Immobilienkaufmann / Property Manager (m/w/d), Standort Kiel
Mit deutschlandweit über 300 Mitarbeitenden bietet die ZBVV – Zentral Boden Vermietung und Verwaltung GmbH, Immobilienei...
Immobilienkaufleute und Property Manager verwalten Wohn- und Gewerbeimmobilien kaufmännisch im Auftrag von Eigentümern. Sie betreuen Mieter, erstellen Nebenkostenabrechnungen, steuern Instandhaltungen und berichten über Erträge und Kosten der Objekte.
Ein großer Teil der Arbeit lässt sich am Rechner erledigen: Nebenkostenabrechnungen, Mahnwesen, Korrespondenz mit Mietern und Dienstleistern, Budgets und Berichte für Eigentümer. Anwesenheit verlangen dagegen Objektbegehungen, Wohnungsübergaben, Besichtigungen, Termine mit Handwerkern vor Ort und Eigentümerversammlungen, dazu bei vielen Arbeitgebern Sprechzeiten im Büro und die Bearbeitung der Papierpost. Homeoffice ist in Teilen üblich, meist an ein bis drei Tagen pro Woche und häufig erst nach der Einarbeitung; Stellen, die ganz von zu Hause aus funktionieren, sind die Ausnahme und finden sich eher bei größeren Gesellschaften mit digitalisierter Akte oder bei reinen Abrechnungs- und Reportingaufgaben. Kleinere Hausverwaltungen setzen oft noch stärker auf Präsenz. Wer zu Hause arbeitet, braucht einen gesicherten Zugang zur Verwaltungssoftware, muss Mieter- und Eigentümerdaten datenschutzgerecht behandeln und telefonisch zu festen Zeiten erreichbar sein, da Schadensmeldungen und Rückfragen nicht warten.
Das gilt für den Beruf insgesamt und nicht für jede Stelle. Ob ganz von zu Hause, überwiegend oder an einzelnen Tagen gearbeitet wird, steht in der jeweiligen Anzeige – darauf lohnt sich vor der Bewerbung ein genauer Blick.
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.900 € | 3.400 € | 4.100 € | 40.800 € | |
| Mit Berufserfahrung | 3.600 € | 4.300 € | 5.200 € | 51.600 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 4.500 € | 5.500 € | 7.000 € | 66.000 € |
In Wohnungsunternehmen und Genossenschaften richtet sich das Gehalt häufig nach dem Tarifvertrag für die Beschäftigten in der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft, kleinere Hausverwaltungen zahlen oft frei und teils darunter. Am oberen Rand liegen Property Manager für Gewerbeimmobilien bei Investoren und großen Dienstleistern in Großstädten, besonders mit Studium, Englischkenntnissen und Reporting-Erfahrung.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und gerundet. Sie gelten für eine Vollzeitstelle und für den Beruf insgesamt – im Büro wie von zu Hause. In Teilzeit verringert sich das Gehalt im Verhältnis der Stunden.
Das Jahresbrutto ist das 12-Fache des Monatswertes, ohne Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Im Einzelfall entscheiden Arbeitgeber, Tarifbindung, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Im Mittelpunkt steht die laufende kaufmännische Verwaltung von Immobilien, meist eines festen Bestands an Wohnanlagen, Bürogebäuden oder Einzelhandelsflächen. Dazu gehört, Mietverträge vorzubereiten und abzuschließen, Mieterhöhungen und Indexanpassungen zu berechnen, Mieteingänge zu überwachen und das Mahnwesen zu führen. Einmal im Jahr stehen die Betriebs- und Nebenkostenabrechnungen an, die rechtssicher und fristgerecht erstellt werden müssen. Property Manager im Gewerbebereich erstellen zusätzlich Budgets, Forecasts und Monats- oder Quartalsberichte für Eigentümer, Fonds oder Asset Manager. Ein großer Teil des Tages besteht aus Kommunikation: Mieteranfragen und Beschwerden beantworten, Angebote von Handwerkern einholen, Aufträge vergeben, mit Hausmeistern und dem technischen Objektmanagement abstimmen. Hinzu kommen Objektbegehungen, Wohnungsübergaben, Leerstandsvermarktung und bei Wohnungseigentum die Vorbereitung von Eigentümerversammlungen. Gearbeitet wird mit branchenspezifischer Software wie SAP RE-FX, Yardi oder Aareon-Lösungen.
Der klassische Weg ist die dreijährige duale Ausbildung zum Immobilienkaufmann oder zur Immobilienkauffrau mit Abschluss vor der IHK. Mit Abitur oder guten Leistungen lässt sie sich häufig verkürzen. Darauf bauen Weiterbildungen wie der Geprüfte Immobilienfachwirt oder der zertifizierte Verwalter auf. Alternativ führen Bachelor- und Masterstudiengänge in Immobilienwirtschaft oder Real Estate Management in den Beruf, besonders ins gewerbliche Property Management bei Investoren und Dienstleistern. Quereinsteiger kommen oft aus kaufmännischen Berufen, dem Steuer- und Rechnungswesen oder der Bankbranche und eignen sich Mietrecht und Abrechnungspraxis berufsbegleitend an. Für die Verwaltung von Wohnimmobilien auf eigene Rechnung ist eine Erlaubnis nach § 34c Gewerbeordnung nötig, verbunden mit einer regelmäßigen Weiterbildungspflicht.
Der Beruf verbindet Zahlenarbeit mit viel Kontakt zu Menschen, die nicht immer zufrieden sind. Mieter melden Schäden, streiten über Abrechnungen oder sind mit der Miete im Rückstand, Eigentümer erwarten Rendite und schnelle Berichte. Wer hier arbeitet, muss freundlich bleiben, auch wenn der Ton rau wird, und klar Grenzen setzen können. Mietrecht, Betriebskostenverordnung und Wohnungseigentumsgesetz ändern sich regelmäßig und müssen sicher angewendet werden. Spitzen entstehen zum Jahresende und bei den Nebenkostenabrechnungen, im Gewerbebereich zusätzlich zu Quartalsabschlüssen. Eigentümerversammlungen finden oft abends statt. Viele Verwalter betreuen große Bestände mit hoher Arbeitslast, was zu Überstunden und einer spürbaren Fluktuation in der Branche beiträgt.
Die Nachfrage nach qualifizierten Verwaltern und Property Managern ist hoch, viele Hausverwaltungen und Wohnungsunternehmen suchen dauerhaft Personal. Themen wie energetische Sanierung, ESG-Berichtspflichten und Digitalisierung der Verwaltung verändern die Arbeit und schaffen zusätzlichen Bedarf an Fachkräften, die sich darin auskennen. Entwicklungswege führen in die Teamleitung, ins Asset Management, in die Projektentwicklung oder in die Selbstständigkeit mit eigener Hausverwaltung. Spezialisierungen auf Gewerbeimmobilien oder WEG-Verwaltung sind verbreitet.
Üblich ist die dreijährige duale Ausbildung zum Immobilienkaufmann oder zur Immobilienkauffrau mit IHK-Abschluss, die sich mit Abitur oft auf zwei bis zweieinhalb Jahre verkürzen lässt. Alternativ führt ein Bachelorstudium in Immobilienwirtschaft oder Real Estate (meist sechs bis sieben Semester) in den Beruf. Aufstiegsfortbildungen wie der Geprüfte Immobilienfachwirt sind für Fach- und Führungspositionen verbreitet.
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Asset Manager in der Immobilienwirtschaft steuern Immobilien oder ganze Portfolios im Auftrag von Eigentümern und Investoren mit dem Ziel, Ertrag und Wert der Objekte zu sichern und zu steigern. Sie verbinden kaufmännische Analyse mit Entscheidungen über Vermietung, Investitionen, Ankauf und Verkauf.
Facility Manager planen, steuern und überwachen den Betrieb von Gebäuden und Anlagen – von der Haustechnik über Reinigung und Sicherheit bis zu Budget, Verträgen und Dienstleistersteuerung. Sie sorgen dafür, dass Büros, Kliniken, Produktionsstätten oder Wohnanlagen zuverlässig und wirtschaftlich funktionieren.
Immobilienmakler vermitteln Wohnungen, Häuser, Grundstücke und Gewerbeflächen zwischen Eigentümern und Käufern oder Mietern und erhalten dafür in der Regel eine erfolgsabhängige Provision. Die Arbeit verbindet Akquise, Objektbewertung, Besichtigungen und Vertragsvorbereitung.
Immobilienverwalter betreuen Wohn- und Gewerbeimmobilien im Auftrag von Eigentümern und Eigentümergemeinschaften. Sie kümmern sich um Mieter, Abrechnungen, Instandhaltung und die Umsetzung von Beschlüssen.
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