Mitarbeiter Qualitätssicherung (m/w/d)
Die Voigt Systemtechnik GmbH ist ein spezialisierter Anbieter für hochwertige Fräs- und Drehteile für den Bereich Maschi...
Mitarbeiter in der Qualitätssicherung prüfen Bauteile, Rohmaterial und Prozesse auf die Einhaltung von Zeichnungen, Normen und Kundenvorgaben, dokumentieren die Ergebnisse und bearbeiten Reklamationen. In der Metallindustrie arbeiten sie eng mit Fertigung, Einkauf und Kunden zusammen.
Prüfen, Messen, Sperren von Ware und Ursachenanalyse an der Linie verlangen Anwesenheit im Betrieb, ebenso die Arbeit im Messraum und viele Audits vor Ort. Von zu Hause lassen sich vor allem Dokumentationsaufgaben erledigen: 8D-Berichte schreiben, Messdaten auswerten, Prüfpläne und Erstmusterprüfberichte pflegen, Reklamationen per E-Mail und Videokonferenz mit Kunden oder Lieferanten abstimmen. In operativen Prüfstellen in der Fertigung ist Homeoffice daher die Ausnahme; in Stellen mit Schwerpunkt Reklamationsmanagement, Lieferantenqualität oder Qualitätsmanagement ist es in Teilen üblich, meist an ein bis zwei Tagen pro Woche und oft erst nach der Einarbeitung. Stellen, die ganz oder überwiegend von zu Hause ausgeübt werden, sind in diesem Beruf selten. Wer Homeoffice-Tage hat, braucht Zugriff auf CAQ- und ERP-Systeme über eine gesicherte Verbindung, muss Zeichnungen und Kundendaten vertraulich behandeln und bei Eskalationen kurzfristig in den Betrieb kommen können.
Das gilt für den Beruf insgesamt und nicht für jede Stelle. Ob ganz von zu Hause, überwiegend oder an einzelnen Tagen gearbeitet wird, steht in der jeweiligen Anzeige – darauf lohnt sich vor der Bewerbung ein genauer Blick.
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.800 € | 3.300 € | 3.900 € | 39.600 € | |
| Mit Berufserfahrung | 3.300 € | 3.900 € | 4.700 € | 46.800 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 4.000 € | 4.800 € | 6.000 € | 57.600 € |
Am stärksten hängt das Gehalt davon ab, ob der Betrieb an die Entgeltrahmentarifverträge (ERA) der Metall- und Elektroindustrie mit der IG Metall gebunden ist, und von der Qualifikation: Techniker und Ingenieure in Lieferanten- oder Projektqualität verdienen deutlich mehr als Prüfer an der Linie. Homeoffice wird vor allem in diesen höher eingestuften Büropositionen angeboten, während Prüfer in der Fertigung zusätzlich Schichtzulagen erhalten, die in den Werten nicht enthalten sind.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und gerundet. Sie gelten für eine Vollzeitstelle und für den Beruf insgesamt – im Büro wie von zu Hause. In Teilzeit verringert sich das Gehalt im Verhältnis der Stunden.
Das Jahresbrutto ist das 12-Fache des Monatswertes, ohne Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Im Einzelfall entscheiden Arbeitgeber, Tarifbindung, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
In der Metallindustrie, vor allem bei Automobilzulieferern, im Maschinenbau und in der Teilefertigung, sorgt die Qualitätssicherung dafür, dass gefertigte Teile den Zeichnungen, Toleranzen und Kundenanforderungen entsprechen. Zum Alltag gehören Wareneingangsprüfungen von Rohmaterial und Zukaufteilen, Erstmusterprüfungen neuer Teile, Zwischen- und Endprüfungen in der Fertigung sowie Messungen mit Messschiebern, Bügelmessschrauben, Rauheitsmessgeräten oder Koordinatenmessmaschinen. Die Ergebnisse werden in Prüfprotokollen und Messberichten festgehalten und häufig mit statistischer Prozesslenkung ausgewertet. Treten Fehler auf, sperren Mitarbeiter fehlerhafte Ware, leiten Sortieraktionen ein und analysieren gemeinsam mit der Fertigung die Ursachen. Bei Kundenreklamationen erstellen sie 8D-Berichte und verfolgen Abstellmaßnahmen. Hinzu kommen die Pflege von Prüfplänen und Dokumenten nach ISO 9001 oder IATF 16949, die Vorbereitung interner und externer Audits sowie der Austausch mit Lieferanten und Kunden. Je nach Stelle liegt der Schwerpunkt eher im Messraum und an der Linie oder eher im Büro bei Dokumentation und Reklamationsmanagement.
Einen geschützten Ausbildungsberuf mit diesem Namen gibt es nicht. Üblich ist eine abgeschlossene technische Berufsausbildung, etwa als Industriemechaniker, Zerspanungsmechaniker, Werkzeugmechaniker oder Produktionstechnologe, oft ergänzt durch Berufserfahrung in der Fertigung. Viele Betriebe setzen Kenntnisse im Zeichnungslesen und in der Messtechnik voraus. Weiterbildungen zur Qualitätsfachkraft, zum Qualitätsbeauftragten, zum Prüftechniker oder zum Techniker verbessern die Chancen deutlich. Für Stellen mit Schwerpunkt Lieferantenqualität, Projektqualität oder Qualitätsmanagement werden häufig staatlich geprüfte Techniker oder Ingenieure gesucht. Ein Quereinstieg aus der Produktion ist verbreitet, wenn sich Fachkräfte über Prüfaufgaben an der Linie in die Qualitätssicherung hineinarbeiten.
Die Arbeit verlangt Genauigkeit und die Bereitschaft, auch unter Zeitdruck nicht nachzugeben, wenn ein Teil außerhalb der Toleranz liegt. Das führt regelmäßig zu Konflikten mit der Fertigung, die Stückzahlen liefern muss, und mit Kunden, die schnelle Antworten auf Reklamationen erwarten. In Betrieben mit Mehrschichtbetrieb arbeiten Prüfer häufig im Schichtsystem, teils auch an Wochenenden. In der Halle kommen Lärm, Kühlschmierstoffe, langes Stehen und das Tragen von Schutzausrüstung hinzu. Kurzfristige Eskalationen, Sonderprüfungen und Audittermine machen die Arbeit schlecht planbar. Wer mit Lieferanten oder Kunden zu tun hat, muss mit Dienstreisen rechnen. Gefordert sind außerdem sicherer Umgang mit Normen, Tabellenkalkulation und ERP- oder CAQ-Systemen sowie Englischkenntnisse bei international tätigen Unternehmen.
Qualitätsfachkräfte werden in der Metall- und Elektroindustrie weiterhin gesucht, weil Kunden, besonders in der Automobilbranche, umfangreiche Nachweise verlangen und Audits zum Regelfall gehören. Die Nachfrage hängt allerdings an der Konjunktur der Industrie: In Phasen mit Kurzarbeit oder Stellenabbau bei Zulieferern ist auch die Qualitätssicherung betroffen. Entwicklungswege führen zum Qualitätstechniker, Qualitätsingenieur, Lieferantenentwickler oder Auditor, zur Leitung des Messraums oder in das Qualitätsmanagement. Mit zunehmender Digitalisierung gewinnen Datenauswertung und die Arbeit mit CAQ-Software an Gewicht.
Üblich ist eine dreieinhalbjährige duale Ausbildung in einem Metall- oder Elektroberuf, gefolgt von Erfahrung in der Fertigung und einer berufsbegleitenden Weiterbildung, etwa zur Qualitätsfachkraft. Für anspruchsvollere Stellen wird oft eine zweijährige Vollzeit- oder vierjährige Teilzeitweiterbildung zum staatlich geprüften Techniker oder ein Ingenieurstudium erwartet.
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Messtechniker prüfen in der Fertigung Bauteile und Werkstücke mit Koordinatenmessmaschinen, optischen Systemen und Handmessmitteln auf Maß- und Formtreue, erstellen Messprogramme und dokumentieren die Ergebnisse für Qualitätssicherung und Kunden.
Qualitätsmanager planen, steuern und überwachen das Qualitätsmanagementsystem eines Unternehmens, führen Audits durch, bearbeiten Reklamationen und sorgen dafür, dass Produkte und Prozesse Normen wie ISO 9001 und Kundenanforderungen erfüllen.
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