Barkeeper (m/w/d)
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Barkeeper bereiten an der Bar Cocktails, Longdrinks und andere Getränke zu, beraten Gäste und halten Theke, Lager und Kasse in Ordnung. Gearbeitet wird überwiegend abends, nachts und am Wochenende in Bars, Hotels und Restaurants.
Barkeeper ist ein Präsenzberuf: Getränke zubereiten, Gäste bedienen, kassieren und die Bar betreiben geht nur vor Ort hinter der Theke, und das ist der allergrößte Teil der Arbeit. Homeoffice ist in diesem Beruf die seltene Ausnahme und betrifft, wo überhaupt, nur einzelne Aufgaben und nur bestimmte Positionen. Barchefs und Bar Manager erledigen Bestellungen, Dienstplanung, Kalkulation, Arbeit an der Getränkekarte oder Social-Media-Inhalte teilweise von zu Hause, meist zusätzlich zu den Schichten und nicht an deren Stelle. Selbstständige mit mobilem Barservice bearbeiten Anfragen, Angebote und Planung von zu Hause, stehen bei den Veranstaltungen aber selbst an der Bar. Stellen, in denen ein Barkeeper überwiegend oder ganz von zu Hause arbeitet, gibt es im eigentlichen Beruf praktisch nicht; wer das sucht, landet eher in angrenzenden Tätigkeiten wie Vertrieb für Spirituosenmarken, Online-Schulungen oder Inhalteerstellung.
Das gilt für den Beruf insgesamt und nicht für jede Stelle. Ob ganz von zu Hause, überwiegend oder an einzelnen Tagen gearbeitet wird, steht in der jeweiligen Anzeige – darauf lohnt sich vor der Bewerbung ein genauer Blick.
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.200 € | 2.400 € | 2.700 € | 28.800 € | |
| Mit Berufserfahrung | 2.400 € | 2.700 € | 3.100 € | 32.400 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 2.800 € | 3.300 € | 4.100 € | 39.600 € |
In tarifgebundenen Betrieben gelten die regionalen Entgelttarifverträge des DEHOGA mit der Gewerkschaft NGG, die je nach Bundesland unterschiedlich hoch sind; viele kleinere Bars zahlen ohne Tarif nahe am Mindestlohn. Hotelbars der gehobenen Kategorie und Positionen als Barchef zahlen deutlich mehr, und das Trinkgeld, das in diesen Werten nicht enthalten ist, kann das tatsächliche Einkommen je nach Lage und Publikum spürbar erhöhen.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und gerundet. Sie gelten für eine Vollzeitstelle und für den Beruf insgesamt – im Büro wie von zu Hause. In Teilzeit verringert sich das Gehalt im Verhältnis der Stunden.
Das Jahresbrutto ist das 12-Fache des Monatswertes, ohne Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Im Einzelfall entscheiden Arbeitgeber, Tarifbindung, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Barkeeper arbeiten hinter der Theke und sind dort für alles zuständig, was mit Getränken zu tun hat. Vor Öffnung wird die Bar vorbereitet: Eis auffüllen, Zitrusfrüchte schneiden, Sirups und Infusionen ansetzen, Gläser polieren, Spirituosen und Mixer auf Bestand prüfen. Im laufenden Betrieb mixen sie Cocktails und Longdrinks, zapfen Bier, schenken Wein aus, nehmen Bestellungen am Tresen und vom Service an und kassieren. Ein großer Teil der Arbeit ist Gästekontakt: Empfehlungen geben, nach Geschmack beraten, Stammgäste kennen, angetrunkene Gäste freundlich, aber bestimmt bremsen. Nach Schichtende wird abgerechnet, gereinigt und der Warenbestand für die Bestellung erfasst. In Cocktailbars und Hotelbars kommen das Entwickeln eigener Rezepte, die Gestaltung der Getränkekarte und die Kalkulation hinzu, oft in Verantwortung eines Barchefs.
Einen staatlich anerkannten Ausbildungsberuf mit diesem Namen gibt es nicht. Viele kommen über eine dreijährige duale Ausbildung in der Gastronomie, etwa als Fachmann oder Fachfrau für Restaurants und Veranstaltungsgastronomie oder als Hotelfachmann beziehungsweise Hotelfachfrau, und spezialisieren sich danach auf die Bar. Ebenso verbreitet ist der Quereinstieg: Aushilfe oder Barback, also Zuarbeit für die Barkeeper, und dann Schritt für Schritt hinter die Theke. Fachwissen vermitteln Barschulen, Lehrgänge der IHK oder Kurse der Deutschen Barkeeper-Union. Vor Arbeitsbeginn ist eine Belehrung nach dem Infektionsschutzgesetz beim Gesundheitsamt oder einer beauftragten Stelle nötig. Kenntnisse im Jugendschutz und in Hygienevorschriften werden vorausgesetzt.
Die Arbeitszeiten liegen dort, wo andere frei haben: abends, nachts, an Wochenenden und Feiertagen. Schichten bis zwei, drei Uhr morgens oder länger sind in Bars üblich, was sich mit Kinderbetreuung und Familienleben schwer vereinbaren lässt. Gearbeitet wird fast durchgehend im Stehen, mit schnellem Tempo in Stoßzeiten, in lauter Umgebung und unter dem Druck, viele Bestellungen gleichzeitig im Kopf zu behalten. Kisten, Fässer und Eisbehälter müssen getragen werden. Der Umgang mit alkoholisierten oder schwierigen Gästen gehört dazu, ebenso die ständige Nähe zu Alkohol, die Disziplin verlangt. Die Branche hat eine hohe Fluktuation, viele Stellen sind befristet, saisonal oder als Minijob ausgeschrieben. Ein Teil des Einkommens hängt vom Trinkgeld ab und schwankt entsprechend.
Gastronomie und Hotellerie suchen seit Jahren Personal, gut ausgebildete Barkeeper finden in Städten und Tourismusregionen meist schnell eine Stelle. Die Nachfrage ist allerdings konjunktur- und saisonabhängig, und kleine Betriebe schließen häufiger als in anderen Branchen. Entwicklungswege führen zum Barchef oder Bar Manager mit Personal- und Einkaufsverantwortung, in die Gastronomieleitung, in die Selbstständigkeit mit eigener Bar oder mobilem Barservice für Veranstaltungen sowie zu Spirituosenherstellern, wo erfahrene Barkeeper als Markenbotschafter oder in der Schulung arbeiten. Auslandserfahrung, etwa in Hotelbars oder auf Kreuzfahrtschiffen, wird in der Branche geschätzt.
Üblich ist eine dreijährige duale Ausbildung in der Gastronomie, etwa als Fachmann oder Fachfrau für Restaurants und Veranstaltungsgastronomie oder als Hotelfachmann beziehungsweise Hotelfachfrau, mit anschließender Spezialisierung an der Bar. Daneben ist der Quereinstieg über Aushilfs- und Barback-Tätigkeiten verbreitet, ergänzt durch Barschul- oder IHK-Lehrgänge von einigen Tagen bis mehreren Wochen.
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