Enterprise Account Executive - B2B Sales / HubSpot / Forecast (m/w/d)
Wir machen KI, die im Ernstfall funktioniert – nicht auf der Konferenzbühne, sondern im Tagesgeschäft großer Organisatio...
Enterprise Account Executives verkaufen Software, Cloud-Dienste oder IT-Lösungen an Großunternehmen und Konzerne. Sie verantworten lange, komplexe Vertriebsprozesse von der ersten Ansprache bis zum Vertragsabschluss und arbeiten gegen ein jährliches Umsatzziel.
Vorbereitung, Recherche, CRM-Pflege, Angebotserstellung, interne Abstimmungen und ein großer Teil der Kundengespräche per Videokonferenz lassen sich von zu Hause erledigen. Anwesenheit verlangen dagegen wichtige Kundentermine, Workshops vor Ort, Vertragsverhandlungen in späten Phasen, Messen sowie Kick-offs und Trainings des eigenen Unternehmens. Bei vielen Software- und Cloud-Anbietern ist Homeoffice üblich, häufig als hybrides Modell mit zwei bis drei Bürotagen pro Woche; gebietsbezogene Stellen sind teils überwiegend von zu Hause aus organisiert, dann aber mit regelmäßigen Reisen zu den Kunden. Ganz von zu Hause, ohne Reisetätigkeit, arbeiten Enterprise Account Executives nur selten, weil große Kunden persönliche Treffen erwarten. Im Alltag bedeutet das ein ruhiges Arbeitszimmer mit guter Kamera und stabiler Leitung, Erreichbarkeit in den Geschäftszeiten der Kunden, sorgfältigen Umgang mit vertraulichen Preis- und Vertragsunterlagen und die Bereitschaft, kurzfristig für Termine anzureisen.
Das gilt für den Beruf insgesamt und nicht für jede Stelle. Ob ganz von zu Hause, überwiegend oder an einzelnen Tagen gearbeitet wird, steht in der jeweiligen Anzeige – darauf lohnt sich vor der Bewerbung ein genauer Blick.
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 5.500 € | 6.300 € | 7.500 € | 75.600 € | |
| Mit Berufserfahrung | 6.500 € | 7.800 € | 9.500 € | 93.600 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 8.000 € | 9.500 € | 12.000 € | 114.000 € |
Die Werte geben das Fixgehalt an; hinzu kommt eine variable Provision, die bei Zielerreichung oft 30 bis 50 Prozent der Gesamtvergütung ausmacht und das Jahreseinkommen stark schwanken lässt. Tarifverträge spielen kaum eine Rolle, entscheidend sind Unternehmensgröße, Höhe der Quote, Kundensegment und ob es sich um einen internationalen Softwarekonzern oder einen kleineren Anbieter handelt.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und gerundet. Sie gelten für eine Vollzeitstelle und für den Beruf insgesamt – im Büro wie von zu Hause. In Teilzeit verringert sich das Gehalt im Verhältnis der Stunden.
Das Jahresbrutto ist das 12-Fache des Monatswertes, ohne Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Im Einzelfall entscheiden Arbeitgeber, Tarifbindung, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Ein Enterprise Account Executive betreut im B2B-Vertrieb eine festgelegte Zahl großer Zielkunden oder ein Gebiet, meist Unternehmen mit mehreren tausend Beschäftigten. Die Arbeit beginnt mit der Recherche: Welche Abteilungen haben welches Problem, wer entscheidet, wer zahlt, wer kann ein Projekt blockieren. Danach folgen Erstgespräche, Bedarfsanalysen, Präsentationen vor Fachabteilung, IT und Einkauf, Workshops gemeinsam mit Solution Engineers, Angebotserstellung und Preisverhandlungen. Ein einzelner Abschluss zieht sich oft über sechs bis achtzehn Monate und umfasst Sicherheitsprüfungen, Datenschutzfragen, juristische Vertragsrunden und Freigaben bis in den Vorstand. Parallel pflegt der Account Executive die Pipeline im CRM-System, erstellt Umsatzprognosen für das Management und arbeitet mit Partnern wie Systemhäusern oder Beratungen zusammen. Bei Bestandskunden geht es um Vertragsverlängerungen und den Ausbau der Nutzung.
Eine festgelegte Ausbildung gibt es nicht. Viele kommen mit einem Studium der Wirtschaftswissenschaften, Wirtschaftsinformatik oder eines technischen Fachs, andere über eine kaufmännische Ausbildung und Berufserfahrung. Entscheidend ist fast immer die Vertriebslaufbahn: Der typische Weg führt über eine Stelle als Sales Development Representative, in der Termine für andere vereinbart werden, dann über Account Executive im Mittelstandssegment hin zu den großen Kunden. Für Enterprise-Positionen verlangen Arbeitgeber in der Regel mehrere Jahre nachweisbaren Vertriebserfolg, oft in derselben Branche. Quereinsteiger aus der IT-Beratung, dem Projektgeschäft oder dem Fachbereich einer Zielbranche schaffen den Wechsel, wenn sie Kundenkontakte und Verhandlungserfahrung mitbringen. Methodenschulungen wie MEDDICC oder Challenger Sale gehören bei vielen Arbeitgebern zur Einarbeitung.
Der Beruf wird an Zahlen gemessen. Ein großer Teil des Einkommens hängt vom Erreichen der Quote ab, und wer sie mehrere Quartale verfehlt, muss mit Gesprächen über die Zukunft der Stelle rechnen. Die Fluktuation ist entsprechend hoch, Wechsel nach zwei bis drei Jahren sind verbreitet. Zum Quartals- und Jahresende häufen sich Verhandlungen, Abendtermine und Wochenendarbeit an Verträgen. Hinzu kommen Reisen zu Kunden, Messen und internen Veranstaltungen, je nach Gebiet regelmäßig und mit Übernachtungen. Schwer fällt vielen, dass sich monatelange Arbeit durch eine Budgetkürzung oder einen Wechsel beim Kunden in Luft auflösen kann. Verlangt werden verhandlungssicheres Englisch, Verständnis für technische Zusammenhänge, Geduld mit langen Entscheidungswegen und die Fähigkeit, vor Führungskräften überzeugend aufzutreten.
Die Nachfrage nach erfahrenen Enterprise-Vertrieblern ist im Software- und Cloud-Umfeld stabil, schwankt aber mit der Konjunktur der Technologiebranche. In Phasen von Sparprogrammen bauen gerade Start-ups und internationale Anbieter Vertriebsteams kurzfristig ab. Wer belastbare Erfolge vorweisen kann, findet in der Regel schnell eine neue Stelle. Entwicklungswege führen zu besonders großen Kunden als Strategic oder Global Account Executive, in die Führung als Sales Manager oder Vertriebsleiter, in Partner- und Alliance-Management oder in die Unternehmensberatung. Branchenkenntnis, etwa in Finanzwesen, Industrie oder öffentlicher Verwaltung, erhöht die Chancen deutlich.
Üblich ist ein Studium der Wirtschaftswissenschaften, Wirtschaftsinformatik oder eines technischen Fachs von drei bis fünf Jahren oder eine dreijährige kaufmännische Ausbildung, gefolgt von mehreren Jahren Vertriebserfahrung. Meist führt der Weg über Sales Development und Account Executive im Mittelstandssegment, bevor nach etwa drei bis sechs Jahren die Betreuung von Großkunden folgt.
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