Homeoffice

Wie viel davon geht von zu Hause?

Die Kerntätigkeiten des Berufs – Gäste bedienen, Getränke ausschenken, Tische eindecken, kassieren – sind an den Gastraum, die Theke oder den Veranstaltungsort gebunden und lassen sich nicht von zu Hause erledigen. Homeoffice ist in diesem Beruf damit die seltene Ausnahme; selbst in leitenden Positionen beschränkt es sich allenfalls auf einzelne Aufgaben wie Dienstplanung, Warenbestellung oder die Beantwortung von Reservierungsanfragen, und das meist nur stundenweise. Stellenanzeigen, die unter dieser Berufsbezeichnung Arbeit von zu Hause anbieten, beschreiben nach aller Erfahrung häufig eine andere Tätigkeit, etwa im Telefonservice oder Vertrieb, und sollten vor einer Bewerbung genau auf die tatsächlichen Aufgaben geprüft werden. Wer im Gastgewerbe bleiben und mehr von zu Hause arbeiten möchte, findet das eher in Bereichen wie Reservierung, Gästebetreuung per Telefon oder Veranstaltungsorganisation, aber auch dort oft nur an einzelnen Tagen.

Das gilt für den Beruf insgesamt und nicht für jede Stelle. Ob ganz von zu Hause, überwiegend oder an einzelnen Tagen gearbeitet wird, steht in der jeweiligen Anzeige – darauf lohnt sich vor der Bewerbung ein genauer Blick.

Gehalt

Was man als Service- und Ausschankkraft verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.200 € 2.350 € 2.600 € 28.200 €
Mit Berufserfahrung 2.300 € 2.550 € 2.900 € 30.600 €
Mit langjähriger Erfahrung 2.600 € 2.900 € 3.400 € 34.800 €

Das Gehalt hängt vor allem davon ab, ob der Betrieb nach den regionalen Entgelttarifverträgen des DEHOGA mit der Gewerkschaft NGG zahlt und ob eine abgeschlossene Ausbildung vorliegt; ungelernte Kräfte verdienen häufig nahe am gesetzlichen Mindestlohn. Trinkgeld sowie Zuschläge für Nacht-, Sonntags- und Feiertagsarbeit können das Einkommen spürbar erhöhen, sind in den Werten aber nicht enthalten.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und gerundet. Sie gelten für eine Vollzeitstelle und für den Beruf insgesamt – im Büro wie von zu Hause. In Teilzeit verringert sich das Gehalt im Verhältnis der Stunden.

Das Jahresbrutto ist das 12-Fache des Monatswertes, ohne Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Im Einzelfall entscheiden Arbeitgeber, Tarifbindung, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht eine Service- und Ausschankkraft?

Service- und Ausschankkräfte sind die Ansprechpartner der Gäste in Gaststätten, Hotels, Cafés, Bars, Betriebskantinen und bei Veranstaltungen. Vor Beginn des Betriebs werden Tische eingedeckt, Gläser poliert, Getränkekühlungen aufgefüllt und Zapfanlagen vorbereitet. Während des Service nehmen sie Bestellungen auf, oft über ein mobiles Kassensystem, tragen Speisen und Getränke an den Tisch, zapfen Bier, mischen einfache Getränke und schenken Wein aus. Dazu kommen Fragen zu Zutaten und Allergenen, Beschwerden und das Abkassieren einschließlich Kartenzahlung und Kassenabschluss. Am Tresen achten sie auf den Jugendschutz beim Alkoholausschank. Nach Schichtende werden Theke und Gastraum gereinigt, Leergut sortiert und Bestände für die nächste Bestellung gemeldet. Bei Bankett- und Cateringeinsätzen gehören Auf- und Abbau von Buffets und Stehtischen dazu.

Wie wird man Service- und Ausschankkraft?

Ein großer Teil der Beschäftigten kommt als Quereinsteiger in den Beruf und wird im Betrieb angelernt, häufig zunächst als Aushilfe oder auf Minijob-Basis. Vorgeschrieben ist eine Belehrung durch das Gesundheitsamt nach dem Infektionsschutzgesetz, bevor mit Lebensmitteln gearbeitet wird. Wer eine Ausbildung möchte, kann die zweijährige Ausbildung zur Fachkraft für Gastronomie oder die dreijährige Ausbildung zum Fachmann beziehungsweise zur Fachfrau für Restaurants und Veranstaltungsgastronomie absolvieren. Kurse zu Barkunde, Weinkunde oder Kassensystemen bieten die Industrie- und Handelskammern und private Bildungsträger an.

Was der Beruf verlangt

Die Arbeit findet dann statt, wenn andere frei haben: abends, an Wochenenden, an Feiertagen und in der Saison oft mit wenig Ruhetagen. Schichten mit geteiltem Dienst, also Mittag- und Abendservice mit langer Pause dazwischen, sind in vielen Betrieben üblich. Körperlich ist der Beruf anstrengend, mit stundenlangem Stehen und Gehen, schweren Tabletts und Getränkekisten. Bei vollem Haus herrscht hoher Zeitdruck, und unfreundliche oder alkoholisierte Gäste gehören zum Alltag. Dienstpläne werden teils kurzfristig geändert. Die Fluktuation in der Gastronomie ist hoch, ebenso der Anteil befristeter und geringfügiger Beschäftigung. Für Menschen mit Einschränkungen beim Stehen, Tragen oder bei der Belastbarkeit unter Stress ist der Beruf meist schwer zu bewältigen.

Aussichten

Die Gastronomie sucht seit Jahren Personal, der Einstieg gelingt daher auch ohne Vorerfahrung vergleichsweise leicht. In Tourismusregionen ist die Nachfrage saisonal geprägt. Betriebs- und Kantinengastronomie bietet oft regelmäßigere Arbeitszeiten tagsüber, ebenso Krankenhaus- und Seniorenverpflegung. Mit Erfahrung oder einer abgeschlossenen Ausbildung sind Aufstiege zur Chef de Rang, zur Barleitung oder in die Restaurantleitung möglich, später über eine Weiterbildung zum Hotelmeister oder zur Fachwirtin im Gastgewerbe. Manche wechseln mit ihrer Erfahrung im Gästekontakt in Veranstaltungsplanung oder Reservierungsabteilungen von Hotels.

Aufgaben

  • Tische eindecken und Gastraum für den Service vorbereiten
  • Bestellungen aufnehmen und an Küche und Theke weitergeben
  • Speisen und Getränke servieren und abräumen
  • Bier zapfen, Wein ausschenken und einfache Getränke zubereiten
  • Gäste zu Speisen, Allergenen und Getränken beraten
  • Rechnungen erstellen, kassieren und Kassenabschluss machen
  • Theke, Gläser und Arbeitsbereich reinigen und Bestände auffüllen
  • Buffets und Veranstaltungsflächen auf- und abbauen

Voraussetzungen

  • Belehrung nach § 43 Infektionsschutzgesetz durch das Gesundheitsamt
  • Bereitschaft zu Abend-, Wochenend- und Feiertagsarbeit
  • Körperliche Belastbarkeit für langes Stehen, Gehen und Tragen
  • Freundlicher Umgangston und Ruhe auch bei Stress und schwierigen Gästen
  • Sichere Grundrechenkenntnisse und sorgfältiger Umgang mit Bargeld
  • Gute Deutschkenntnisse, in Hotels und Tourismusregionen oft Englisch

Wo man arbeitet

  • Restaurants und Gaststätten
  • Bars, Kneipen und Cafés
  • Hotels mit Restaurant- und Bankettbetrieb
  • Betriebs- und Kantinengastronomie
  • Catering- und Veranstaltungsunternehmen
  • Freizeitparks, Messen und Stadien

Der Weg in den Beruf

Ein Einstieg ist ohne Ausbildung möglich, die Einarbeitung erfolgt im Betrieb, vorgeschrieben ist nur die Belehrung durch das Gesundheitsamt. Wer einen anerkannten Abschluss möchte, absolviert die zweijährige Ausbildung zur Fachkraft für Gastronomie oder die dreijährige Ausbildung zum Fachmann beziehungsweise zur Fachfrau für Restaurants und Veranstaltungsgastronomie mit IHK-Prüfung.

Homeoffice-Stellen als Service- und Ausschankkraft

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