Ausbildung zum Fachinformatiker für Systemintegration (m/w/d) am Standort Dortmund zum 01.09.2027
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Fachinformatiker für Systemintegration planen, installieren und betreuen IT-Systeme und Netzwerke in Unternehmen und Behörden. Sie richten Server, Arbeitsplätze und Netzwerke ein, beheben Störungen und unterstützen die Anwender.
Ein erheblicher Teil der Arbeit lässt sich aus der Ferne erledigen: Server und Netzwerke werden ohnehin meist per Fernzugriff administriert, Tickets, Fernwartung, Monitoring, Skripting und Dokumentation funktionieren über eine gesicherte VPN-Verbindung auch von zu Hause. Anwesenheit verlangen dagegen der Austausch von Hardware, Verkabelung, Arbeiten im Serverraum, Rollouts neuer Geräte und der Vor-Ort-Support, in Systemhäusern zusätzlich die Einsätze bei Kunden. In Unternehmen mit eigener IT-Abteilung ist Homeoffice an einzelnen Tagen, oft zwei bis drei pro Woche, in Teilen üblich; überwiegend von zu Hause arbeiten vor allem Spezialisten für Cloud, Netzwerk oder Second- und Third-Level-Support, ganz von zu Hause nur eine Minderheit der Stellen. In Ausbildung und Einarbeitung sowie in kleinen Betrieben mit nur einer IT-Kraft ist die Präsenz meist die Regel. Wer von zu Hause arbeitet, braucht eine stabile, schnelle Internetverbindung, muss Sicherheitsvorgaben für Zugänge und Daten genau einhalten und bei Störungen kurzfristig erreichbar sein, im Zweifel auch für eine Fahrt in den Betrieb.
Das gilt für den Beruf insgesamt und nicht für jede Stelle. Ob ganz von zu Hause, überwiegend oder an einzelnen Tagen gearbeitet wird, steht in der jeweiligen Anzeige – darauf lohnt sich vor der Bewerbung ein genauer Blick.
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.700 € | 3.100 € | 3.500 € | 37.200 € | |
| Mit Berufserfahrung | 3.300 € | 3.800 € | 4.500 € | 45.600 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 4.100 € | 4.800 € | 5.800 € | 57.600 € |
Das Gehalt hängt stark von Branche und Betriebsgröße ab: Kleine Systemhäuser zahlen oft deutlich weniger als Banken, Versicherungen oder Industriebetriebe mit Tarifbindung, etwa nach den Tarifverträgen der IG Metall, im öffentlichen Dienst gilt der TVöD oder TV-L meist in den Entgeltgruppen 9a bis 11. Spezialisierungen auf Cloud, Netzwerksicherheit oder Rechenzentrumsbetrieb sowie Zulagen für Rufbereitschaft heben das Einkommen spürbar, Stellen mit hohem Homeoffice-Anteil finden sich eher in diesen besser bezahlten spezialisierten Bereichen als im Vor-Ort-Support.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und gerundet. Sie gelten für eine Vollzeitstelle und für den Beruf insgesamt – im Büro wie von zu Hause. In Teilzeit verringert sich das Gehalt im Verhältnis der Stunden.
Das Jahresbrutto ist das 12-Fache des Monatswertes, ohne Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Im Einzelfall entscheiden Arbeitgeber, Tarifbindung, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Fachinformatiker für Systemintegration sorgen dafür, dass die IT eines Betriebs läuft. Sie richten Server und virtuelle Maschinen ein, konfigurieren Switches, Firewalls und WLAN, verwalten Benutzerkonten und Berechtigungen im Active Directory oder in Cloud-Diensten wie Microsoft 365 und spielen Updates und Sicherheitspatches ein. Ein großer Teil des Alltags besteht aus Support: Tickets bearbeiten, Drucker und Notebooks wieder zum Laufen bringen, Anwendern am Telefon oder per Fernwartung helfen. Dazu kommen Datensicherung, Überwachung der Systeme, Dokumentation von Netzwerken und Abläufen sowie kleinere Automatisierungen mit PowerShell- oder Bash-Skripten. In Systemhäusern betreuen sie mehrere Kundenbetriebe und sind häufig vor Ort bei Rollouts, Umzügen oder Störungen. In größeren Unternehmen spezialisieren sie sich oft auf Netzwerk, Server, Client-Management oder IT-Sicherheit.
Der übliche Weg ist die dreijährige duale Ausbildung mit Abschlussprüfung vor der IHK. Viele Betriebe erwarten Abitur oder Fachhochschulreife, ein guter mittlerer Schulabschluss reicht aber ebenfalls häufig. Verbreitet ist außerdem die Umschulung, die meist zwei Jahre dauert und oft von der Agentur für Arbeit gefördert wird. Wer mehrere Jahre in der IT gearbeitet hat, kann über die Externenprüfung zum Abschluss kommen. Quereinsteiger ohne Abschluss finden vor allem im First-Level-Support einen Einstieg, häufig ergänzt durch Herstellerzertifikate etwa von Microsoft, Cisco oder CompTIA. Die Ausbildung kann in vielen Betrieben auch in Teilzeit absolviert werden.
Der Beruf verlangt technisches Verständnis, Geduld mit Anwendern und die Bereitschaft, ständig Neues zu lernen, denn Systeme, Software und Sicherheitsanforderungen ändern sich laufend. Störungen kommen ungeplant und unterbrechen die eigentliche Arbeit; bei Ausfällen entsteht Druck, weil ganze Abteilungen nicht arbeiten können. Updates und Umstellungen werden oft abends oder am Wochenende eingespielt, um den Betrieb nicht zu stören. In vielen Stellen gehören Rufbereitschaft oder Schichtdienst dazu, im Systemhaus außerdem Fahrten zu Kunden. Körperlich fordert der Beruf wenig, aber Hardware muss gelegentlich getragen, verkabelt und in Racks eingebaut werden. Der Kontakt mit verärgerten oder wenig technikaffinen Nutzern verlangt Freundlichkeit und eine verständliche Sprache. Im Support kann die Arbeit eintönig werden, die Fluktuation ist dort vergleichsweise hoch.
Die Nachfrage ist seit Jahren hoch und gilt als stabil, weil nahezu jeder Betrieb IT braucht und Fachkräfte in vielen Regionen fehlen. Cloud, IT-Sicherheit und Automatisierung verschieben die Arbeit allerdings: Reine Hardware-Betreuung verliert an Gewicht, Kenntnisse in Azure, AWS, Virtualisierung, Netzwerksicherheit und Skripting werden wichtiger. Aufstiegswege führen über die geprüften IT-Fortbildungen der IHK wie den Bachelor Professional in IT, über Spezialisierungen zum Netzwerk- oder Systemadministrator, Cloud-Engineer oder IT-Sicherheitsfachmann bis zur Teamleitung. Mit Fachhochschulreife oder beruflicher Qualifikation ist auch ein Studium der Informatik möglich, häufig berufsbegleitend.
Üblich ist die dreijährige duale Ausbildung im Betrieb und an der Berufsschule mit Abschlussprüfung vor der IHK. Erwachsene erreichen den Abschluss häufig über eine etwa zweijährige Umschulung oder nach mehrjähriger Berufspraxis über die Externenprüfung.
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