Vertriebsmitarbeiter im Innen-/Außendienst (m/w/d)
Die H. Gautzsch Firmengruppe ist ein Verbund führender mittelständischer Fachgroßhandlungen mit mehr als 70 Standorten...
Vertriebsmitarbeiter im Innen- und Außendienst verkaufen technische Produkte wie Sensoren, Messgeräte, Antriebe oder optische Komponenten an Industriekunden, betreuen bestehende Kunden und gewinnen neue. Im Innendienst laufen Angebote, Aufträge und Anfragen zusammen, im Außendienst findet der Kontakt vor Ort beim Kunden statt.
Im Innendienst lassen sich Angebote erstellen, Aufträge im ERP-System erfassen, E-Mails beantworten und Kundentelefonate führen grundsätzlich auch von zu Hause, vorausgesetzt das Unternehmen bietet Fernzugriff auf die Systeme und eine Telefonanlage mit Weiterleitung. In vielen mittelständischen Industriebetrieben ist das an einzelnen Tagen pro Woche möglich, oft erst nach der Einarbeitung; ein Innendienst überwiegend oder ganz von zu Hause ist eher die Ausnahme, weil kurze Wege zu Technik, Lager und Versand gebraucht werden. Im Außendienst bedeutet „Homeoffice“ in Anzeigen meist etwas anderes: Die Stelle hat keinen Firmenstandort im Gebiet, Büroarbeit wie Berichte und Tourenplanung wird von zu Hause erledigt, der größere Teil der Arbeitszeit findet aber beim Kunden, im Auto oder auf Messen statt. Wer zu Hause arbeitet, braucht einen ruhigen Platz für Telefonate, muss Kundendaten und Preisinformationen vertraulich behandeln und zu festen Zeiten erreichbar sein. Präsenztage für Teambesprechungen, Produktschulungen und Abstimmungen mit der Technik sind in beiden Bereichen üblich.
Das gilt für den Beruf insgesamt und nicht für jede Stelle. Ob ganz von zu Hause, überwiegend oder an einzelnen Tagen gearbeitet wird, steht in der jeweiligen Anzeige – darauf lohnt sich vor der Bewerbung ein genauer Blick.
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.900 € | 3.400 € | 4.100 € | 40.800 € | |
| Mit Berufserfahrung | 3.500 € | 4.300 € | 5.300 € | 51.600 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 4.300 € | 5.400 € | 7.000 € | 64.800 € |
In tarifgebundenen Betrieben gilt meist der Tarifvertrag der Metall- und Elektroindustrie (IG Metall), der deutlich über ungebundenen kleineren Firmen liegt. Der Außendienst verdient in der Regel mehr als der Innendienst, oft mit einem variablen Anteil von zehn bis dreißig Prozent und Dienstwagen, die in den Zahlen nicht enthalten sind; Stellen mit überwiegend häuslichem Arbeitsplatz finden sich eher im niedriger bezahlten Innendienst.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und gerundet. Sie gelten für eine Vollzeitstelle und für den Beruf insgesamt – im Büro wie von zu Hause. In Teilzeit verringert sich das Gehalt im Verhältnis der Stunden.
Das Jahresbrutto ist das 12-Fache des Monatswertes, ohne Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Im Einzelfall entscheiden Arbeitgeber, Tarifbindung, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
In der Elektrotechnik, Feinmechanik und Optik geht es selten um Produkte aus dem Katalog. Kunden sind Maschinenbauer, Automobilzulieferer, Labore oder Medizintechnikhersteller, die eine Lösung für eine konkrete Anwendung suchen. Der Innendienst nimmt Anfragen entgegen, klärt technische Details mit der Entwicklung oder Fertigung, kalkuliert Preise, schreibt Angebote und verfolgt sie nach. Er pflegt Kundendaten im CRM- oder ERP-System, bearbeitet Aufträge, stimmt Liefertermine ab und kümmert sich um Reklamationen. Der Außendienst besucht Kunden in einem festen Verkaufsgebiet, stellt Produkte vor, verhandelt Konditionen, betreut Messen und sucht gezielt nach neuen Abnehmern. Beide Seiten arbeiten eng zusammen: Der Außendienst bringt Projekte herein, der Innendienst sorgt dafür, dass sie sauber abgewickelt werden. In kleineren Betrieben übernimmt eine Person oft beides.
Einen festgelegten Ausbildungsweg gibt es nicht. Häufig ist eine kaufmännische Ausbildung, etwa zum Industriekaufmann oder Kaufmann im Groß- und Außenhandelsmanagement, mit anschließender Erfahrung im Vertrieb. Gerade in technischen Branchen kommen viele aus einer technischen Ausbildung, etwa als Elektroniker, Mechatroniker oder Feinoptiker, und wechseln in den Vertrieb, oft ergänzt durch eine Weiterbildung zum Technischen Fachwirt oder Technischen Betriebswirt. Für den technischen Außendienst bevorzugen manche Unternehmen ein Studium der Elektrotechnik, des Wirtschaftsingenieurwesens oder der Physik. Quereinsteiger mit Verkaufserfahrung aus anderen Branchen haben im Innendienst bessere Chancen als im erklärungsbedürftigen Außendienst, müssen sich aber in die Produkttechnik einarbeiten.
Vertrieb wird an Zahlen gemessen. Umsatzziele, Quartalsabschlüsse und Provisionsmodelle erzeugen Druck, der nicht jedem liegt. Im Außendienst gehören lange Autofahrten, Übernachtungen und Termine an mehreren Tagen pro Woche zum Alltag, je nach Gebietsgröße auch Auslandsreisen und Messeeinsätze am Wochenende. Die Arbeitszeiten richten sich nach den Kunden und sind schwer planbar. Der Innendienst arbeitet regelmäßiger, steht aber unter Termindruck, wenn Angebote schnell rausgehen müssen oder Lieferungen hängen. Verlangt werden technisches Verständnis, Geduld mit Rückfragen, Verhandlungsgeschick und die Fähigkeit, auch nach Absagen weiterzumachen. Englisch ist in exportstarken Betrieben meist Pflicht. Die Fluktuation im Vertrieb ist höher als in vielen anderen kaufmännischen Berufen.
Technische Vertriebsleute mit Produktverständnis sind gesucht, weil die Branche viele erklärungsbedürftige Produkte verkauft und erfahrene Kräfte in den Ruhestand gehen. Wer technisches Wissen und kaufmännisches Geschick verbindet, findet in der Regel gut eine Stelle. Entwicklungswege führen vom Innen- in den Außendienst, zum Key-Account-Management für Großkunden, in die Gebiets- oder Vertriebsleitung oder ins Produktmanagement. Der Vertrieb wird zunehmend digitaler: Videotermine, Onlineshops für Standardteile und CRM-gestützte Kundenbetreuung verändern die Arbeit, ersetzen den persönlichen Kontakt bei komplexen Projekten aber bislang nicht.
Üblich ist eine dreijährige kaufmännische Ausbildung, etwa zum Industriekaufmann, oder eine dreieinhalbjährige technische Ausbildung, etwa zum Elektroniker, mit anschließender Vertriebserfahrung. Viele ergänzen das durch eine berufsbegleitende Weiterbildung zum Technischen Fachwirt oder Technischen Betriebswirt, die je nach Form ein bis drei Jahre dauert. Für anspruchsvolle Außendienststellen wird teils ein Bachelorstudium in Elektrotechnik oder Wirtschaftsingenieurwesen verlangt.
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Produktmanager verantworten ein Produkt oder eine Produktlinie über den gesamten Lebenszyklus, von der Marktanalyse über die Entwicklung bis zur Markteinführung und Pflege. In der Elektrotechnik, Feinmechanik und Optik bilden sie die Schnittstelle zwischen Entwicklung, Vertrieb, Produktion und Kunden.
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