Senior Network Engineer
Das RRZ ist im Rahmen des kooperativen IT‑Versorgungskonzepts der Universität Hamburg das Dienstleistungs- und Kompeten...
Network Engineers planen, bauen und betreiben die Datennetze von Unternehmen, Rechenzentren und Providern. Sie konfigurieren Router, Switches und Firewalls, beheben Störungen und sorgen dafür, dass Verbindungen sicher und stabil laufen.
Konfiguration, Monitoring, Fehleranalyse, Planung und Dokumentation lassen sich über VPN und Fernzugänge in vielen Fällen von zu Hause erledigen, auch Wartungsfenster in der Nacht werden oft remote abgearbeitet. Anwesenheit verlangen dagegen der Einbau und Austausch von Hardware, Verkabelung, Arbeiten im Rechenzentrum, Standortbegehungen und Termine beim Kunden, wobei manche Betriebe dafür eigene Techniker vor Ort einsetzen. Hybride Modelle mit zwei bis drei Tagen Homeoffice pro Woche sind in diesem Beruf verbreitet, Stellen ganz von zu Hause sind seltener und finden sich eher bei Beratungshäusern, Cloud-Schwerpunkten oder Arbeitgebern ohne eigene Hardware. In Rufbereitschaft wird schnelles Eingreifen erwartet, was eine stabile Internetleitung und oft eine Zweitverbindung voraussetzt. Wegen des Zugriffs auf kritische Infrastruktur gelten meist strenge Sicherheitsvorgaben, etwa Firmengeräte, Mehr-Faktor-Anmeldung und Verbot privater Hardware.
Das gilt für den Beruf insgesamt und nicht für jede Stelle. Ob ganz von zu Hause, überwiegend oder an einzelnen Tagen gearbeitet wird, steht in der jeweiligen Anzeige – darauf lohnt sich vor der Bewerbung ein genauer Blick.
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 3.300 € | 3.900 € | 4.600 € | 46.800 € | |
| Mit Berufserfahrung | 4.300 € | 5.000 € | 5.900 € | 60.000 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 5.300 € | 6.300 € | 7.500 € | 75.600 € |
Die meisten Gehälter werden frei verhandelt und hängen stark von Betriebsgröße, Branche und Zertifizierungen ab; bei Providern, Konzernen und in der Sicherheitsspezialisierung liegt es deutlich höher als bei kleinen Systemhäusern. Im öffentlichen Dienst richtet sich die Bezahlung nach TVöD oder TV-L, meist in den Entgeltgruppen E10 bis E12, Zuschläge für Rufbereitschaft und Nachtarbeit kommen in vielen Stellen hinzu.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und gerundet. Sie gelten für eine Vollzeitstelle und für den Beruf insgesamt – im Büro wie von zu Hause. In Teilzeit verringert sich das Gehalt im Verhältnis der Stunden.
Das Jahresbrutto ist das 12-Fache des Monatswertes, ohne Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Im Einzelfall entscheiden Arbeitgeber, Tarifbindung, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Network Engineers kümmern sich um die Infrastruktur, über die Daten in einem Unternehmen oder zwischen Standorten fließen. Dazu gehören lokale Netze in Bürogebäuden, WLAN, Verbindungen zwischen Niederlassungen, Rechenzentrumsnetze und zunehmend die Netzwerkanbindung von Cloud-Umgebungen. Im Alltag konfigurieren sie Router, Switches und Firewalls, richten VLANs und Routing-Protokolle wie OSPF oder BGP ein, bauen VPN-Verbindungen auf und pflegen Zugriffsregeln. Ein großer Teil der Arbeit ist Fehlersuche: Paketverluste nachverfolgen, Logdateien und Monitoring-Daten auswerten, mit Providern über Leitungsstörungen sprechen. Hinzu kommen geplante Änderungen in Wartungsfenstern, Firmware-Updates, Kapazitätsplanung und die Dokumentation der Netztopologie. In größeren Umgebungen werden Konfigurationen mit Skripten und Werkzeugen wie Ansible automatisiert. Je nach Stelle liegt der Schwerpunkt eher im Betrieb, in der Planung neuer Netze oder in der Beratung von Kunden bei einem Systemhaus.
Einen festen Ausbildungsweg gibt es nicht. Häufig ist der Einstieg über eine dreijährige duale Ausbildung zum Fachinformatiker für Systemintegration, nach der man zunächst im Netzwerkbetrieb arbeitet und sich weiterqualifiziert. Ebenso verbreitet ist ein Studium der Informatik, Elektrotechnik, Nachrichtentechnik oder Wirtschaftsinformatik. Herstellerzertifikate haben in diesem Beruf großes Gewicht: Cisco CCNA und CCNP, Juniper- oder Fortinet-Zertifizierungen werden in vielen Anzeigen ausdrücklich verlangt. Quereinsteiger aus dem IT-Support oder der Systemadministration schaffen den Wechsel meist über solche Zertifikate und praktische Erfahrung mit Netzwerktechnik. Ohne fundierte Kenntnisse in TCP/IP, Routing und Switching ist der Einstieg kaum möglich.
Netzwerke müssen rund um die Uhr laufen, und Änderungen am produktiven Netz werden oft nachts oder am Wochenende vorgenommen, um den Betrieb nicht zu stören. Viele Stellen sehen Rufbereitschaft vor, bei der man auch außerhalb der Arbeitszeit bei Ausfällen eingreifen muss. Bei größeren Störungen entsteht erheblicher Druck, weil ganze Standorte oder Kunden ohne Verbindung sind. Gefordert sind sorgfältiges Arbeiten, da ein Konfigurationsfehler weitreichende Folgen haben kann, und die Bereitschaft, sich laufend in neue Technik einzuarbeiten. Englisch ist für Herstellerdokumentation und internationale Teams in der Regel nötig. Je nach Arbeitgeber gehören Fahrten zu Standorten oder Kunden dazu, außerdem körperliche Arbeit im Rechenzentrum beim Einbau von Hardware und Verkabeln.
Die Nachfrage nach Netzwerkfachleuten ist hoch und dürfte es bleiben, weil Unternehmen ihre Netze für Cloud-Dienste, mobiles Arbeiten und höhere Sicherheitsanforderungen umbauen. Gesucht werden vor allem Fachleute mit Erfahrung in Netzwerksicherheit, Software-Defined Networking und Automatisierung. Reine Routinearbeiten wie das manuelle Konfigurieren einzelner Geräte verlieren an Bedeutung. Entwicklungswege führen zum Network Architect, in die Netzwerksicherheit, zum Cloud Network Engineer, in die technische Teamleitung oder in die selbstständige Beratung.
Üblich ist entweder eine dreijährige duale Ausbildung zum Fachinformatiker für Systemintegration oder ein Bachelorstudium in Informatik, Elektrotechnik oder Nachrichtentechnik, das in der Regel sechs bis sieben Semester dauert. Hinzu kommen meist Herstellerzertifikate wie CCNA oder CCNP, die berufsbegleitend in einigen Monaten erworben werden.
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IT Security Engineers planen, bauen und betreiben die technischen Schutzmaßnahmen der IT eines Unternehmens, etwa Firewalls, Zugriffskontrollen und Überwachungssysteme. Sie suchen nach Schwachstellen und reagieren auf Sicherheitsvorfälle.
Netzwerkadministratoren planen, betreiben und sichern die Netzwerke von Unternehmen und Behörden, von Switches und Routern über Firewalls bis zu WLAN und VPN-Zugängen. Sie sorgen dafür, dass Verbindungen stabil laufen, Störungen schnell behoben werden und das Netz gegen Angriffe geschützt ist.
Systemadministratoren richten Server, Netzwerke und Arbeitsplatzrechner ein, halten sie im Betrieb und sichern sie ab. Sie sorgen dafür, dass die IT eines Unternehmens oder seiner Kunden zuverlässig läuft.
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