Presales Marketplace Consultant (gn) VMware
SoftwareOne ist ein globaler Anbieter und Distributor von Software- und Cloud-Lösungen. Rund 12.000 Menschen in mehr als...
Presales Marketplace Consultants für VMware beraten Vertriebspartner und Geschäftskunden technisch vor dem Kauf von VMware-Lösungen, die über einen Cloud- oder Distributions-Marktplatz bezogen werden. Sie verbinden Virtualisierungswissen mit Lizenzkenntnis und unterstützen den Vertrieb bei Angeboten, Demos und Lösungsentwürfen.
Ein großer Teil der Tätigkeiten lässt sich von zu Hause erledigen: Lizenzberechnungen, Angebotsunterstützung, Arbeit in der Marktplatz-Plattform, Produktvorführungen und Partner-Webinare per Videokonferenz. Anwesenheit verlangen Workshops vor Ort, Partner- und Herstellerveranstaltungen, Messen sowie einzelne Termine bei größeren Kunden, deren Umfang von Stelle zu Stelle stark schwankt. Bei Distributoren und Herstellern ist eine hybride Regelung mit zwei bis drei Homeoffice-Tagen pro Woche verbreitet, Stellen, die überwiegend oder ganz von zu Hause ausgeübt werden, gibt es ebenfalls, vor allem wenn das Partnergebiet bundesweit ist; wie hoch ihr Anteil genau ist, lässt sich nicht verlässlich beziffern. Im Alltag bedeutet das feste Erreichbarkeit zu Geschäftszeiten, eine stabile Internetverbindung für Live-Demos und eine Arbeitsumgebung, in der vertrauliche Preis- und Vertragsdaten von Partnern geschützt bleiben. Wer vollständig von zu Hause arbeitet, muss trotzdem mit Reisetagen rechnen und sich mit Vertrieb und Technik bewusst abstimmen, weil viele Informationen sonst nur im Büro weitergegeben werden.
Das gilt für den Beruf insgesamt und nicht für jede Stelle. Ob ganz von zu Hause, überwiegend oder an einzelnen Tagen gearbeitet wird, steht in der jeweiligen Anzeige – darauf lohnt sich vor der Bewerbung ein genauer Blick.
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 4.000 € | 4.800 € | 5.800 € | 57.600 € | |
| Mit Berufserfahrung | 5.200 € | 6.300 € | 7.500 € | 75.600 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 6.800 € | 8.000 € | 9.800 € | 96.000 € |
Einen Tarifvertrag gibt es in diesem Bereich in der Regel nicht, die Gehälter werden frei verhandelt und liegen bei Herstellern und großen internationalen Distributoren meist höher als bei mittelständischen Systemhäusern. Zusätzlich zum Grundgehalt ist ein variabler Anteil von oft zehn bis dreißig Prozent üblich, der an Umsatz- oder Partnerziele gekoppelt ist und in den Werten nicht enthalten ist.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und gerundet. Sie gelten für eine Vollzeitstelle und für den Beruf insgesamt – im Büro wie von zu Hause. In Teilzeit verringert sich das Gehalt im Verhältnis der Stunden.
Das Jahresbrutto ist das 12-Fache des Monatswertes, ohne Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Im Einzelfall entscheiden Arbeitgeber, Tarifbindung, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Die Stelle sitzt zwischen Technik und Vertrieb, meist bei IT-Distributoren, Cloud-Anbietern oder großen Systemhäusern, die VMware-Produkte über eine eigene Marktplatz-Plattform anbieten. Kunden sind häufig keine Endanwender, sondern Reseller, Managed-Service-Provider und Cloud-Service-Provider, die dort Lizenzen und Abonnements beziehen. Der Consultant klärt, welche Produkte und Editionen zu einem Vorhaben passen, rechnet Kernzahlen und Lizenzmengen aus, prüft Migrationspfade von älteren Lizenzmodellen auf Abonnements und bereitet die technische Grundlage für Angebote vor. Dazu kommen Produktvorführungen per Videokonferenz, Workshops für Partner, Schulungsunterlagen und die Einrichtung neuer Partner auf der Marktplatz-Plattform. Ein großer Teil des Tages besteht aus Rückfragen: Warum wird eine Bestellung abgelehnt, welche Bündel gibt es noch, wie werden Laufzeiten verlängert. Ergebnisse gehen an den Vertrieb, der das Geschäft abschließt; Ansprechpartner beim Hersteller sind Partnermanager und technische Teams von Broadcom.
Einen geregelten Ausbildungsweg gibt es nicht. Üblich ist ein Studium der Informatik, Wirtschaftsinformatik oder eines ähnlichen Fachs, ebenso häufig der Weg über eine Ausbildung zum Fachinformatiker für Systemintegration mit anschließender Berufserfahrung in der Administration virtueller Umgebungen. Viele kommen aus dem technischen Support, aus der Systemadministration oder aus dem Lizenzvertrieb. Herstellerzertifizierungen wie der VMware Certified Professional werden oft verlangt oder in den ersten Monaten nachgeholt. Wer aus dem reinen Vertrieb kommt, muss sich das Virtualisierungswissen erst aneignen, was ohne praktische Erfahrung mit vSphere oder VMware Cloud Foundation schwerfällt.
Die Arbeit verlangt ständiges Nachlernen. Seit der Übernahme von VMware durch Broadcom Ende 2023 haben sich Produktbündel, Lizenzmodell und Partnerprogramm grundlegend geändert, und Regeln werden teils kurzfristig angepasst. Partner und Kunden reagieren auf Preis- und Modelländerungen oft verärgert, und der Consultant muss diese Entscheidungen erklären, ohne sie beeinflussen zu können. Zum Quartals- und Geschäftsjahresende steigt der Druck deutlich, weil viele Verlängerungen und Bestellungen gleichzeitig anfallen. Gefragt sind sorgfältiges Arbeiten mit Zahlen, sicheres Auftreten in Präsentationen und gutes Englisch, da Herstellerunterlagen, Systeme und viele Abstimmungen englischsprachig sind. Reisen zu Partnerveranstaltungen, Messen und Kundenterminen kommen je nach Stelle gelegentlich bis regelmäßig vor.
Virtualisierung bleibt in Rechenzentren verbreitet, und Lizenzumstellungen erzeugen Beratungsbedarf. Gleichzeitig hat Broadcom die Zahl der Partner reduziert und das Geschäft stärker auf große Kunden ausgerichtet, und manche Unternehmen prüfen Alternativen. Die Nachfrage nach reinem VMware-Wissen ist daher weniger sicher als noch vor einigen Jahren. Wer sich breiter aufstellt, etwa mit Kenntnissen zu Public-Cloud-Marktplätzen, Container-Plattformen oder anderen Hypervisoren, hat bessere Chancen. Entwicklungswege führen zum Solution Architect, zum Partner- oder Channel-Manager, in die Teamleitung Presales oder in den Vertrieb mit eigener Umsatzverantwortung.
Üblich ist ein drei- bis fünfjähriges Studium der Informatik oder Wirtschaftsinformatik oder eine dreijährige Ausbildung zum Fachinformatiker für Systemintegration, jeweils gefolgt von einigen Jahren Praxis in Administration, Support oder Lizenzvertrieb. Herstellerzertifizierungen werden meist berufsbegleitend erworben.
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Presales Consultants unterstützen den Vertrieb technischer Produkte, meist Software oder IT-Lösungen, indem sie Kundenanforderungen aufnehmen, Lösungen präsentieren und technisch begründete Angebote ausarbeiten. Sie stehen zwischen Vertrieb, Produktentwicklung und Kunde.
Solution Architects entwerfen die technische Gesamtlösung für ein IT-Vorhaben: Sie übersetzen fachliche Anforderungen in eine Architektur aus Systemen, Schnittstellen und Plattformen und begleiten deren Umsetzung.
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