Steuerfachangestellter; Steuerfachwirt, Bilanzbuchhalter (m/w/d)
Das Steuerbüro Schreiber ist seit über 30 Jahren ein zuverlässiger Partner im Bereich steuerlicher Dienstleistungen und...
Steuerfachangestellte, Steuerfachwirte und Bilanzbuchhalter erstellen Finanzbuchhaltungen, Lohnabrechnungen, Jahresabschlüsse und Steuererklärungen, meist in Steuerkanzleien, als Bilanzbuchhalter auch in Unternehmen. Die drei Bezeichnungen stehen für eine Ausbildung und zwei darauf aufbauende Fortbildungsstufen.
Buchhaltung, Lohnabrechnung, Abschlussarbeiten und Steuererklärungen lassen sich weitgehend am Bildschirm erledigen, weil viele Kanzleien und Unternehmen Belege digital austauschen und über Cloud- oder Rechenzentrumslösungen arbeiten. In vielen Kanzleien ist Homeoffice inzwischen an zwei bis drei Tagen pro Woche üblich, Stellen ganz von zu Hause gibt es ebenfalls, sie sind aber nicht die Regel und werden eher erfahrenen Kräften angeboten. Anwesenheit verlangen Mandantengespräche, die Bearbeitung von Papierbelegen und Post, die Einarbeitung sowie in vielen Kanzleien die Ausbildung, die praktisch ohne Präsenz kaum möglich ist. Kanzleien, die noch überwiegend mit Papierakten arbeiten, bieten oft nur wenig oder gar kein Homeoffice an. Zu Hause gelten dieselben Anforderungen an Datenschutz und Verschwiegenheit wie im Büro: abschließbarer Arbeitsplatz, gesicherter Zugang zur Kanzleisoftware, keine Mandantendaten auf privaten Geräten. Erwartet wird außerdem Erreichbarkeit zu Bürozeiten für Mandanten und Kollegen, gerade in Fristphasen.
Das gilt für den Beruf insgesamt und nicht für jede Stelle. Ob ganz von zu Hause, überwiegend oder an einzelnen Tagen gearbeitet wird, steht in der jeweiligen Anzeige – darauf lohnt sich vor der Bewerbung ein genauer Blick.
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.600 € | 3.100 € | 3.700 € | 37.200 € | |
| Mit Berufserfahrung | 3.300 € | 3.900 € | 4.800 € | 46.800 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 4.200 € | 5.000 € | 6.500 € | 60.000 € |
Einen allgemeinverbindlichen Tarifvertrag gibt es für Steuerkanzleien nicht, die Steuerberaterkammern veröffentlichen lediglich Gehaltsempfehlungen, sodass frei verhandelt wird. Am stärksten wirkt die Qualifikationsstufe: Steuerfachwirte und Bilanzbuchhalter verdienen deutlich mehr als Steuerfachangestellte, Bilanzbuchhalter in größeren Unternehmen und in Großstädten liegen meist am oberen Rand, kleine Kanzleien auf dem Land eher am unteren.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und gerundet. Sie gelten für eine Vollzeitstelle und für den Beruf insgesamt – im Büro wie von zu Hause. In Teilzeit verringert sich das Gehalt im Verhältnis der Stunden.
Das Jahresbrutto ist das 12-Fache des Monatswertes, ohne Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Im Einzelfall entscheiden Arbeitgeber, Tarifbindung, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Der Kern der Arbeit ist das Rechnungswesen von Mandanten oder des eigenen Unternehmens. Steuerfachangestellte kontieren Belege, buchen laufende Geschäftsvorfälle, erstellen Umsatzsteuervoranmeldungen und Lohnabrechnungen und bereiten Einkommensteuererklärungen vor. Sie prüfen Steuerbescheide, schreiben Einsprüche nach Vorgabe und klären Rückfragen von Mandanten am Telefon oder per E-Mail. Steuerfachwirte übernehmen anspruchsvollere Fälle: Jahresabschlüsse von Personen- und Kapitalgesellschaften, betriebliche Steuererklärungen, die Vorbereitung von Betriebsprüfungen und oft die fachliche Anleitung von Auszubildenden. Bilanzbuchhalter arbeiten häufiger in Unternehmen. Sie verantworten dort die Finanzbuchhaltung, erstellen Monats- und Jahresabschlüsse nach HGB, teils auch nach internationalen Standards, stimmen sich mit Steuerberatern und Wirtschaftsprüfern ab und liefern Zahlen für Controlling und Geschäftsführung. Gearbeitet wird fast durchgehend mit Fachsoftware, in Kanzleien überwiegend mit DATEV.
Der Einstieg ist die dreijährige duale Ausbildung zum Steuerfachangestellten in einer Steuerkanzlei, mit Abschlussprüfung vor der Steuerberaterkammer. Mit mittlerer Reife ist sie möglich, viele Auszubildende haben Abitur, eine Verkürzung ist dann häufig. Nach mehreren Jahren Berufspraxis folgt die Fortbildung zum Steuerfachwirt, ebenfalls mit Prüfung vor der Steuerberaterkammer, meist berufsbegleitend über ein bis zwei Jahre. Der geprüfte Bilanzbuchhalter ist eine Fortbildung mit IHK-Prüfung, die eine kaufmännische Ausbildung und Berufserfahrung im Rechnungswesen voraussetzt. Quereinsteiger aus anderen kaufmännischen Berufen finden über die Buchhaltung Zugang, für die Steuerdeklaration verlangen Kanzleien aber in der Regel die Fachausbildung. Wer weiter will, kann nach entsprechender Praxiszeit die Steuerberaterprüfung ablegen.
Die Arbeit ist an Fristen gebunden: Voranmeldungen jeden Monat, Lohnabrechnungen zu festen Terminen, Jahresabschlüsse und Erklärungen bis zu den gesetzlichen Abgabeterminen. In den Hochphasen, vor allem im ersten Halbjahr und vor Fristende, sind Überstunden in vielen Kanzleien üblich. Verlangt werden Genauigkeit, Konzentration über lange Bildschirmphasen und die Bereitschaft, sich ständig mit Gesetzesänderungen, neuen Verwaltungsanweisungen und Softwareumstellungen zu befassen. Schwer fällt vielen der Umgang mit unvollständigen oder verspätet eingereichten Unterlagen von Mandanten und das gleichzeitige Bearbeiten vieler Fälle. Es gilt eine strenge Verschwiegenheitspflicht. Körperlich ist die Tätigkeit wenig belastend, dafür einseitig sitzend.
Die Nachfrage ist hoch und seit Jahren höher als das Angebot an Fachkräften, Kanzleien und Unternehmen suchen bundesweit. Die Digitalisierung verändert den Beruf: Belege werden zunehmend automatisch erfasst und vorkontiert, einfache Buchungsarbeit nimmt ab, Prüfung, Beratung und Abschlussarbeiten gewinnen an Gewicht. Entwicklungswege führen vom Steuerfachangestellten zum Steuerfachwirt oder Bilanzbuchhalter, weiter zur Teamleitung, zur Spezialisierung etwa auf Lohn oder internationale Rechnungslegung, in die Finanzabteilung eines Unternehmens oder über die Steuerberaterprüfung in die Selbstständigkeit.
Üblich ist die dreijährige duale Ausbildung zum Steuerfachangestellten mit Abschlussprüfung vor der Steuerberaterkammer. Nach mehrjähriger Berufspraxis folgt berufsbegleitend die Fortbildung zum Steuerfachwirt (Steuerberaterkammer) oder zum geprüften Bilanzbuchhalter (IHK), die jeweils etwa ein bis zwei Jahre dauert.
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einer familiengeführten Steuerberatungskanzlei, die seit 50 Jahren mittelständische Unternehmen unterschiedlicher Branch...
Buchhalter erfassen und prüfen die Geschäftsvorfälle eines Unternehmens, führen die Konten und bereiten Monats- und Jahresabschlüsse vor. Viele arbeiten in Steuerkanzleien und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften und betreuen dort die Buchhaltung mehrerer Mandanten.
Controller planen, steuern und überwachen die Zahlen eines Unternehmens: Sie erstellen Budgets und Forecasts, analysieren Abweichungen und liefern der Geschäftsführung die Grundlage für Entscheidungen. In Industriebetrieben stehen dabei oft Herstellkosten, Kalkulation und Werksergebnisse im Mittelpunkt.
Finanzbuchhalter erfassen und prüfen die Geschäftsvorfälle eines Unternehmens, führen Haupt- und Nebenbücher und bereiten Monats- und Jahresabschlüsse vor. Sie arbeiten in Unternehmen oder in Kanzleien für Steuerberatung und Wirtschaftsprüfung.
Lohn- und Gehaltsbuchhalter erstellen die monatlichen Entgeltabrechnungen für Beschäftigte, melden Sozialversicherungsbeiträge und Lohnsteuer und halten die Personalstammdaten aktuell. Sie arbeiten in Unternehmen, Steuerberatungskanzleien und bei Abrechnungsdienstleistern.
Steuerberater beraten Unternehmen und Privatpersonen in steuerlichen Fragen, erstellen Steuererklärungen und Jahresabschlüsse und vertreten Mandanten gegenüber Finanzämtern und Finanzgerichten. Der Beruf setzt eine staatliche Prüfung und die Bestellung durch die Steuerberaterkammer voraus.
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