Automatisierungstechniker/innen (SCADA) (m/w/d)
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Automatisierungstechniker planen, programmieren und warten die Steuerungen, mit denen Maschinen und Anlagen selbsttätig arbeiten. Sie verbinden Elektrotechnik, Mechanik und Software und sind häufig bei der Inbetriebnahme vor Ort im Einsatz.
Programmieren, Simulieren, Schaltpläne zeichnen, Dokumentation schreiben und Angebote technisch ausarbeiten lassen sich am Rechner und damit grundsätzlich auch von zu Hause erledigen, ebenso Fernwartung über gesicherte Verbindungen zu Kundenanlagen. Inbetriebnahme, Fehlersuche an der Maschine, Tests im eigenen Haus und Abnahmen beim Kunden verlangen dagegen Anwesenheit und machen in vielen Stellen den größeren Teil der Arbeit aus. Homeoffice ist im Beruf deshalb in Teilen üblich, vor allem in Projektierungs- und Softwareabteilungen größerer Maschinenbauer, meist an einzelnen Tagen pro Woche; im Service, in der Instandhaltung und bei reisenden Inbetriebnehmern ist es die Ausnahme. Stellen, die ganz oder überwiegend von zu Hause ausgeübt werden, gibt es vor allem bei reiner Softwareentwicklung oder Fernservice und sind selten. Für die Arbeit zu Hause braucht es leistungsfähige Rechner mit Lizenzen der Engineering-Software, oft auch Testhardware, sowie sichere VPN-Zugänge, weil Steuerungsprogramme und Kundendaten vertraulich sind. Wer im Homeoffice programmiert, muss sich eng mit Konstruktion und Montage abstimmen und bei Störungen kurzfristig verfügbar sein.
Das gilt für den Beruf insgesamt und nicht für jede Stelle. Ob ganz von zu Hause, überwiegend oder an einzelnen Tagen gearbeitet wird, steht in der jeweiligen Anzeige – darauf lohnt sich vor der Bewerbung ein genauer Blick.
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 3.200 € | 3.700 € | 4.300 € | 44.400 € | |
| Mit Berufserfahrung | 3.800 € | 4.400 € | 5.100 € | 52.800 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 4.500 € | 5.200 € | 6.200 € | 62.400 € |
In tarifgebundenen Betrieben richtet sich das Gehalt nach den Tarifverträgen der Metall- und Elektroindustrie der IG Metall mit regional unterschiedlichen Entgeltgruppen, in nicht tarifgebundenen kleineren Betrieben und bei Dienstleistern liegt es oft spürbar darunter. Wer viel auf Montage reist, erhält zusätzlich Auslösungen und Zuschläge, die nicht in den Werten enthalten sind; Stellen mit hohem Homeoffice-Anteil liegen meist in der Projektierung und haben diese Zusatzeinkünfte entsprechend seltener.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und gerundet. Sie gelten für eine Vollzeitstelle und für den Beruf insgesamt – im Büro wie von zu Hause. In Teilzeit verringert sich das Gehalt im Verhältnis der Stunden.
Das Jahresbrutto ist das 12-Fache des Monatswertes, ohne Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Im Einzelfall entscheiden Arbeitgeber, Tarifbindung, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Automatisierungstechniker sorgen dafür, dass Produktionsanlagen, Verpackungsmaschinen, Förderstrecken oder Prüfstände ohne ständiges Eingreifen von Menschen laufen. Im Maschinen- und Anlagenbau erstellen sie Steuerungsprogramme für speicherprogrammierbare Steuerungen, meist mit Siemens TIA Portal, Beckhoff TwinCAT oder vergleichbaren Systemen. Sie legen Bedienoberflächen für die Maschinenbediener an, binden Sensoren, Antriebe, Roboter und Bussysteme ein und zeichnen Schaltpläne, häufig in EPLAN. Ein großer Teil der Arbeit entfällt auf Test und Inbetriebnahme: Ist eine Anlage aufgebaut, prüfen sie Signale, optimieren Abläufe, beheben Fehler und übergeben die Maschine mit Dokumentation an den Kunden. Im Service und in der Instandhaltung suchen sie Störungen, spielen Programmänderungen ein und schulen das Bedienpersonal. Je nach Stelle liegt der Schwerpunkt eher am Rechner in der Projektierung oder eher an der Anlage.
Die Berufsbezeichnung ist nicht geschützt und wird für unterschiedliche Qualifikationen verwendet. Ein häufiger Weg ist die dreieinhalbjährige duale Ausbildung zum Elektroniker für Automatisierungstechnik, alternativ Mechatroniker oder Elektroniker für Betriebstechnik. Viele Stellen setzen darauf aufbauend den staatlich geprüften Techniker der Fachrichtung Elektrotechnik oder Automatisierungstechnik voraus, der in Vollzeit zwei, berufsbegleitend etwa vier Jahre dauert. Wer ein Bachelorstudium in Automatisierungstechnik, Elektrotechnik oder Mechatronik abgeschlossen hat, arbeitet oft auf vergleichbaren Stellen, dann meist als Ingenieur bezeichnet. Quereinsteiger aus der Elektroinstallation oder der Instandhaltung kommen über Programmiererfahrung und Herstellerlehrgänge in den Beruf, Programmierkenntnisse allein reichen in der Regel nicht.
Die Arbeit erfordert ein genaues Verständnis davon, wie Mechanik, Elektrik und Software zusammenwirken, und die Geduld, Fehler systematisch einzugrenzen. Bei Inbetriebnahmen ist der Zeitdruck oft hoch, weil Liefertermine feststehen und Verzögerungen aus Konstruktion und Montage am Ende bei der Steuerungstechnik ankommen. In vielen Stellen des Anlagenbaus gehört Reisetätigkeit dazu, teils mehrere Wochen am Stück und auch ins Ausland, mit langen Tagen und Wochenendarbeit kurz vor der Abnahme. Englischkenntnisse sind bei internationalen Kunden üblich. In der Instandhaltung beim Anlagenbetreiber kommen Schichtdienst oder Rufbereitschaft hinzu. An der Maschine wird in Industriehallen mit Lärm gearbeitet, unter Beachtung der Sicherheitsvorschriften für elektrische Anlagen. Wer nicht reisen möchte, findet eher in der Projektierung, der Softwareentwicklung im Haus oder bei Betreibern mit festem Standort eine passende Stelle.
Die Nachfrage nach Fachkräften für Automatisierungstechnik ist seit Jahren hoch, weil Industriebetriebe ihre Fertigung weiter automatisieren und vernetzen und erfahrene Kräfte in den Ruhestand gehen. Schwankungen im Maschinenbau wirken sich zwar auf einzelne Arbeitgeber aus, der Bedarf insgesamt bleibt aber stabil. Entwicklungswege führen zur Projektleitung, in die Spezialisierung auf Robotik, Antriebstechnik, Prozessleittechnik oder Industrial IT und funktionale Sicherheit, in den technischen Vertrieb oder über ein Studium in Ingenieursfunktionen. Mit Meister- oder Technikerabschluss ist auch die Selbstständigkeit als Dienstleister für Programmierung und Inbetriebnahme verbreitet.
Üblich ist eine dreieinhalbjährige duale Ausbildung zum Elektroniker für Automatisierungstechnik oder in einem verwandten Elektroberuf. Viele Fachkräfte schließen danach die Weiterbildung zum staatlich geprüften Techniker der Fachrichtung Elektrotechnik oder Automatisierungstechnik an, die in Vollzeit zwei und berufsbegleitend etwa vier Jahre dauert. Alternativ führt ein Bachelorstudium in Automatisierungstechnik oder Elektrotechnik in sieben Semestern zu vergleichbaren Aufgaben.
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Elektrotechniker planen, projektieren und prüfen elektrische Anlagen und Steuerungen, im Maschinen- und Anlagenbau vor allem Schaltschränke, Antriebe und Automatisierungstechnik. Der Beruf ist meist eine Aufstiegsfortbildung zum staatlich geprüften Techniker nach einer elektrotechnischen Ausbildung.
Mechatroniker bauen, installieren, warten und reparieren Maschinen und Anlagen, in denen mechanische, elektrische und elektronische Bauteile zusammenarbeiten. Sie arbeiten vor allem in Industriebetrieben, im Anlagenbau und im Kundendienst.
SPS-Programmierer entwickeln die Steuerungssoftware für Maschinen und automatisierte Anlagen, testen sie und nehmen sie vor Ort in Betrieb. Sie arbeiten vor allem im Maschinen- und Anlagenbau, bei Engineering-Dienstleistern und in der Produktion.
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