Lohn- und Finanzbuchhalter (w/m/d) in Sachsenheim
Als mittelständische Steuerberatungsgesellschaft mit über 1.500 Mitarbeitenden an mehr als 70 Standorten in Baden-Württe...
Lohn- und Finanzbuchhalter erfassen und prüfen die Geschäftsvorfälle eines Unternehmens oder mehrerer Mandanten und erstellen die monatlichen Lohn- und Gehaltsabrechnungen. Sie arbeiten in Steuerkanzleien, Buchhaltungsbüros und den Rechnungswesenabteilungen von Unternehmen.
Buchen, Kontenabstimmung, Lohnabrechnung und die meisten Meldungen lassen sich von zu Hause erledigen, sofern Belege digital vorliegen und ein sicherer Zugang zur Kanzlei- oder Firmensoftware besteht. Anwesenheit verlangen vor allem Papierbelege, die noch eingehen, die Einarbeitung, Mandantengespräche vor Ort und in manchen Betrieben die Abstimmung mit Personalabteilung und Geschäftsführung. In Steuerkanzleien und größeren Unternehmen ist ein Wechsel aus Büro und Homeoffice an einzelnen bis mehreren Tagen pro Woche in vielen Stellen üblich geworden, überwiegend oder ganz von zu Hause zu arbeiten ist dagegen eher bei spezialisierten Buchhaltungsdienstleistern und nach längerer Betriebszugehörigkeit möglich als die Regel. Kleinere Betriebe mit papierbasierten Abläufen bieten oft wenig oder kein Homeoffice. Wer zu Hause arbeitet, braucht einen ungestörten Arbeitsplatz, an dem Lohndaten und Mandantenunterlagen vor Familienmitgliedern geschützt sind, sowie eine stabile Internetverbindung für VPN und Software, die Ausstattung stellt meist der Arbeitgeber. Zu den Abrechnungsterminen wird in der Regel feste Erreichbarkeit für Rückfragen erwartet.
Das gilt für den Beruf insgesamt und nicht für jede Stelle. Ob ganz von zu Hause, überwiegend oder an einzelnen Tagen gearbeitet wird, steht in der jeweiligen Anzeige – darauf lohnt sich vor der Bewerbung ein genauer Blick.
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.800 € | 3.200 € | 3.600 € | 38.400 € | |
| Mit Berufserfahrung | 3.300 € | 3.800 € | 4.500 € | 45.600 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 4.100 € | 4.700 € | 5.600 € | 56.400 € |
Einen allgemeinen Tarifvertrag gibt es nicht, in Steuerkanzleien wird meist frei verhandelt, teils orientiert an den Gehaltsempfehlungen der Steuerberaterkammern, in tarifgebundenen Industrie- oder öffentlichen Betrieben gelten deren Tarifwerke wie die Metall- und Elektrotarife oder TVöD. Am stärksten wirken sich Weiterbildungen wie Bilanzbuchhalter oder Steuerfachwirt, eigenständige Verantwortung für Abschlüsse und Lohn sowie Betriebsgröße und Region aus, große Unternehmen in Ballungsräumen zahlen meist mehr als kleine Kanzleien auf dem Land.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und gerundet. Sie gelten für eine Vollzeitstelle und für den Beruf insgesamt – im Büro wie von zu Hause. In Teilzeit verringert sich das Gehalt im Verhältnis der Stunden.
Das Jahresbrutto ist das 12-Fache des Monatswertes, ohne Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Im Einzelfall entscheiden Arbeitgeber, Tarifbindung, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
In der Finanzbuchhaltung werden Eingangs- und Ausgangsrechnungen kontiert und gebucht, Bankumsätze abgeglichen, offene Posten überwacht und Mahnungen vorbereitet. Dazu kommen Umsatzsteuervoranmeldungen, die Abstimmung von Konten und die Vorarbeiten für Monats- und Jahresabschlüsse. In der Lohnbuchhaltung werden Stammdaten von Beschäftigten gepflegt, Arbeitszeiten, Zuschläge, Krankheitstage und Sachbezüge erfasst und daraus die monatlichen Abrechnungen erstellt. Dazu gehören Meldungen an Krankenkassen und Finanzamt, Beitragsnachweise, Lohnsteueranmeldungen und Bescheinigungen für Ämter. In Steuerkanzleien betreut eine Fachkraft meist mehrere Mandanten nebeneinander, klärt Rückfragen per Telefon oder E-Mail und fordert fehlende Belege an. Gearbeitet wird fast durchgehend mit Buchhaltungs- und Lohnsoftware, in Kanzleien überwiegend mit DATEV.
Einen eigenen Ausbildungsberuf mit dieser Bezeichnung gibt es nicht. Üblich ist eine dreijährige kaufmännische Ausbildung, etwa als Steuerfachangestellter, Kaufmann für Büromanagement oder Industriekaufmann, mit anschließender Berufspraxis im Rechnungswesen. Viele vertiefen ihr Wissen mit Weiterbildungen der IHK oder privater Anbieter, etwa zur Fachkraft für Lohn und Gehalt oder zum Finanzbuchhalter. Quereinsteiger aus anderen kaufmännischen Berufen finden über solche Lehrgänge ebenfalls einen Zugang, brauchen aber in der Regel einige Zeit Praxis, bevor sie Abrechnungen eigenständig verantworten. Ein Studium ist nicht erforderlich.
Die Arbeit folgt festen Fristen. Löhne müssen pünktlich ausgezahlt, Sozialversicherungsbeiträge und Steueranmeldungen termingerecht übermittelt werden. Rund um die Monatswechsel, zum Jahresende und in der Abschlusszeit steigt das Arbeitsaufkommen deutlich, Überstunden sind dann nicht ungewöhnlich. Fehler in der Lohnabrechnung fallen sofort auf, weil Beschäftigte ihr Gehalt prüfen, und führen zu Nachfragen und Korrekturen. Steuer- und Sozialversicherungsrecht ändern sich jedes Jahr, oft kurzfristig zum Jahreswechsel, sodass laufende Fortbildung zum Beruf gehört. Die Tätigkeit verlangt Genauigkeit über lange Bildschirmphasen, Geduld bei unvollständigen Unterlagen und Verschwiegenheit, denn Gehälter, Pfändungen oder Krankheitszeiten sind vertrauliche Daten. In Kanzleien kommt der Wechsel zwischen vielen Mandanten mit unterschiedlichen Abläufen hinzu.
Die Nachfrage ist hoch. Steuerkanzleien und Unternehmen suchen seit Jahren Fachkräfte, besonders in der Lohnabrechnung, wo erfahrene Kräfte knapp sind. Die Digitalisierung verändert den Beruf spürbar: Belege werden zunehmend automatisch ausgelesen und vorkontiert, einfache Buchungen fallen weg. Gefragt bleiben Prüfung, Klärung von Sonderfällen und Abschlussarbeiten. Als Entwicklungswege bieten sich die Weiterbildung zum Geprüften Bilanzbuchhalter oder zum Steuerfachwirt an, später Teamleitungen in Kanzleien oder die Leitung der Buchhaltung in einem Unternehmen. Mit entsprechender Qualifikation ist auch eine selbstständige Tätigkeit im Rahmen der laufenden Buchführung möglich, die gesetzlichen Grenzen für Hilfe in Steuersachen sind dabei zu beachten.
Üblich ist eine dreijährige duale Ausbildung als Steuerfachangestellter oder in einem anderen kaufmännischen Beruf, gefolgt von Praxis in Buchhaltung und Lohnabrechnung. Ergänzend werden häufig IHK-Weiterbildungen wie Fachkraft für Lohn und Gehalt oder Finanzbuchhalter absolviert, die je nach Form einige Monate bis etwa ein Jahr dauern.
Als mittelständische Steuerberatungsgesellschaft mit über 1.500 Mitarbeitenden an mehr als 70 Standorten in Baden-Württe...
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Bilanzbuchhalter verantworten das Rechnungswesen eines Unternehmens oder betreuen es für Mandanten: von der laufenden Buchführung über Monats- und Quartalsabschlüsse bis zur Erstellung von Jahresabschlüssen nach HGB, teils auch nach IFRS.
Kreditorenbuchhalter erfassen und prüfen Eingangsrechnungen, betreuen Lieferantenkonten und bereiten Zahlungsläufe vor. Sie sorgen dafür, dass Verbindlichkeiten korrekt gebucht, fristgerecht bezahlt und zum Monatsabschluss abgestimmt sind.
Personalsachbearbeiter verwalten die Personaldaten eines Unternehmens, bereiten Verträge, Bescheinigungen und die Entgeltabrechnung vor und beantworten Fragen der Beschäftigten zu Arbeitszeit, Urlaub und Gehalt.
Steuerfachangestellte erledigen in Steuerberatungskanzleien die laufende Buchhaltung, Lohnabrechnungen, Jahresabschlüsse und Steuererklärungen für Mandanten und bereiten Unterlagen für die Steuerberaterin oder den Steuerberater vor.
Steuerfachwirte sind fortgebildete Fachkräfte in Steuerkanzleien und Steuerabteilungen, die Jahresabschlüsse und Steuererklärungen weitgehend eigenständig erstellen, Mandate betreuen und den Steuerberater fachlich entlasten.
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