Prüfungsassistent - Steuerberatung / Wirtschaftsprüfung / Rechnungslegung (m/w/d)
Unsere Unternehmung bündelt das Know-How und die Kompetenz einer umfassenden Gesamtbetreuung von über 60 Jahren rund um...
Prüfungsassistenten arbeiten in Wirtschaftsprüfungsgesellschaften im Team an der Prüfung von Jahres- und Konzernabschlüssen mit. Sie prüfen Belege, Konten und Abläufe bei Mandanten und dokumentieren die Ergebnisse für den verantwortlichen Wirtschaftsprüfer.
Die Dokumentation in der Prüfungssoftware, die Analyse digital bereitgestellter Daten, Abstimmungen im Team per Videokonferenz und Teile der Berichtsarbeit lassen sich von zu Hause erledigen, sofern der Mandant seine Unterlagen über Datenräume oder Schnittstellen zur Verfügung stellt. Inventurbeobachtungen, Gespräche mit der Buchhaltung, die Sichtung von Originalunterlagen und Kontrolltests in den Abläufen verlangen dagegen in vielen Mandaten Anwesenheit beim Mandanten. Seit der Pandemie ist hybrides Arbeiten in größeren und mittelgroßen Gesellschaften in Teilen üblich, meist an einzelnen Tagen pro Woche und abhängig von Mandat, Prüfungsphase und Teamleitung; in der Busy Season und bei neuen Mandaten ist die Präsenz beim Kunden oft höher. Eine Stelle, die ganz oder überwiegend von zu Hause ausgeübt wird, ist in diesem Beruf die Ausnahme, vor allem für Berufseinsteiger, die in den ersten Jahren viel durch Mitarbeit vor Ort lernen. Wer von zu Hause arbeitet, unterliegt derselben beruflichen Verschwiegenheit wie im Büro, arbeitet über gesicherte Verbindungen mit Firmenhardware und muss für das Team und den Mandanten während der vereinbarten Zeiten erreichbar sein.
Das gilt für den Beruf insgesamt und nicht für jede Stelle. Ob ganz von zu Hause, überwiegend oder an einzelnen Tagen gearbeitet wird, steht in der jeweiligen Anzeige – darauf lohnt sich vor der Bewerbung ein genauer Blick.
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 3.400 € | 4.000 € | 4.700 € | 48.000 € | |
| Mit Berufserfahrung | 4.300 € | 5.200 € | 6.500 € | 62.400 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 5.800 € | 7.000 € | 9.000 € | 84.000 € |
Einen Tarifvertrag gibt es im Prüfungswesen nicht; die Gehälter werden frei verhandelt und hängen vor allem von der Größe der Gesellschaft ab, wobei große internationale Gesellschaften und Standorte wie Frankfurt, München oder Hamburg am oberen Rand liegen. Deutliche Sprünge bringen die Beförderung zum Prüfungsleiter und abgelegte Berufsexamen; wie Überstunden in der Busy Season vergütet oder ausgeglichen werden, unterscheidet sich stark zwischen den Arbeitgebern.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und gerundet. Sie gelten für eine Vollzeitstelle und für den Beruf insgesamt – im Büro wie von zu Hause. In Teilzeit verringert sich das Gehalt im Verhältnis der Stunden.
Das Jahresbrutto ist das 12-Fache des Monatswertes, ohne Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Im Einzelfall entscheiden Arbeitgeber, Tarifbindung, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Prüfungsassistenten sind die Einstiegsebene in der Abschlussprüfung. Sie arbeiten in einem Prüfungsteam unter einem Prüfungsleiter und einem verantwortlichen Wirtschaftsprüfer und übernehmen abgegrenzte Prüffelder eines Jahresabschlusses, etwa Forderungen, Vorräte, Rückstellungen oder Umsatzerlöse. Dazu gehört, Salden mit Belegen abzugleichen, Saldenbestätigungen bei Banken und Geschäftspartnern einzuholen, Stichproben zu ziehen, Bewertungen nachzurechnen und Kontrollen in den Abläufen des Mandanten zu testen. Bei Inventuren sind sie oft vor Ort und beobachten die Zählung. Jeder Prüfungsschritt wird in Arbeitspapieren in der Prüfungssoftware dokumentiert, damit er für Prüfungsleitung, Qualitätssicherung und spätere Kontrollen nachvollziehbar ist. Rückfragen an die Buchhaltung des Mandanten gehören ebenso zum Alltag wie die Mitarbeit an Prüfungsberichten. Außerhalb der Hauptsaison kommen Vorprüfungen, Sonderprüfungen, Due-Diligence-Projekte oder prüfungsnahe Beratung hinzu.
Der übliche Weg ist ein abgeschlossenes Studium der Betriebswirtschaftslehre, Wirtschaftswissenschaften oder des Wirtschaftsrechts, häufig mit Schwerpunkt Rechnungslegung, Prüfungswesen oder Steuern. Bachelorabsolventen werden ebenso eingestellt wie Masterabsolventen; einige Gesellschaften bieten duale Studiengänge mit Praxisphasen in der Prüfung an. Ein Quereinstieg ist für Steuerfachangestellte oder Bilanzbuchhalter mit Berufserfahrung möglich, vor allem in kleineren und mittelgroßen Kanzleien. Eine Einarbeitung erfolgt in der Regel über interne Schulungen und die Arbeit an realen Mandaten. Wer langfristig im Prüfungswesen bleiben will, sammelt hier die Berufspraxis, die für die Zulassung zum Steuerberater- und zum Wirtschaftsprüferexamen nötig ist.
Die Arbeit folgt einem ausgeprägten Jahresrhythmus. Von Januar bis etwa April, in der sogenannten Busy Season, ballen sich die Abschlussprüfungen; Überstunden und lange Tage sind in dieser Zeit in vielen Gesellschaften die Regel, nicht die Ausnahme. Hinzu kommt Reisetätigkeit zu Mandanten, je nach Gesellschaft auch mit Übernachtungen über mehrere Tage. Die Teams wechseln von Mandat zu Mandat, was Abwechslung bringt, aber ständige Einarbeitung in neue Unternehmen und Ansprechpartner verlangt. Gefordert sind Genauigkeit, ein sicherer Umgang mit Zahlen und Tabellen, Kenntnisse in HGB und oft IFRS sowie die Fähigkeit, bei Mandanten hartnäckig, aber höflich nachzufragen. Die Fluktuation in den ersten Berufsjahren ist hoch; viele wechseln nach einigen Jahren in Rechnungswesen, Controlling oder interne Revision von Unternehmen. Wer parallel Berufsexamen vorbereitet, trägt über Jahre eine doppelte Belastung.
Die Nachfrage nach Prüfungsassistenten ist hoch, da Wirtschaftsprüfungsgesellschaften seit Jahren Nachwuchs suchen und die Zahl der Berufsträger zurückgeht. Neue Anforderungen wie die Prüfung von Nachhaltigkeitsberichten und IT-gestützte Prüfungsmethoden erweitern das Aufgabenfeld. Der typische Weg führt nach zwei bis drei Jahren zum Senior oder Prüfungsleiter, später zum Manager. Mit Steuerberater- oder Wirtschaftsprüferexamen sind Positionen als Berufsträger, Prokurist oder Partner erreichbar. Die im Prüfungswesen erworbene Erfahrung ist zudem in Industrie und Finanzwirtschaft gefragt.
Üblich ist ein Bachelor- oder Masterstudium der Wirtschaftswissenschaften von drei bis fünf Jahren, häufig mit Schwerpunkt Prüfungswesen oder Rechnungslegung, alternativ ein duales Studium in Kooperation mit einer Prüfungsgesellschaft. Nach mehreren Jahren Berufspraxis können das Steuerberater- und das Wirtschaftsprüferexamen abgelegt werden.
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Bilanzbuchhalter verantworten das Rechnungswesen eines Unternehmens oder betreuen es für Mandanten: von der laufenden Buchführung über Monats- und Quartalsabschlüsse bis zur Erstellung von Jahresabschlüssen nach HGB, teils auch nach IFRS.
Controller planen, steuern und überwachen die Zahlen eines Unternehmens: Sie erstellen Budgets und Forecasts, analysieren Abweichungen und liefern der Geschäftsführung die Grundlage für Entscheidungen. In Industriebetrieben stehen dabei oft Herstellkosten, Kalkulation und Werksergebnisse im Mittelpunkt.
Steuerberater beraten Unternehmen und Privatpersonen in steuerlichen Fragen, erstellen Steuererklärungen und Jahresabschlüsse und vertreten Mandanten gegenüber Finanzämtern und Finanzgerichten. Der Beruf setzt eine staatliche Prüfung und die Bestellung durch die Steuerberaterkammer voraus.
Wirtschaftsprüfer prüfen Jahres- und Konzernabschlüsse von Unternehmen und bestätigen mit ihrem Testat, ob diese den gesetzlichen Vorschriften entsprechen. Daneben beraten sie in Fragen der Rechnungslegung, zu Steuern und bei Unternehmenstransaktionen.
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