Finance Specialist (m/w/d)
Analysys Mason ist eine international führende Managementberatung für technologieintensive Branchen. Seit 1985 begleiten...
Finance Specialists übernehmen in Unternehmen Aufgaben aus Buchhaltung, Abschluss, Reporting und Zahlungsverkehr. Die Bezeichnung ist vor allem in international aufgestellten Firmen und Shared-Service-Centern verbreitet und umfasst je nach Stelle sehr unterschiedliche Schwerpunkte.
Die meisten Tätigkeiten, also Buchen, Abstimmen, Reporting und Analysen, lassen sich mit VPN-Zugang zu den Unternehmenssystemen von zu Hause erledigen. In vielen Unternehmen ist Homeoffice in diesem Beruf deshalb in Teilen üblich, häufig an zwei bis drei Tagen pro Woche; überwiegend von zu Hause wird vor allem in manchen Shared-Service-Centern und größeren Konzernen gearbeitet, ganz von zu Hause eher in einem kleineren Teil der Stellen. Anwesenheit wird oft in der Einarbeitung, während Prüfungen durch Wirtschaftsprüfer, bei Teamterminen und in manchen Betrieben auch zum Abschluss verlangt, außerdem dort, wo noch Papierbelege oder Postein- und -ausgang bearbeitet werden. Kleinere Firmen erwarten häufiger feste Bürotage als Konzerne. Wer von zu Hause arbeitet, braucht einen Arbeitsplatz, an dem vertrauliche Finanzdaten nicht von anderen eingesehen werden können, und muss besonders in Abschlusswochen zu festen Zeiten erreichbar sein. Abstimmungen laufen dann überwiegend über Videokonferenzen und Ticketsysteme, oft mit Kolleginnen und Kollegen an anderen Standorten.
Das gilt für den Beruf insgesamt und nicht für jede Stelle. Ob ganz von zu Hause, überwiegend oder an einzelnen Tagen gearbeitet wird, steht in der jeweiligen Anzeige – darauf lohnt sich vor der Bewerbung ein genauer Blick.
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 3.000 € | 3.600 € | 4.300 € | 43.200 € | |
| Mit Berufserfahrung | 3.800 € | 4.500 € | 5.400 € | 54.000 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 4.800 € | 5.800 € | 7.000 € | 69.600 € |
Das Gehalt hängt vor allem von der Unternehmensgröße und dem Aufgabenzuschnitt ab: Konzerne und Stellen mit Abschluss-, IFRS- oder Reportingverantwortung zahlen deutlich mehr als reine Erfassungsaufgaben in kleineren Dienstleistungsfirmen. Meist wird frei verhandelt; tarifgebunden sind die Stellen nur in Branchen mit Flächentarif, etwa nach den Tarifverträgen der Metall- und Elektroindustrie, der chemischen Industrie oder des privaten Bankgewerbes.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und gerundet. Sie gelten für eine Vollzeitstelle und für den Beruf insgesamt – im Büro wie von zu Hause. In Teilzeit verringert sich das Gehalt im Verhältnis der Stunden.
Das Jahresbrutto ist das 12-Fache des Monatswertes, ohne Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Im Einzelfall entscheiden Arbeitgeber, Tarifbindung, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Die Bezeichnung ist kein geschützter Berufsname, sondern ein Stellentitel, hinter dem sich je nach Unternehmen Aufgaben aus Finanzbuchhaltung, Controlling und Treasury verbergen. Typisch ist die Arbeit an den laufenden Zahlen eines Unternehmens. Finance Specialists prüfen und buchen Eingangsrechnungen, stimmen Konten ab, bereiten Zahlungsläufe vor und klären offene Posten mit Lieferanten oder Kunden. Zum Monats- und Jahresabschluss erfassen sie Abgrenzungen und Rückstellungen, gleichen konzerninterne Verrechnungen ab und erstellen Berichte für die Konzernzentrale oder das Management. In vielen Stellen kommen Abweichungsanalysen, Budgetvorbereitung und die Mitarbeit bei Wirtschaftsprüfungen hinzu. Gearbeitet wird fast ausschließlich am Rechner, meist in ERP-Systemen wie SAP oder Oracle und in Excel. In international aufgestellten Unternehmen ist Englisch oft Arbeitssprache, Berichte folgen dann neben dem HGB auch IFRS oder US-GAAP.
Den einen Ausbildungsweg gibt es nicht. Viele kommen über eine kaufmännische Ausbildung, etwa als Industriekaufmann, Steuerfachangestellte oder Kaufmann für Büromanagement, und haben sich danach zum Bilanzbuchhalter oder Finanzbuchhalter weitergebildet. Ebenso häufig ist ein Studium der Betriebswirtschaftslehre, des Finanz- und Rechnungswesens oder der Wirtschaftswissenschaften mit Schwerpunkt Accounting. Ein Quereinstieg ist möglich, wenn Buchhaltungskenntnisse und Erfahrung mit einem gängigen ERP-System nachgewiesen werden können; Berufserfahrung aus der Steuerberatung oder Wirtschaftsprüfung wird oft angerechnet. Gute Englischkenntnisse verlangen die meisten Stellen ausdrücklich.
Die Arbeit folgt einem festen Rhythmus mit wiederkehrenden Spitzen. In den Tagen um den Monatsabschluss, zum Quartals- und besonders zum Jahresabschluss stehen Fristen der Konzernzentrale oder der Prüfer fest, Überstunden sind in dieser Zeit verbreitet und Urlaub ist dann oft gesperrt. Dazwischen besteht ein großer Teil der Tätigkeit aus Routine, die Genauigkeit über lange Strecken verlangt. Fehler fallen spät auf und kosten dann viel Zeit bei der Suche. In Shared-Service-Centern sind Aufgaben häufig eng zugeschnitten und stark standardisiert, mit Kennzahlen zu Bearbeitungszeiten; das empfinden manche als eintönig. Hinzu kommt die Abstimmung über Standorte und Zeitzonen hinweg, teils mit Terminen am frühen Morgen oder späten Nachmittag. Systemumstellungen und Automatisierung verlangen, sich regelmäßig in neue Software und Prozesse einzuarbeiten.
Fachkräfte im Rechnungswesen werden seit Jahren gesucht, die Nachfrage nach Finance Specialists ist entsprechend stabil. Gleichzeitig verändert die Automatisierung das Berufsbild: Einfache Buchungen und Rechnungsprüfungen übernehmen zunehmend Software und Texterkennung, gefragt sind dafür Analyse, Prozessverständnis und Systemkenntnis. Wer nur reine Erfassungsaufgaben erledigt, steht stärker unter Druck als jemand mit Abschluss- oder Reportingerfahrung. Entwicklungswege führen zum Senior Finance Specialist, zum Team- oder Gruppenleiter im Accounting, in Richtung Controlling oder Financial Planning sowie mit einer Weiterbildung zum Bilanzbuchhalter oder einem Masterabschluss in Positionen wie Head of Accounting.
Üblich ist entweder eine dreijährige kaufmännische Ausbildung, ergänzt um einige Jahre Berufspraxis und häufig eine Weiterbildung zum Bilanzbuchhalter, oder ein drei- bis vierjähriges Bachelorstudium in BWL bzw. Finanz- und Rechnungswesen. Quereinsteiger aus Steuerberatung oder Wirtschaftsprüfung werden oft direkt eingestellt.
Analysys Mason ist eine international führende Managementberatung für technologieintensive Branchen. Seit 1985 begleiten...
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Accountants führen die laufende Finanzbuchhaltung eines Unternehmens, erstellen Monats- und Jahresabschlüsse und arbeiten dabei häufig nach deutschen und internationalen Rechnungslegungsstandards, oft in englischsprachigen Teams.
Bilanzbuchhalter verantworten das Rechnungswesen eines Unternehmens oder betreuen es für Mandanten: von der laufenden Buchführung über Monats- und Quartalsabschlüsse bis zur Erstellung von Jahresabschlüssen nach HGB, teils auch nach IFRS.
Controller planen, steuern und überwachen die Zahlen eines Unternehmens: Sie erstellen Budgets und Forecasts, analysieren Abweichungen und liefern der Geschäftsführung die Grundlage für Entscheidungen. In Industriebetrieben stehen dabei oft Herstellkosten, Kalkulation und Werksergebnisse im Mittelpunkt.
Finanzbuchhalter erfassen und prüfen die Geschäftsvorfälle eines Unternehmens, führen Haupt- und Nebenbücher und bereiten Monats- und Jahresabschlüsse vor. Sie arbeiten in Unternehmen oder in Kanzleien für Steuerberatung und Wirtschaftsprüfung.
Kreditorenbuchhalter erfassen und prüfen Eingangsrechnungen, betreuen Lieferantenkonten und bereiten Zahlungsläufe vor. Sie sorgen dafür, dass Verbindlichkeiten korrekt gebucht, fristgerecht bezahlt und zum Monatsabschluss abgestimmt sind.
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