Mitarbeiter Finanzbuchhaltung (m/w/d) in Agatharied
Stellenausschreibung Nr. 26/20 FiBu_AGA Als Tochtergesellschaft der Kliniken des Bezirks Oberbayern (kbo) betreiben wir...
Mitarbeiter in der Finanzbuchhaltung erfassen und prüfen die Geschäftsvorfälle eines Unternehmens, betreuen Kreditoren- und Debitorenkonten und bereiten Monats- und Jahresabschlüsse vor. Sie arbeiten in Industrie- und Handelsbetrieben, Konzernen und Dienstleistungsunternehmen.
Viele Aufgaben der Finanzbuchhaltung lassen sich von zu Hause erledigen, weil Belege in den meisten Unternehmen inzwischen digital vorliegen und Buchungen, Kontenabstimmungen und Zahlungsvorschläge vollständig im ERP-System stattfinden. Anwesenheit verlangen dort, wo noch Papierbelege eingehen, die Post bearbeitet wird, Kassen geführt werden oder Abstimmungen mit Produktion und Lager vor Ort nötig sind; in kleineren und weniger digitalisierten Betrieben ist das häufiger der Fall. Homeoffice ist im Beruf in Teilen üblich, meist an einzelnen bis drei Tagen pro Woche und oft erst nach der Einarbeitung; Stellen, die ganz oder überwiegend von zu Hause ausgeübt werden, gibt es, sie sind aber die Minderheit. Zu Hause gelten strenge Anforderungen an Datenschutz und Verschwiegenheit, da mit Bank-, Lieferanten- und Personaldaten gearbeitet wird, was einen abgeschlossenen Arbeitsplatz und gesicherten VPN-Zugang voraussetzt. Zum Monats- und Jahresabschluss erwarten manche Arbeitgeber mehr Präsenz und eine verlässliche Erreichbarkeit für kurzfristige Rückfragen.
Das gilt für den Beruf insgesamt und nicht für jede Stelle. Ob ganz von zu Hause, überwiegend oder an einzelnen Tagen gearbeitet wird, steht in der jeweiligen Anzeige – darauf lohnt sich vor der Bewerbung ein genauer Blick.
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.700 € | 3.100 € | 3.500 € | 37.200 € | |
| Mit Berufserfahrung | 3.200 € | 3.700 € | 4.300 € | 44.400 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 3.900 € | 4.600 € | 5.500 € | 55.200 € |
Am stärksten hängt das Gehalt von Branche und Tarifbindung ab: In der Metall- und Elektroindustrie nach den Tarifverträgen der IG Metall oder in der chemischen Industrie nach dem Tarifvertrag der IG BCE liegen die Werte deutlich über denen kleiner, nicht tarifgebundener Betriebe. Daneben heben ein Abschluss als Bilanzbuchhalter, Erfahrung mit Abschlussarbeiten und SAP-Kenntnisse sowie Arbeitgeber in Großunternehmen und wirtschaftsstarken Regionen das Gehalt merklich.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und gerundet. Sie gelten für eine Vollzeitstelle und für den Beruf insgesamt – im Büro wie von zu Hause. In Teilzeit verringert sich das Gehalt im Verhältnis der Stunden.
Das Jahresbrutto ist das 12-Fache des Monatswertes, ohne Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Im Einzelfall entscheiden Arbeitgeber, Tarifbindung, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Im Mittelpunkt steht die laufende Buchhaltung eines Unternehmens. Eingangsrechnungen werden geprüft, kontiert und zur Zahlung freigegeben, Ausgangsrechnungen und Zahlungseingänge verbucht, offene Posten abgestimmt. Dazu kommen der Zahlungsverkehr, das Mahnwesen und die Klärung von Differenzen mit Lieferanten, Kunden und internen Abteilungen wie Einkauf oder Vertrieb. In produzierenden Betrieben gehören oft Anlagenbuchhaltung, die Abstimmung von Wareneingängen mit Rechnungen und die Zusammenarbeit mit dem Controlling dazu. Zum Monatsende stehen Abgrenzungen, Kontenabstimmungen und Zuarbeiten für den Abschluss an, außerdem die Vorbereitung der Umsatzsteuervoranmeldung. Gearbeitet wird fast durchgehend in ERP-Systemen wie SAP, Microsoft Dynamics oder DATEV, ergänzt durch Excel. Mit zunehmender Digitalisierung verschiebt sich die Arbeit vom reinen Erfassen hin zum Prüfen, Klären und Auswerten.
Der übliche Weg führt über eine dreijährige kaufmännische Ausbildung, etwa zum Industriekaufmann, Kaufmann für Büromanagement oder Steuerfachangestellten. Viele Arbeitgeber erwarten zusätzlich einige Jahre Praxis in der Buchhaltung oder eine Weiterbildung zum Finanzbuchhalter. Wer sich weiterentwickeln will, legt die Prüfung zum Bilanzbuchhalter vor der IHK ab. Auch ein betriebswirtschaftliches Studium mit Schwerpunkt Rechnungswesen führt in den Beruf, häufig mit Aufstiegsperspektive. Quereinsteiger aus anderen kaufmännischen Bereichen finden über Lehrgänge und Stellen in der Kreditorenbuchhaltung einen Einstieg, der aber meist mit einfacheren Aufgaben beginnt.
Die Arbeit verlangt Genauigkeit über lange Strecken und wiederkehrende Abläufe. Fehler fallen oft erst beim Abschluss auf und kosten dann viel Zeit. Die Arbeitszeiten sind in der Regel planbar, doch zum Monatsende und besonders beim Jahresabschluss steigt der Termindruck deutlich, Überstunden sind in diesen Phasen verbreitet. Urlaub ist in diesen Wochen oft nicht möglich. Wer viel mit anderen Abteilungen klärt, braucht Hartnäckigkeit, denn fehlende Belege und unklare Rechnungen sind Alltag. Steuerrechtliche Vorgaben und Systemumstellungen ändern sich regelmäßig, die Arbeit verlangt daher laufende Fortbildung. Körperlich ist der Beruf wenig belastend, die sitzende Tätigkeit am Bildschirm aber dauerhaft.
Qualifizierte Fachkräfte in der Buchhaltung werden gesucht, viele Unternehmen finden nur schwer Personal mit Erfahrung in Abschlussarbeiten und ERP-Systemen. Gleichzeitig automatisieren Rechnungseingangslösungen und Schnittstellen einfache Erfassungsaufgaben, sodass reine Buchungstätigkeiten an Gewicht verlieren. Gefragt sind vor allem Kräfte, die Prozesse verstehen, Abweichungen klären und Abschlüsse eigenständig vorbereiten. Entwicklungswege führen zum Bilanzbuchhalter, zur Teamleitung in der Buchhaltung, ins Controlling oder in die Steuerabteilung größerer Unternehmen.
Üblich ist eine dreijährige kaufmännische Ausbildung, etwa als Industriekaufmann oder Steuerfachangestellter, gefolgt von Berufspraxis in der Buchhaltung. Eine Weiterbildung zum Finanzbuchhalter oder die IHK-Prüfung zum Bilanzbuchhalter vertieft die Kenntnisse und öffnet anspruchsvollere Stellen. Alternativ führt ein Bachelorstudium in Betriebswirtschaft mit Schwerpunkt Rechnungswesen in etwa drei Jahren in den Beruf.
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Bilanzbuchhalter verantworten das Rechnungswesen eines Unternehmens oder betreuen es für Mandanten: von der laufenden Buchführung über Monats- und Quartalsabschlüsse bis zur Erstellung von Jahresabschlüssen nach HGB, teils auch nach IFRS.
Controller planen, steuern und überwachen die Zahlen eines Unternehmens: Sie erstellen Budgets und Forecasts, analysieren Abweichungen und liefern der Geschäftsführung die Grundlage für Entscheidungen. In Industriebetrieben stehen dabei oft Herstellkosten, Kalkulation und Werksergebnisse im Mittelpunkt.
Kreditorenbuchhalter erfassen und prüfen Eingangsrechnungen, betreuen Lieferantenkonten und bereiten Zahlungsläufe vor. Sie sorgen dafür, dass Verbindlichkeiten korrekt gebucht, fristgerecht bezahlt und zum Monatsabschluss abgestimmt sind.
Lohn- und Gehaltsbuchhalter erstellen die monatlichen Entgeltabrechnungen für Beschäftigte, melden Sozialversicherungsbeiträge und Lohnsteuer und halten die Personalstammdaten aktuell. Sie arbeiten in Unternehmen, Steuerberatungskanzleien und bei Abrechnungsdienstleistern.
Steuerfachangestellte erledigen in Steuerberatungskanzleien die laufende Buchhaltung, Lohnabrechnungen, Jahresabschlüsse und Steuererklärungen für Mandanten und bereiten Unterlagen für die Steuerberaterin oder den Steuerberater vor.
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