Kaufmännischer Projektmitarbeiter (m/w/d)
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Kaufmännische Projektmitarbeiter begleiten Projekte von der Angebotsphase bis zur Schlussrechnung auf der kaufmännischen Seite: Sie überwachen Kosten und Budgets, bereiten Rechnungen und Verträge vor und halten Termine und Zahlungsflüsse im Blick. In der Metallindustrie geht es dabei oft um Aufträge im Anlagen- und Maschinenbau.
Ein großer Teil der Arbeit läuft am Rechner: Kostenauswertungen, Rechnungsstellung, Pflege im ERP-System, Berichte und Abstimmungen per Videokonferenz lassen sich grundsätzlich von zu Hause erledigen. Anwesenheit verlangen Projektbesprechungen mit Technik und Projektleitung, die Einarbeitung in Produkte und Abläufe sowie gelegentlich Termine beim Kunden oder Vor-Ort-Begehungen. In der Metallindustrie ist Homeoffice für kaufmännische Angestellte vor allem in größeren Unternehmen in Teilen üblich, meist an einzelnen Tagen oder an zwei bis drei Tagen pro Woche; eine Stelle ganz von zu Hause ist die Ausnahme, und in kleineren, produktionsnahen Betrieben wird oft überwiegend Präsenz erwartet. Wer von zu Hause arbeitet, braucht einen gesicherten Zugang zu ERP und Firmennetz per VPN und muss mit vertraulichen Vertrags- und Preisdaten sorgfältig umgehen. Zu Abschlussterminen und bei Problemen im Projekt wird schnelle Erreichbarkeit erwartet, und der kurze Weg zu Kollegen aus Technik und Einkauf fehlt, was mehr schriftliche Abstimmung bedeutet.
Das gilt für den Beruf insgesamt und nicht für jede Stelle. Ob ganz von zu Hause, überwiegend oder an einzelnen Tagen gearbeitet wird, steht in der jeweiligen Anzeige – darauf lohnt sich vor der Bewerbung ein genauer Blick.
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 3.000 € | 3.600 € | 4.200 € | 43.200 € | |
| Mit Berufserfahrung | 3.600 € | 4.300 € | 5.000 € | 51.600 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 4.400 € | 5.200 € | 6.300 € | 62.400 € |
Am stärksten hängt das Gehalt davon ab, ob der Arbeitgeber nach dem Tarifvertrag der Metall- und Elektroindustrie der IG Metall mit dem jeweiligen Entgeltrahmenabkommen bezahlt; tarifgebundene Großunternehmen liegen deutlich über nicht tarifgebundenen kleineren Betrieben, zusätzlich kommen dort Sonderzahlungen hinzu. Daneben spielen die Projektgröße, Verantwortung für Auslandsprojekte und die Region des Arbeitgebers eine Rolle, wobei Süddeutschland meist höher liegt.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und gerundet. Sie gelten für eine Vollzeitstelle und für den Beruf insgesamt – im Büro wie von zu Hause. In Teilzeit verringert sich das Gehalt im Verhältnis der Stunden.
Das Jahresbrutto ist das 12-Fache des Monatswertes, ohne Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Im Einzelfall entscheiden Arbeitgeber, Tarifbindung, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Kaufmännische Projektmitarbeiter sorgen dafür, dass ein Projekt nicht nur technisch, sondern auch wirtschaftlich aufgeht. In der Metallindustrie sind das häufig Kundenaufträge über Sondermaschinen, Anlagen oder Baugruppen, die sich über Monate oder Jahre ziehen. Sie legen Projekte im ERP-System an, meist SAP, pflegen Projektstrukturpläne und Kostenstellen, erfassen Bestellungen und gleichen Ist-Kosten mit dem Budget ab. Sie erstellen Abschlags- und Schlussrechnungen nach Zahlungsplan, überwachen Zahlungseingänge, Anzahlungs- und Gewährleistungsbürgschaften und melden Abweichungen an die Projektleitung. Dazu kommen Nachtragsangebote, die Prüfung von Vertragsklauseln zu Lieferterminen und Vertragsstrafen, Monatsberichte für das Controlling und die Abstimmung mit Einkauf, Buchhaltung und Vertrieb. Bei Auslandsprojekten gehören Exportdokumente, Akkreditive und Währungsfragen dazu.
Eine eigene Ausbildung gibt es nicht. Üblich ist eine kaufmännische Berufsausbildung, etwa als Industriekauffrau oder Industriekaufmann, mit anschließender Berufserfahrung in Auftragsabwicklung, Controlling oder Buchhaltung. Viele Arbeitgeber suchen auch Absolventen eines betriebswirtschaftlichen Studiums oder des Wirtschaftsingenieurwesens. Weiterbildungen zum Industriefachwirt, Bilanzbuchhalter oder Zertifikate im Projektmanagement nach IPMA oder PMI erleichtern den Einstieg und den Aufstieg. Quereinsteiger kommen oft aus der Sachbearbeitung im Vertrieb oder Einkauf desselben Unternehmens, weil sie die Produkte und Abläufe schon kennen.
Die Arbeit ist von Stichtagen geprägt: Monatsabschlüsse, Quartalsberichte, Abrechnungstermine gegenüber dem Kunden. Wenn ein Projekt in Verzug gerät oder Kosten aus dem Ruder laufen, steigt der Druck, und die kaufmännische Seite muss die Zahlen schnell und belastbar liefern. Die Stelle sitzt zwischen Technik, Projektleitung und Finanzabteilung, was Abstimmung und manchmal Konflikte mit sich bringt, etwa wenn Mehrkosten verursacht, aber nicht gemeldet wurden. Gefragt sind Genauigkeit, Zahlenverständnis, sichere Arbeit mit Excel und ERP-Systemen sowie ein Grundverständnis für technische Abläufe. Englisch wird in international tätigen Unternehmen regelmäßig verlangt. Die Arbeitszeiten sind überwiegend geregelt, Überstunden fallen vor allem zu Abschlussterminen an. Reisen sind selten, kommen aber bei Projektbesprechungen beim Kunden oder an Baustellen vor.
Im Anlagen- und Maschinenbau werden Aufträge zunehmend als Projekte gesteuert, und kaufmännische Projektbegleitung ist dort fest etabliert. Die Nachfrage hängt allerdings an der Auftragslage der Branche, die konjunkturell schwankt und im Zuge der Transformation der Industrie unter Druck steht. Wer Erfahrung mit SAP PS, Projektcontrolling und Auslandsgeschäft mitbringt, findet in der Regel gute Anschlussmöglichkeiten. Entwicklungswege führen zum Projektcontroller, zum kaufmännischen Projektleiter oder in die Leitung der Auftragsabwicklung. Auch der Wechsel in Bauindustrie, Energiewirtschaft oder öffentliche Großprojekte ist möglich, weil die Aufgaben dort ähnlich sind.
Üblich ist eine dreijährige kaufmännische Ausbildung, etwa zur Industriekauffrau oder zum Industriekaufmann, gefolgt von einigen Jahren Berufserfahrung in Auftragsabwicklung oder Controlling. Alternativ führt ein Bachelorstudium in Betriebswirtschaft oder Wirtschaftsingenieurwesen von meist drei bis dreieinhalb Jahren in den Beruf. Weiterbildungen wie Industriefachwirt oder ein Projektmanagement-Zertifikat unterstützen den Aufstieg.
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Kaufmännische Projektleiter verantworten die wirtschaftliche Seite von Projekten, im Baugewerbe meist von Bauvorhaben: Kalkulation, Verträge, Nachträge, Kostenkontrolle und Abrechnung. Sie arbeiten eng mit der technischen Projektleitung zusammen und stehen für das Projektergebnis ein.
Projektcontroller planen, überwachen und steuern Kosten, Termine und Ressourcen von Projekten. Sie liefern Projektleitung und Geschäftsführung die Zahlen, auf deren Grundlage Projekte weitergeführt, angepasst oder gestoppt werden.
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