Mechatroniker (m/w/d)
Mit über 700 Mitarbeitenden gehört Pohl-Boskamp in der Nähe von Hamburg und Kiel zu den wachstumsstarken inhabergeführte...
Mechatroniker bauen, installieren, warten und reparieren Maschinen und Anlagen, in denen mechanische, elektrische und elektronische Bauteile zusammenarbeiten. Sie arbeiten vor allem in Industriebetrieben, im Anlagenbau und im Kundendienst.
Homeoffice ist in diesem Beruf die Ausnahme, weil Montage, Wartung, Fehlersuche und Inbetriebnahme an der Anlage stattfinden und sich nicht verlagern lassen. Von zu Hause lassen sich allenfalls einzelne Aufgaben erledigen: Wartungsberichte schreiben, Ersatzteile bestellen, Schaltpläne vorbereiten oder bei manchen Arbeitgebern Fernwartung und Ferndiagnose über eine gesicherte Verbindung durchführen. Stellen, die überwiegend von zu Hause ausgeübt werden, gibt es kaum; sie betreffen meist Tätigkeiten im technischen Support, in der Steuerungsprogrammierung oder in der Dokumentation, die eher an Techniker oder Ingenieure vergeben werden. Auch dort sind Einsätze vor Ort üblich, und Fernzugriffe auf Kundenanlagen verlangen Verschwiegenheit und das Einhalten von IT-Sicherheitsvorgaben. Wer im Service arbeitet, startet die Tour teilweise von zu Hause aus, verbringt den Arbeitstag aber beim Kunden.
Das gilt für den Beruf insgesamt und nicht für jede Stelle. Ob ganz von zu Hause, überwiegend oder an einzelnen Tagen gearbeitet wird, steht in der jeweiligen Anzeige – darauf lohnt sich vor der Bewerbung ein genauer Blick.
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.700 € | 3.100 € | 3.500 € | 37.200 € | |
| Mit Berufserfahrung | 3.200 € | 3.700 € | 4.300 € | 44.400 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 3.800 € | 4.400 € | 5.300 € | 52.800 € |
Am stärksten hängt das Gehalt von der Tarifbindung und der Branche ab: Betriebe mit Tarifverträgen der Metall- und Elektroindustrie (IG Metall, ERA-Entgeltrahmen) zahlen deutlich mehr als nicht tarifgebundene Kleinbetriebe, während in der Zeitarbeit der Tarifvertrag GVP/DGB gilt, dessen Grundentgelt häufig unter dem der Einsatzbetriebe liegt und durch Branchenzuschläge nur teilweise ausgeglichen wird. Schicht-, Bereitschafts- und Montagezulagen erhöhen das tatsächliche Einkommen oft spürbar, sind in den Werten aber nicht enthalten.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und gerundet. Sie gelten für eine Vollzeitstelle und für den Beruf insgesamt – im Büro wie von zu Hause. In Teilzeit verringert sich das Gehalt im Verhältnis der Stunden.
Das Jahresbrutto ist das 12-Fache des Monatswertes, ohne Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Im Einzelfall entscheiden Arbeitgeber, Tarifbindung, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Mechatroniker arbeiten an Systemen, in denen Mechanik, Elektrik, Pneumatik, Hydraulik und Steuerungstechnik zusammenkommen: Fertigungsstraßen, Verpackungsanlagen, Industrieroboter, Aufzüge oder Prüfstände. Sie montieren Baugruppen nach technischen Zeichnungen und Schaltplänen, verdrahten Schaltschränke, schließen Sensoren und Antriebe an und nehmen Anlagen in Betrieb. Ein großer Teil der Arbeit ist Instandhaltung: Störungen eingrenzen, defekte Bauteile tauschen, Verschleißteile nach Wartungsplan erneuern und Fehler in speicherprogrammierbaren Steuerungen auslesen. Dazu kommen das Anpassen kleinerer Steuerungsprogramme, Prüfmessungen nach elektrotechnischen Vorschriften und die Dokumentation der Arbeiten im Instandhaltungssystem. Im Service sind Mechatroniker beim Kunden vor Ort, bauen dort Anlagen auf, schulen das Bedienpersonal und beheben Ausfälle.
Der übliche Weg ist die duale Ausbildung zum Mechatroniker, die dreieinhalb Jahre dauert und mit der Prüfung vor der Industrie- und Handelskammer endet. Bei guten Leistungen lässt sie sich verkürzen. Formal ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben, in der Praxis stellen Betriebe überwiegend Bewerber mit mittlerem Schulabschluss oder Abitur ein; Mathematik und Physik spielen eine große Rolle. Daneben gibt es Varianten wie den Kfz-Mechatroniker im Handwerk oder Mechatroniker für Kältetechnik. Quereinsteiger kommen meist aus verwandten Berufen wie Industriemechaniker oder Elektroniker und erwerben fehlende Kenntnisse in Steuerungstechnik über Lehrgänge. Wer bereits Berufserfahrung hat, kann über eine Externenprüfung den Abschluss nachholen.
Die Arbeit findet an der Maschine statt, oft in Werkhallen mit Lärm, Öl und wechselnden Temperaturen. Arbeiten über Kopf, in engen Schaltschränken oder auf Bühnen gehören dazu, ebenso das Tragen von Schutzausrüstung. In der Instandhaltung großer Betriebe ist Schichtarbeit verbreitet, dazu Rufbereitschaft am Wochenende und nachts, weil eine stehende Anlage teuer ist. Störungen müssen unter Zeitdruck behoben werden, während Produktionsleitung und Kollegen warten. Im Außendienst kommen lange Fahrten, Montagewochen und Übernachtungen hinzu, teilweise im Ausland. Wer über eine Personaldienstleistung arbeitet, wechselt häufiger den Einsatzbetrieb und muss sich immer wieder in neue Anlagen und Abläufe einarbeiten. Der Umgang mit elektrischer Spannung verlangt Sorgfalt und das Einhalten von Sicherheitsregeln.
Die Nachfrage nach Mechatronikern ist hoch, weil Automatisierung zunimmt und viele Betriebe Fachkräfte für die Instandhaltung suchen. Ein beträchtlicher Teil der Stellen wird über Zeitarbeitsfirmen vermittelt; eine Übernahme durch den Einsatzbetrieb ist möglich, aber nicht garantiert. Zur Weiterentwicklung bieten sich die Fortbildung zum Industriemeister oder zum staatlich geprüften Techniker in Mechatronik oder Elektrotechnik an, ebenso Spezialisierungen in Robotik, Steuerungsprogrammierung oder Servicetechnik. Mit Hochschulreife oder beruflicher Qualifikation ist auch ein Studium der Mechatronik oder Elektrotechnik möglich. Mit Erfahrung übernehmen Mechatroniker Aufgaben in Inbetriebnahme, Arbeitsvorbereitung oder als Schichtführer.
Üblich ist die duale Ausbildung zum Mechatroniker, die dreieinhalb Jahre dauert und mit der Abschlussprüfung vor der IHK endet. Wer aus einem verwandten Beruf kommt, kann über Lehrgänge in Steuerungstechnik oder eine Externenprüfung einsteigen; Weiterbildungen zum Techniker oder Industriemeister dauern meist zwei bis vier Jahre.
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ZEINIT ist Ihr Spezialist für gewerblich-technische Berufe. Mit unserem großen Netzwerk an Partnern finden wir gemeinsam...
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Elektroniker für Betriebstechnik installieren, warten und reparieren elektrische Anlagen in Industrie, Versorgung und Gebäudetechnik, von der Energieverteilung über Steuerungen bis zu Antrieben. Die Arbeit findet fast immer vor Ort an den Anlagen statt.
Industriemechaniker richten Maschinen und Produktionsanlagen ein, halten sie instand und reparieren sie. Sie fertigen Bauteile, montieren Baugruppen und sorgen dafür, dass die Fertigung störungsfrei läuft.
Servicetechniker installieren, warten und reparieren Maschinen und Anlagen direkt beim Kunden. Sie nehmen Anlagen in Betrieb, suchen Fehler, tauschen Bauteile und schulen das Bedienpersonal.
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