Mediaberater (d/m/w)
In einem innovativen Medienunternehmen wie unserem bist du Teil eines Teams, das die Zukunft unserer Medienlandschaft...
Mediaberater verkaufen Werbeflächen und Werbezeiten in Zeitungen, Fachzeitschriften, Online-Portalen, Verzeichnissen oder im Rundfunk und beraten Kunden bei Planung und Gestaltung ihrer Anzeigen. Ein großer Teil der Vergütung hängt oft vom Verkaufserfolg ab.
Telefonische Akquise, Kundenberatung per Telefon oder Videocall, Angebotserstellung und die Pflege des CRM-Systems lassen sich gut von zu Hause erledigen, sofern Telefonanlage und Verlagssoftware per Fernzugriff erreichbar sind. Im Außendienst sind dagegen Kundenbesuche, Messen und Branchentermine vor Ort üblich, sodass dort höchstens Büroarbeit zwischen den Terminen zu Hause stattfindet. Verbreitet sind vor allem hybride Modelle mit einzelnen Homeoffice-Tagen pro Woche; Stellen ganz von zu Hause gibt es, vor allem im reinen Telefonverkauf, sie sind aber nicht die Regel, und wie häufig sie im Beruf insgesamt vorkommen, lässt sich nicht verlässlich beziffern. Wer von zu Hause verkauft, braucht einen ruhigen Arbeitsplatz für lange Telefonzeiten, muss zu festen Kernzeiten erreichbar sein und arbeitet meist mit Anrufzielen, die digital nachverfolgt werden. Kundendaten und Vertragskonditionen sind vertraulich zu behandeln, bei Kanzleikunden besonders sorgfältig. Einarbeitung, Teamrunden und Verkaufsschulungen finden häufig im Verlag statt, weshalb viele Arbeitgeber zumindest anfangs oder regelmäßig Präsenztage verlangen.
Das gilt für den Beruf insgesamt und nicht für jede Stelle. Ob ganz von zu Hause, überwiegend oder an einzelnen Tagen gearbeitet wird, steht in der jeweiligen Anzeige – darauf lohnt sich vor der Bewerbung ein genauer Blick.
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.600 € | 3.000 € | 3.500 € | 36.000 € | |
| Mit Berufserfahrung | 3.200 € | 3.800 € | 4.700 € | 45.600 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 4.000 € | 4.900 € | 6.500 € | 58.800 € |
Am stärksten hängt das Einkommen vom Anteil der Provision ab, der zusätzlich zu den genannten Fixgehältern kommt und bei erfolgreichen Beratern einen großen Teil des Gesamtverdiensts ausmachen kann, in schwachen Monaten aber gering ausfällt. Einige Verlage zahlen nach den Gehaltstarifverträgen für Angestellte in Zeitungs- und Zeitschriftenverlagen, viele sind jedoch nicht tarifgebunden; digitale Vermarkter und große Fachverlage zahlen meist mehr als lokale Anzeigenblätter oder Verzeichnisanbieter mit reinem Telefonverkauf.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und gerundet. Sie gelten für eine Vollzeitstelle und für den Beruf insgesamt – im Büro wie von zu Hause. In Teilzeit verringert sich das Gehalt im Verhältnis der Stunden.
Das Jahresbrutto ist das 12-Fache des Monatswertes, ohne Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Im Einzelfall entscheiden Arbeitgeber, Tarifbindung, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Mediaberater verkaufen Werbung. Sie arbeiten für Verlage, Online-Portale, Radiosender oder Vermarkter und betreuen Unternehmen, Selbstständige und Kanzleien, die Anzeigen schalten, Einträge in Branchenverzeichnissen buchen oder Banner auf Websites platzieren wollen. Zum Alltag gehören Telefonate mit Bestandskunden, die Akquise neuer Kunden per Telefon und E-Mail, Beratungsgespräche über Zielgruppe, Format und Platzierung sowie das Erstellen von Angeboten auf Grundlage der Mediadaten. Ist ein Auftrag erteilt, stimmen Mediaberater Motive und Termine mit Kunden und der Anzeigenproduktion ab, prüfen Druckunterlagen oder Online-Formate und kümmern sich um Reklamationen. Bei Fachverlagen und Verzeichnisanbietern für die Rechtsbranche richten sich die Angebote etwa an Anwaltskanzleien, die in Fachzeitschriften, Anwaltsverzeichnissen oder auf juristischen Portalen sichtbar werden wollen. Dort gehört es dazu, die Werberegeln des anwaltlichen Berufsrechts zu kennen. Im Außendienst kommen Kundentermine vor Ort, Messen und Branchenveranstaltungen hinzu.
Der Beruf ist nicht geschützt, ein fester Ausbildungsweg ist nicht vorgeschrieben. Viele haben eine dreijährige duale Ausbildung als Medienkaufmann Digital und Print oder als Kaufmann für Marketingkommunikation abgeschlossen. Ebenso verbreitet ist der Quereinstieg aus dem Vertrieb, dem Einzelhandel, dem Callcenter oder aus anderen kaufmännischen Berufen; Verlage arbeiten neue Mitarbeiter dann intern in Produkte und Preisstrukturen ein. Wer im Fachmedienbereich arbeitet, profitiert von Branchenkenntnis, etwa als ehemalige Rechtsanwaltsfachangestellte bei juristischen Verlagen. Als Weiterbildung bietet sich der Abschluss als Medienfachwirt bei der IHK an, für leitende Positionen auch ein Studium in Medienmanagement, Marketing oder Betriebswirtschaft.
Mediaberatung ist Vertrieb mit Zielvorgaben. Umsatzziele pro Monat oder Ausgabe, Anzeigenschlüsse und Erscheinungstermine erzeugen regelmäßig Termindruck, besonders vor Sonderausgaben und zum Jahresende. Kaltakquise am Telefon gehört in vielen Stellen dazu, und Absagen sind häufiger als Zusagen; wer damit schlecht umgehen kann, hat es schwer. Weil ein Teil des Einkommens oft an Provisionen hängt, schwankt das Gehalt mit der Auftragslage. Die Fluktuation ist in Teilen der Branche, vor allem im telefonischen Verkauf von Verzeichniseinträgen, spürbar hoch. Arbeitszeiten liegen meist im Rahmen üblicher Bürozeiten, Außendienstler haben jedoch Fahrzeiten und gelegentlich Abendtermine oder Messetage.
Der Markt für gedruckte Anzeigen schrumpft seit Jahren, Stellen bei Tageszeitungen und Anzeigenblättern fallen weg. Gleichzeitig wächst die Nachfrage nach Beratern, die digitale Formate, Suchmaschinenwerbung, Newsletter-Sponsoring oder Social-Media-Kampagnen verkaufen können. Fachmedien mit klar abgegrenzten Zielgruppen, etwa für Juristen, Ärzte oder Handwerker, sind vergleichsweise stabil. Mit Erfahrung führen Wege zum Key-Account-Manager für Großkunden, in die Anzeigen- oder Verkaufsleitung, ins Agenturgeschäft oder in die Mediaplanung. Wer digitale Vermarktung beherrscht, hat deutlich bessere Chancen als jemand, der nur das Printgeschäft kennt.
Üblich ist eine dreijährige duale Ausbildung als Medienkaufmann Digital und Print oder Kaufmann für Marketingkommunikation mit IHK-Abschluss. Häufig ist auch der Quereinstieg aus dem Vertrieb mit interner Einarbeitung von einigen Wochen bis Monaten. Aufstiegsfortbildung ist der IHK-Abschluss Medienfachwirt.
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