(Junior) Referent (m/w/d) Konzernrechnungswesen
Der innovative Partner für den MittelstandDie ALBIS Leasing Gruppe ist seit 40 Jahren erfolgreich am Leasingmarkt tätig....
Referenten im Konzernrechnungswesen erstellen den Konzernabschluss nach HGB oder IFRS, konsolidieren die Zahlen der Tochtergesellschaften und begleiten die Abschlussprüfung. Sie arbeiten meist in der Zentrale mittelgroßer und großer Unternehmensgruppen.
Konsolidierungsbuchungen, Abstimmung konzerninterner Salden, Berichtserstellung und die Arbeit an Anhangangaben laufen über Software und lassen sich gut von zu Hause erledigen, ebenso die meisten Abstimmungen mit Tochtergesellschaften, die ohnehin per Videokonferenz stattfinden. In vielen größeren Unternehmen ist Homeoffice an zwei bis drei Tagen pro Woche inzwischen üblich, im produzierenden Mittelstand teils nur an einzelnen Tagen; Stellen, die ganz von zu Hause ausgeübt werden, sind die Ausnahme. Anwesenheit wird häufig in der Einarbeitung, in den heißen Abschlussphasen und während der Prüfung erwartet, wenn Wirtschaftsprüfer vor Ort sind und Abstimmungen mit Vorstand und Fachabteilungen kurzfristig nötig werden. Die Daten sind vertraulich und bei börsennotierten Konzernen teils Insiderinformationen, daher sind gesicherter VPN-Zugang, Firmenlaptop und ein ungestörter Arbeitsplatz Voraussetzung. In Abschlusswochen ist hohe Erreichbarkeit nötig, was die freie Zeiteinteilung zu Hause in diesen Phasen deutlich einschränkt.
Das gilt für den Beruf insgesamt und nicht für jede Stelle. Ob ganz von zu Hause, überwiegend oder an einzelnen Tagen gearbeitet wird, steht in der jeweiligen Anzeige – darauf lohnt sich vor der Bewerbung ein genauer Blick.
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 3.900 € | 4.500 € | 5.300 € | 54.000 € | |
| Mit Berufserfahrung | 4.800 € | 5.700 € | 6.800 € | 68.400 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 6.200 € | 7.300 € | 8.800 € | 87.600 € |
Das Gehalt hängt vor allem von Größe und Kapitalmarktorientierung des Konzerns ab: Börsennotierte Gruppen und große Industriekonzerne zahlen deutlich mehr als mittelständische Unternehmensgruppen, Erfahrung aus der Wirtschaftsprüfung und vertiefte IFRS-Kenntnisse wirken sich spürbar aus. In der Industrie sind solche Stellen teils in den Flächentarif eingruppiert, etwa nach den Tarifverträgen der Metall- und Elektroindustrie (IG Metall) oder der chemischen Industrie (IG BCE), häufiger aber außertariflich vergütet.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und gerundet. Sie gelten für eine Vollzeitstelle und für den Beruf insgesamt – im Büro wie von zu Hause. In Teilzeit verringert sich das Gehalt im Verhältnis der Stunden.
Das Jahresbrutto ist das 12-Fache des Monatswertes, ohne Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Im Einzelfall entscheiden Arbeitgeber, Tarifbindung, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Im Mittelpunkt steht der Konzernabschluss. Referenten im Konzernrechnungswesen sammeln die Einzelabschlüsse der Tochtergesellschaften im In- und Ausland ein, prüfen sie auf Plausibilität und führen sie zu einem Abschluss der Gruppe zusammen. Dazu gehören die Kapital-, Schulden- sowie Aufwands- und Ertragskonsolidierung, die Eliminierung von Zwischengewinnen und der Abgleich konzerninterner Salden, der in der Praxis viel Zeit kostet, weil Differenzen mit den Buchhaltungen der Töchter geklärt werden müssen. Hinzu kommen Überleitungen von lokalen Rechnungslegungsvorschriften auf IFRS oder HGB, die Erstellung von Anhangangaben und Lageberichtsteilen sowie Monats- und Quartalsberichte für Vorstand, Aufsichtsrat und Banken. Gearbeitet wird mit Konsolidierungssoftware wie SAP S/4HANA Group Reporting, LucaNet oder Tagetik und viel mit Excel. Ein wiederkehrender Teil der Arbeit ist die Begleitung der Abschlussprüfung: Unterlagen zusammenstellen, Fragen der Wirtschaftsprüfer beantworten, Sachverhalte bilanziell begründen. Außerdem pflegen Referenten Bilanzierungsrichtlinien, bewerten Sonderthemen wie Unternehmenskäufe, Leasing nach IFRS 16 oder latente Steuern und schulen die Ansprechpartner in den Gesellschaften.
Der übliche Weg führt über ein Studium der Betriebswirtschaftslehre, Wirtschaftswissenschaften oder des Wirtschaftsrechts mit Schwerpunkt Rechnungswesen, Controlling oder Wirtschaftsprüfung. Viele Stellen verlangen zwei bis fünf Jahre Berufserfahrung, häufig aus der Abschlussprüfung bei einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft oder aus einer Konzernbuchhaltung. Der Wechsel aus der Prüfung ins Unternehmen nach drei bis vier Jahren ist ein verbreiteter Einstieg. Ohne Studium ist der Zugang möglich, aber seltener: Kaufleute mit Weiterbildung zum Bilanzbuchhalter, idealerweise mit internationaler Ausrichtung, und mehrjähriger Erfahrung in einer Konsolidierungsabteilung haben Chancen, vor allem bei mittelständischen Gruppen. Gute Englischkenntnisse werden fast immer erwartet.
Die Arbeit folgt einem festen Kalender. In den Abschlussphasen, besonders zum Jahresabschluss zwischen Januar und März, verdichtet sich die Arbeit erheblich; Überstunden und kurze Fristen sind dann normal, Urlaub ist in dieser Zeit meist nicht möglich. Bei börsennotierten Konzernen kommen Veröffentlichungstermine hinzu, die nicht verschoben werden können. Verlangt werden Genauigkeit, Ausdauer bei der Klärung von Differenzen und die Fähigkeit, komplexe Regelwerke anzuwenden und gegenüber Prüfern zu vertreten. Die Abstimmung mit Gesellschaften in anderen Zeitzonen und Sprachen erfordert Geduld. Wer wenig Freude an Detailarbeit und Zahlenabgleich hat, empfindet den Beruf schnell als eintönig; außerhalb der Abschlussphasen ist der Rhythmus dagegen gut planbar.
Fachleute für Konzernrechnungslegung sind gesucht, weil die Anforderungen durch IFRS-Änderungen, Nachhaltigkeitsberichterstattung nach CSRD und die Digitalisierung der Abschlussprozesse wachsen und erfahrene Kräfte knapp sind. Die Automatisierung übernimmt Routineabstimmungen, verschiebt die Arbeit aber eher zu Bewertungsfragen und Systembetreuung, als sie zu ersetzen. Entwicklungswege führen zum Senior-Referenten oder Teamleiter Konsolidierung, zur Leitung Konzernrechnungswesen und weiter bis zum Head of Accounting oder kaufmännischen Leiter. Daneben bieten sich Wechsel in die Bilanzierungsgrundsatzabteilung, ins Konzerncontrolling oder in Projekte zur Einführung neuer Konsolidierungssysteme an.
Üblich ist ein Bachelor- oder Masterstudium der Betriebswirtschaft mit Schwerpunkt Rechnungswesen (drei bis fünf Jahre), gefolgt von zwei bis fünf Jahren Berufserfahrung in Wirtschaftsprüfung oder Konzernbuchhaltung. Alternativ führt eine kaufmännische Ausbildung mit anschließender Weiterbildung zum geprüften Bilanzbuchhalter (IHK) und Praxis in der Konsolidierung in den Beruf.
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Accounting Manager leiten die Finanzbuchhaltung eines Unternehmens oder eines Teilbereichs, verantworten Monats- und Jahresabschlüsse und führen ein Team aus Buchhalterinnen und Buchhaltern. In der Immobilienwirtschaft kommen Objektbuchhaltung, Nebenkostenabrechnung und Abschlüsse für mehrere Objektgesellschaften hinzu.
Bilanzbuchhalter verantworten das Rechnungswesen eines Unternehmens oder betreuen es für Mandanten: von der laufenden Buchführung über Monats- und Quartalsabschlüsse bis zur Erstellung von Jahresabschlüssen nach HGB, teils auch nach IFRS.
Referenten im Rechnungswesen erstellen und verantworten Monats-, Quartals- und Jahresabschlüsse, klären Bilanzierungsfragen nach HGB und oft auch IFRS und begleiten die Abschlussprüfung. Sie arbeiten vor allem in Banken, Versicherungen und größeren Unternehmen an der Schnittstelle zwischen Buchhaltung, Fachabteilungen und Wirtschaftsprüfern.
Wirtschaftsprüfer prüfen Jahres- und Konzernabschlüsse von Unternehmen und bestätigen mit ihrem Testat, ob diese den gesetzlichen Vorschriften entsprechen. Daneben beraten sie in Fragen der Rechnungslegung, zu Steuern und bei Unternehmenstransaktionen.
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