International Sales Manager (m/w/d) - Messesysteme
Verkaufen, vernetzen, wachsen – weltweit mit OCTANORMoctanorm entwickelt seit über 55 Jahren modulare Lösungen für Messe...
International Sales Managerinnen und Manager verantworten den Vertrieb eines Unternehmens in ausländischen Märkten, betreuen Händler und Großkunden und verhandeln Verträge. In der Medizintechnik verkaufen sie erklärungsbedürftige Geräte und Systeme an Kliniken, Distributoren und Einkaufsgemeinschaften im Ausland.
Ein Teil der Arbeit lässt sich von zu Hause erledigen: Angebote und Ausschreibungsunterlagen erstellen, Forecasts und Berichte schreiben, das CRM pflegen und Telefon- oder Videokonferenzen mit Distributoren führen. Kundenbesuche, Händlerschulungen, Produktvorführungen in Kliniken und Messen verlangen dagegen Anwesenheit, oft im Ausland. Verbreitet ist deshalb weniger das klassische Homeoffice als ein Wechsel aus Reisetagen, Bürotagen und Tagen zu Hause; in vielen Unternehmen sind zwei bis drei Tage pro Woche mobil möglich, wenn gerade keine Reise ansteht. Manche Stellen sind als home-office-basierte Außendienststellen angelegt, bei denen kein fester Arbeitsplatz im Unternehmen vorgesehen ist, die aber wegen der Reisen nicht überwiegend von zu Hause ausgeübt werden. Dass jemand ganz von zu Hause arbeitet, ist die Ausnahme. Für den Alltag bedeutet das Erreichbarkeit über Zeitzonen hinweg, eine stabile Verbindung für Videotermine und einen vertraulichen Umgang mit Preislisten und Vertragsdaten.
Das gilt für den Beruf insgesamt und nicht für jede Stelle. Ob ganz von zu Hause, überwiegend oder an einzelnen Tagen gearbeitet wird, steht in der jeweiligen Anzeige – darauf lohnt sich vor der Bewerbung ein genauer Blick.
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 3.800 € | 4.500 € | 5.300 € | 54.000 € | |
| Mit Berufserfahrung | 5.000 € | 6.200 € | 7.500 € | 74.400 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 6.800 € | 8.300 € | 10.500 € | 99.600 € |
Das Gehalt hängt stark von Unternehmensgröße, Branche und dem Anteil der variablen Vergütung ab, die oft 15 bis 30 Prozent des Jahreseinkommens ausmacht und hier nicht enthalten ist; Medizintechnikkonzerne zahlen in der Regel mehr als kleine Mittelständler. Tarifbindung gibt es nur in Teilen der Branche, etwa über die Tarifverträge der Metall- und Elektroindustrie (IG Metall) oder der chemischen Industrie (IGBCE), International Sales Manager werden dort aber häufig außertariflich bezahlt.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und gerundet. Sie gelten für eine Vollzeitstelle und für den Beruf insgesamt – im Büro wie von zu Hause. In Teilzeit verringert sich das Gehalt im Verhältnis der Stunden.
Das Jahresbrutto ist das 12-Fache des Monatswertes, ohne Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Im Einzelfall entscheiden Arbeitgeber, Tarifbindung, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
International Sales Manager bauen den Absatz in einem oder mehreren Auslandsmärkten auf und aus. In der Medizintechnik heißt das meist: ein Netz aus Distributoren in einer Region wie Osteuropa, dem Nahen Osten oder Lateinamerika betreuen, deren Umsätze verfolgen, Jahresziele vereinbaren und neue Partner suchen, wo ein Markt noch nicht abgedeckt ist. Dazu kommen Preisverhandlungen, Angebote für Ausschreibungen von Krankenhäusern und Gesundheitsministerien, Rahmenverträge und die Abstimmung von Lieferterminen mit Logistik und Produktion. Ein großer Teil der Arbeit ist Koordination nach innen: Rückfragen zu Zulassungen an die Regulatory-Abteilung weitergeben, Produktschulungen mit dem Produktmanagement planen, Reklamationen mit dem Service klären. Kundenbesuche, Messen wie die MEDICA und Trainings bei Händlern vor Ort gehören fest zum Beruf. Die Pflege des CRM-Systems, Forecasts und Berichte an die Vertriebsleitung laufen nebenher und werden häufig unterschätzt.
Einen geregelten Ausbildungsweg gibt es nicht. Üblich ist ein Studium der Betriebswirtschaft, des internationalen Managements oder des Wirtschaftsingenieurwesens. In der Medizintechnik sind auch Absolventen der Medizintechnik, Biomedizin oder Naturwissenschaften gefragt, weil Produkte gegenüber Ärzten und Einkäufern fachlich erklärt werden müssen. Ein verbreiteter Weg führt über eine kaufmännische Ausbildung, etwa zum Industriekaufmann oder Kaufmann im Groß- und Außenhandel, und einige Jahre im Vertriebsinnendienst oder Export. Quereinsteiger kommen aus der Pflege, der OP-Assistenz oder der Medizinproduktberatung, wenn sie Vertriebserfahrung und Sprachkenntnisse mitbringen. Für die Führung einer Region erwarten Arbeitgeber in der Regel mehrere Jahre Vertriebserfahrung im Ausland.
Der Beruf steht unter Zieldruck. Umsätze werden quartalsweise gemessen, ein Teil des Einkommens hängt davon ab, und schwache Märkte fallen auf die zuständige Person zurück. Reisen nehmen je nach Stelle einen erheblichen Teil der Arbeitszeit ein, oft mehrere Tage am Stück und mit Fernflügen. Wer Märkte in anderen Zeitzonen betreut, hat Telefonate früh morgens oder abends. Hinzu kommen lange Verkaufszyklen: Bis eine Klinik oder ein Ministerium ein Gerät kauft, vergehen in der Medizintechnik oft Monate, und Ausschreibungen folgen strengen Fristen und Formvorgaben. Verlangt werden verhandlungssicheres Englisch, häufig eine weitere Sprache, Kenntnisse in Exportabwicklung und Incoterms sowie Verständnis für Zulassungsfragen nach der europäischen Medizinprodukteverordnung und vergleichbaren Regeln anderer Länder. Mit Familie oder Pflegeaufgaben ist die Reisetätigkeit die größte Hürde.
Die Nachfrage ist in exportstarken Branchen stabil, die Medizintechnik in Deutschland erzielt einen großen Teil ihres Umsatzes im Ausland. Gesucht sind vor allem Bewerber, die Vertriebserfahrung mit technischem oder medizinischem Verständnis verbinden. Entwicklungswege führen zum Area oder Regional Sales Director, zur Exportleitung oder in die Gesamtvertriebsleitung, seitlich auch ins Key Account Management, Business Development oder Produktmanagement. Ein Wechsel zwischen Unternehmen ist in dem Beruf häufig und wird oft zur Gehaltssteigerung genutzt.
Üblich ist ein Bachelor- oder Masterstudium in Betriebswirtschaft, internationalem Management, Wirtschaftsingenieurwesen oder Medizintechnik von drei bis fünf Jahren. Alternativ führt eine dreijährige kaufmännische Ausbildung mit anschließender Berufserfahrung im Export oder Vertriebsinnendienst in den Beruf, für Regionalverantwortung werden meist einige Jahre Vertriebserfahrung erwartet.
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