Wirtschaftsprüfer (m/w/d)
Herzlich willkommen bei Pelka, einer interdisziplinären, mittelständischen Sozietät aus Rechtsanwältinnen, Wirtschaftspr...
Wirtschaftsprüfer prüfen Jahres- und Konzernabschlüsse von Unternehmen und bestätigen mit ihrem Testat, ob diese den gesetzlichen Vorschriften entsprechen. Daneben beraten sie in Fragen der Rechnungslegung, zu Steuern und bei Unternehmenstransaktionen.
Ein Teil der Arbeit lässt sich von zu Hause erledigen: Arbeitspapiere erstellen und durchsehen, Daten aus der Buchhaltung des Mandanten analysieren, Berichte schreiben und Abstimmungen per Videokonferenz führen. Anwesenheit verlangen dagegen Inventurbeobachtungen, Gespräche mit Buchhaltung und Geschäftsführung, Prüfungen vor Ort in den Hauptphasen und Schlussbesprechungen, viele Gesellschaften erwarten zudem Präsenz im eigenen Büro an festen Tagen. Seit einigen Jahren ist mobiles Arbeiten an zwei bis drei Tagen pro Woche außerhalb der Vor-Ort-Phasen in vielen Prüfungsgesellschaften üblich, eine Tätigkeit ganz von zu Hause bleibt die Ausnahme. In der Busy Season verschiebt sich der Anteil oft deutlich zum Mandanten hin. Wer von zu Hause arbeitet, unterliegt der beruflichen Verschwiegenheitspflicht, braucht einen abgeschlossenen Arbeitsplatz und arbeitet über gesicherte Verbindungen und Datenräume, die der Arbeitgeber vorgibt.
Das gilt für den Beruf insgesamt und nicht für jede Stelle. Ob ganz von zu Hause, überwiegend oder an einzelnen Tagen gearbeitet wird, steht in der jeweiligen Anzeige – darauf lohnt sich vor der Bewerbung ein genauer Blick.
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 5.800 € | 6.800 € | 8.000 € | 81.600 € | |
| Mit Berufserfahrung | 6.800 € | 8.200 € | 10.000 € | 98.400 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 8.500 € | 10.500 € | 14.000 € | 126.000 € |
Einen allgemeinen Tarifvertrag gibt es nicht, die Gehälter werden frei verhandelt und hängen vor allem von Größe und Art des Arbeitgebers ab: Große Prüfungsgesellschaften zahlen meist mehr als kleine Kanzleien, Prüfungsverbände orientieren sich teils an eigenen Vergütungsordnungen. Partner und selbständige Wirtschaftsprüfer liegen mit gewinnabhängigen Einkünften oft deutlich über den angegebenen Werten, und Gehalt und Homeoffice-Möglichkeiten unterscheiden sich weniger nach Arbeitsort als nach Arbeitgeber.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und gerundet. Sie gelten für eine Vollzeitstelle und für den Beruf insgesamt – im Büro wie von zu Hause. In Teilzeit verringert sich das Gehalt im Verhältnis der Stunden.
Das Jahresbrutto ist das 12-Fache des Monatswertes, ohne Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Im Einzelfall entscheiden Arbeitgeber, Tarifbindung, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Im Mittelpunkt steht die gesetzliche Abschlussprüfung. Wirtschaftsprüfer planen Prüfungen anhand einer Risikoanalyse, prüfen Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht nach HGB oder IFRS und beurteilen das interne Kontrollsystem des Mandanten. Sie werten Stichproben aus, holen Saldenbestätigungen ein, beobachten Inventuren, sprechen mit Buchhaltung und Geschäftsführung und dokumentieren jeden Schritt in der Prüfungssoftware. Am Ende stehen der Prüfungsbericht und der Bestätigungsvermerk, den nur bestellte Wirtschaftsprüfer unterzeichnen dürfen. In größeren Prüfungsteams führen sie Prüfungsassistenten an, verteilen Prüffelder und sehen Arbeitspapiere durch. Hinzu kommen je nach Arbeitgeber Sonderprüfungen, Due-Diligence-Prüfungen bei Unternehmenskäufen, Bewertungsgutachten, Prüfungen nach Kreditwesen- oder Versicherungsrecht, Nachhaltigkeitsberichterstattung und steuerliche Beratung.
Der Titel ist gesetzlich geschützt und setzt die Bestellung durch die Wirtschaftsprüferkammer voraus. Üblich ist ein Hochschulstudium, meist Betriebswirtschaft, Wirtschaftswissenschaften oder Wirtschaftsrecht, danach mehrjährige praktische Tätigkeit, überwiegend in der Abschlussprüfung. Nach der Wirtschaftsprüferordnung sind bei einem Studium mit einer Regelstudienzeit von mindestens vier Jahren drei Jahre Praxis nötig, sonst länger. Anschließend folgt das Wirtschaftsprüfungsexamen mit schriftlichen Klausuren und mündlicher Prüfung in Prüfungswesen, Betriebswirtschaft, Wirtschaftsrecht und Steuerrecht. Die Durchfallquoten sind hoch, die Vorbereitung läuft meist neben dem Beruf über Lehrgänge. Teile des Examens lassen sich über spezielle Masterstudiengänge anrechnen. Steuerberater können ein verkürztes Examen ablegen. Ein Quereinstieg ohne Examen ist nicht möglich, wohl aber eine Tätigkeit als Prüfungsassistent, die in den Beruf hineinführt.
Die Arbeitslast verteilt sich ungleich. Von Januar bis April, in der sogenannten Busy Season, fallen die meisten Abschlussprüfungen an, Überstunden und Wochenendarbeit sind dann in vielen Gesellschaften üblich. Hinzu kommen Reisen zu Mandanten, bei überregionalen Prüfungen auch mit Übernachtungen. Die Verantwortung ist erheblich: Wer ein Testat unterschreibt, haftet berufsrechtlich, und die Prüfungen unterliegen der Qualitätskontrolle der Aufsicht. Verlangt werden genaues Arbeiten über lange Strecken, Durchsetzungsvermögen gegenüber Geschäftsführungen, die ein anderes Ergebnis erwarten, und laufende Fortbildung, weil sich Rechnungslegungs- und Prüfungsstandards ständig ändern. In großen Prüfungsgesellschaften ist die Fluktuation hoch, viele wechseln nach einigen Jahren in Industrie oder Finanzabteilungen.
Die Nachfrage ist stabil bis steigend, die Zahl der Berufsträger wächst dagegen kaum, weil viele Berufseinsteiger das Examen nicht ablegen. Neue Pflichten wie die Prüfung von Nachhaltigkeitsberichten und die zunehmende Datenanalyse in der Prüfung verändern das Berufsbild. Entwicklungswege führen zum Manager, Senior Manager und Partner in einer Prüfungsgesellschaft, in die eigene Praxis, zu Prüfungsverbänden von Genossenschaften und Sparkassen oder in leitende Positionen im Rechnungswesen, Controlling und in der internen Revision von Unternehmen.
Üblich sind ein wirtschaftswissenschaftliches Studium und anschließend mindestens drei Jahre praktische Tätigkeit, überwiegend in der Abschlussprüfung. Danach folgt das Wirtschaftsprüfungsexamen, auf das sich die meisten über ein bis zwei Jahre berufsbegleitend vorbereiten, und die Bestellung durch die Wirtschaftsprüferkammer; insgesamt dauert der Weg nach dem Studium meist vier bis sechs Jahre.
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Prüfungsassistenten arbeiten in Wirtschaftsprüfungsgesellschaften im Team an der Prüfung von Jahres- und Konzernabschlüssen mit. Sie prüfen Belege, Konten und Abläufe bei Mandanten und dokumentieren die Ergebnisse für den verantwortlichen Wirtschaftsprüfer.
Steuerberater beraten Unternehmen und Privatpersonen in steuerlichen Fragen, erstellen Steuererklärungen und Jahresabschlüsse und vertreten Mandanten gegenüber Finanzämtern und Finanzgerichten. Der Beruf setzt eine staatliche Prüfung und die Bestellung durch die Steuerberaterkammer voraus.
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