Elektroniker:in für Betriebstechnik (w/m/d)
Die Berliner Wasserbetriebe sind mit knapp 4.900 Beschäftigten eines der größten Unternehmen der Wasser- und Abwasserbra...
Elektroniker für Betriebstechnik installieren, warten und reparieren elektrische Anlagen in Industrie, Versorgung und Gebäudetechnik, von der Energieverteilung über Steuerungen bis zu Antrieben. Die Arbeit findet fast immer vor Ort an den Anlagen statt.
Homeoffice ist in diesem Beruf die Ausnahme, denn der Kern der Arbeit, also Installation, Wartung, Messung und Störungsbeseitigung, verlangt die Anwesenheit an der Anlage. Von zu Hause erledigen lassen sich allenfalls Teile der Dokumentation, das Vorbereiten von Prüfprotokollen, Schulungen am Rechner und in manchen Stellen das Anpassen von Steuerungsprogrammen. In einigen Versorgungsunternehmen gibt es während der Rufbereitschaft einen Fernzugriff auf Leitsysteme, sodass Störungen zunächst von zu Hause aus eingeschätzt werden können, bevor ein Einsatz vor Ort folgt. Eine Stelle, die ganz oder überwiegend von zu Hause ausgeübt wird, ist für ausgebildete Elektroniker für Betriebstechnik kaum realistisch; eher bieten Arbeitgeber einzelne Bürotage für Planungs- oder Dokumentationsaufgaben an, meist erst nach der Einarbeitung oder in Funktionen mit Meister- oder Technikerqualifikation. Wer mobil arbeitet, braucht einen gesicherten Zugang zu den Betriebssystemen und muss die strengen IT-Sicherheitsvorgaben für kritische Infrastruktur einhalten.
Das gilt für den Beruf insgesamt und nicht für jede Stelle. Ob ganz von zu Hause, überwiegend oder an einzelnen Tagen gearbeitet wird, steht in der jeweiligen Anzeige – darauf lohnt sich vor der Bewerbung ein genauer Blick.
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.800 € | 3.200 € | 3.600 € | 38.400 € | |
| Mit Berufserfahrung | 3.300 € | 3.700 € | 4.300 € | 44.400 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 3.900 € | 4.400 € | 5.300 € | 52.800 € |
Das Gehalt hängt vor allem vom Tarifvertrag ab: In Stadtwerken und Versorgungsunternehmen gilt häufig der TV-V, in der Industrie der Tarifvertrag der Metall- und Elektroindustrie oder der IG BCE, während nicht tarifgebundene Handwerksbetriebe oft deutlich darunter liegen. Zulagen für Schichtdienst und Rufbereitschaft sind in den Werten nicht enthalten, machen in der Versorgung aber einen spürbaren Teil des Einkommens aus; Meister- oder Technikerqualifikation hebt das Gehalt zusätzlich.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und gerundet. Sie gelten für eine Vollzeitstelle und für den Beruf insgesamt – im Büro wie von zu Hause. In Teilzeit verringert sich das Gehalt im Verhältnis der Stunden.
Das Jahresbrutto ist das 12-Fache des Monatswertes, ohne Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Im Einzelfall entscheiden Arbeitgeber, Tarifbindung, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Elektroniker für Betriebstechnik sorgen dafür, dass elektrische Anlagen in Betrieben laufen. In der Energie- und Wasserversorgung sind das etwa Schaltanlagen, Pumpwerke, Kläranlagen, Umspannstationen und die zugehörige Mess-, Steuer- und Regeltechnik. Sie verlegen Kabel, bauen Schaltschränke auf, schließen Motoren und Sensoren an und nehmen Anlagen in Betrieb. Einen großen Teil des Alltags machen Wartung und Störungsbehebung aus: Messungen durchführen, Fehler in Steuerungen eingrenzen, defekte Bauteile tauschen, Schutzmaßnahmen nach VDE-Vorschriften prüfen und alles dokumentieren. Zunehmend gehört das Arbeiten mit speicherprogrammierbaren Steuerungen dazu, also Programme auslesen, Parameter anpassen und Fehlermeldungen aus Leitsystemen auswerten. Je nach Betrieb kommen Schaltberechtigungen im Mittel- oder Hochspannungsnetz, die Einweisung von Fremdfirmen und die Mitarbeit bei Umbauprojekten hinzu.
Der übliche Weg ist eine duale Ausbildung von dreieinhalb Jahren mit Abschlussprüfung vor der IHK, bei manchen Handwerksbetrieben vor der Handwerkskammer. Ausbildungsbetriebe erwarten meist einen mittleren Schulabschluss oder einen guten Hauptschulabschluss mit soliden Leistungen in Mathematik und Physik. Bei guten Leistungen ist eine Verkürzung möglich. Quereinsteiger aus verwandten Berufen wie Mechatroniker oder Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik finden oft über Anpassungsqualifizierungen in den Beruf. Wer ohne Ausbildung als Elektrohelfer arbeitet, kann sich mit ausreichender Berufserfahrung zur Externenprüfung anmelden.
Die Arbeit ist körperlich: Stehen, Knien, Arbeiten auf Leitern, in engen Schächten, im Freien bei jeder Witterung und in lauten Anlagenräumen. Der Umgang mit Spannung verlangt Konzentration und konsequente Einhaltung der Sicherheitsregeln, denn Fehler können tödlich sein. In Versorgungsunternehmen sind Rufbereitschaft und Schichtdienst verbreitet, weil Störungen an Wasser- oder Stromversorgung nicht bis zum nächsten Morgen warten. Das bedeutet Einsätze nachts, am Wochenende und an Feiertagen, oft unter Zeitdruck. Ein Führerschein der Klasse B wird in vielen Stellen vorausgesetzt, weil Anlagen über ein größeres Gebiet verteilt liegen. Normen und Technik ändern sich laufend, regelmäßige Schulungen und Unterweisungen gehören zum Pflichtprogramm.
Die Nachfrage ist hoch. Fachkräfte in der Elektrotechnik werden in vielen Regionen dringend gesucht, und die Energiewende, der Ausbau von Netzen, Ladeinfrastruktur und Wärmepumpen sowie die Automatisierung in Industrie und Wasserwirtschaft erhöhen den Bedarf weiter. Viele Betriebe können offene Stellen nicht besetzen. Zur Weiterentwicklung bieten sich die Fortbildung zum Industriemeister Elektrotechnik oder Elektrotechnikermeister und zum staatlich geprüften Techniker an, mit denen Führungs- und Planungsaufgaben möglich werden. Mit Berufserfahrung lässt sich auch ein Studium der Elektrotechnik aufnehmen. Spezialisierungen auf Automatisierung, Leittechnik oder Schutztechnik sowie die Verantwortung als Elektrofachkraft für einen Anlagenbereich verbessern die Position zusätzlich.
Üblich ist eine duale Ausbildung von dreieinhalb Jahren im Betrieb und an der Berufsschule, die mit der Abschlussprüfung vor der IHK endet. Bei guten Leistungen kann die Ausbildung verkürzt werden, Fachkräfte mit Berufserfahrung können über die Externenprüfung zum Abschluss kommen.
Die Berliner Wasserbetriebe sind mit knapp 4.900 Beschäftigten eines der größten Unternehmen der Wasser- und Abwasserbra...
Die Berliner Wasserbetriebe sind mit knapp 4.900 Beschäftigten eines der größten Unternehmen der Wasser- und Abwasserbra...
ACCO Brands gestaltet den Wandel der Arbeitswelt mit innovativen Lösungen und erfolgreichen Marken. In diesem Kontext mö...
Elektrotechniker planen, projektieren und prüfen elektrische Anlagen und Steuerungen, im Maschinen- und Anlagenbau vor allem Schaltschränke, Antriebe und Automatisierungstechnik. Der Beruf ist meist eine Aufstiegsfortbildung zum staatlich geprüften Techniker nach einer elektrotechnischen Ausbildung.
Mechatroniker bauen, installieren, warten und reparieren Maschinen und Anlagen, in denen mechanische, elektrische und elektronische Bauteile zusammenarbeiten. Sie arbeiten vor allem in Industriebetrieben, im Anlagenbau und im Kundendienst.
Wir benachrichtigen dich, sobald passende Stellen erscheinen – kein Spam, jederzeit abbestellbar.