Hersteller und Kunde: Sie führen Maschinen und Verfahren vor, testen Anwendungen, nehmen Anlagen in Betrieb, schulen Bediener und beraten bei der Prozessoptimierung. Im Maschinen- und Anlagenbau gehören Versuche im Technikum und Einsätze beim Kunden fest zum Beruf.
Key Account Manager betreuen die wichtigsten Großkunden eines Unternehmens, verhandeln Verträge und Konditionen und bauen die Geschäftsbeziehung so aus, dass Umsatz und Kundenbindung über Jahre wachsen.
Produktmanager verantworten ein Produkt oder eine Produktlinie über den gesamten Lebenszyklus, von der Marktanalyse über die Entwicklung bis zur Markteinführung und Pflege. In der Elektrotechnik, Feinmechanik und Optik bilden sie die Schnittstelle zwischen Entwicklung, Vertrieb, Produktion und Kunden.
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