Senior Experte - Risikomanager Kredit Firmenkunden und Kommunen Frankreich (m/w/d)
Wir sind die deutsch-französische Bank mit Hauptsitz im Herzen der deutsch-französischen Grenzregion, direkt im Zentrum...
Experten in Banken sind Fachleute für ein abgegrenztes Gebiet wie Kreditanalyse, Meldewesen, Zahlungsverkehr, Wertpapierabwicklung oder Regulatorik. Sie bearbeiten schwierige Fälle, beraten Kollegen und Kundenbetreuer fachlich und halten Prozesse auf dem Stand der Vorschriften.
In den Fachabteilungen von Banken ist mobiles Arbeiten seit einigen Jahren in Teilen üblich, meist an zwei bis drei Tagen pro Woche auf Grundlage einer Betriebs- oder Dienstvereinbarung; ganz von zu Hause arbeiten Experten nur in wenigen Stellen, etwa bei größeren Instituten oder Dienstleistern mit verteilten Teams. Gut von zu Hause erledigen lassen sich Analysen, Kreditvorlagen, Prüfungen von Meldungen, das Lesen und Umsetzen von Vorschriften sowie Abstimmungen per Videokonferenz. Anwesenheit verlangen Termine mit Firmenkunden, Gremiensitzungen, Prüfungen durch Revision oder Aufsicht, die Einarbeitung neuer Kollegen und je nach Haus die Arbeit mit Papierunterlagen oder bestimmten Systemen, die nur im Haus freigegeben sind. Kleinere Sparkassen und Genossenschaftsbanken sind oft zurückhaltender als Großbanken, und in der Probezeit wird häufig zunächst vor Ort gearbeitet. Wer von zu Hause arbeitet, tut das mit Geräten der Bank über gesicherte Verbindungen, muss das Bankgeheimnis und den Datenschutz auch in der eigenen Wohnung wahren, darf Unterlagen meist nicht privat ausdrucken und braucht einen Arbeitsplatz, an dem Dritte nicht mithören oder mitlesen.
Das gilt für den Beruf insgesamt und nicht für jede Stelle. Ob ganz von zu Hause, überwiegend oder an einzelnen Tagen gearbeitet wird, steht in der jeweiligen Anzeige – darauf lohnt sich vor der Bewerbung ein genauer Blick.
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 3.600 € | 4.200 € | 5.000 € | 50.400 € | |
| Mit Berufserfahrung | 4.400 € | 5.200 € | 6.200 € | 62.400 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 5.500 € | 6.500 € | 8.000 € | 78.000 € |
Das Gehalt richtet sich in den meisten Häusern nach Tarif: in Sparkassen nach dem TVöD-Sparkassen, in privaten und öffentlichen Banken nach dem Tarifvertrag für das private Bankgewerbe und die öffentlichen Banken, in Genossenschaftsbanken nach dem Tarifvertrag für die Volksbanken und Raiffeisenbanken; entscheidend ist die Eingruppierung der Stelle. Spezialisierte Experten in Risikomanagement oder Regulatorik bei Großbanken und in Ballungsräumen werden oft außertariflich bezahlt und erreichen dann den oberen Rand der Spanne, kleinere Regionalbanken liegen eher am unteren.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und gerundet. Sie gelten für eine Vollzeitstelle und für den Beruf insgesamt – im Büro wie von zu Hause. In Teilzeit verringert sich das Gehalt im Verhältnis der Stunden.
Das Jahresbrutto ist das 12-Fache des Monatswertes, ohne Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Im Einzelfall entscheiden Arbeitgeber, Tarifbindung, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
„Experte“ ist in Banken keine geschützte Berufsbezeichnung, sondern eine Stellenstufe oberhalb der Sachbearbeitung. Die Bezeichnung steht fast immer mit einem Fachgebiet: Experte Kreditrisiko, Experte Meldewesen, Experte Zahlungsverkehr, Experte Baufinanzierung, Experte Geldwäscheprävention. Entsprechend verschieden ist der Alltag. Gemeinsam ist den Stellen, dass sie die anspruchsvollen Fälle übernehmen, die Standardbearbeitung nicht abdeckt. Im Kreditbereich heißt das etwa, Jahresabschlüsse von Firmenkunden auszuwerten, Sicherheiten zu bewerten und Kreditvorlagen für die Entscheidungsgremien zu schreiben. Im Meldewesen geht es darum, Meldungen an Bundesbank und Aufsicht zu prüfen und Abweichungen zu klären. In der Regulatorik werden neue Vorgaben der BaFin oder der europäischen Aufsicht gelesen, in interne Arbeitsanweisungen übersetzt und mit den Fachabteilungen umgesetzt. Dazu kommen Rückfragen von Kundenberatern, Mitarbeit in Projekten, etwa bei der Umstellung von IT-Systemen, und die Einarbeitung jüngerer Kollegen.
Der klassische Weg führt über die Ausbildung zum Bankkaufmann oder zur Bankkauffrau, die zweieinhalb bis drei Jahre dauert, danach mehrere Jahre Berufserfahrung und eine Weiterbildung. In Sparkassen und Genossenschaftsbanken sind das der Bankfachwirt, der Bankbetriebswirt oder Abschlüsse der Sparkassenakademien und der ADG. Zunehmend werden auch Absolventen eines Studiums der Betriebswirtschaft, Wirtschaftswissenschaften, Wirtschaftsinformatik oder Mathematik eingestellt, vor allem für Risikocontrolling, Meldewesen und Datenanalyse. Quereinstieg gelingt am ehesten aus verwandten Bereichen: aus der Wirtschaftsprüfung, aus Steuerberatungskanzleien, aus der Unternehmensberatung oder aus der IT von Finanzdienstleistern. Ohne Bankerfahrung ist der Einstieg direkt auf Expertenstufe selten.
Die Arbeit verlangt Genauigkeit und die Bereitschaft, sich in umfangreiche Regelwerke einzulesen, die sich laufend ändern. Fehler haben Folgen: falsche Meldungen ziehen Rückfragen der Aufsicht nach sich, schlecht begründete Kreditentscheidungen fallen in Prüfungen der internen Revision auf. Termindruck entsteht vor Meldestichtagen, zum Jahresabschluss, bei Prüfungen und wenn neue Vorschriften zu einem festen Datum gelten. Die Arbeitszeiten sind in der Regel geregelt und liegen tagsüber, Überstunden fallen in diesen Phasen aber an. Schwer fällt vielen der Anteil an Dokumentation und Abstimmung: Ein großer Teil der Arbeit besteht darin, Entscheidungen nachvollziehbar festzuhalten. Wer Experte ist, wird außerdem ständig gefragt und muss lernen, mit Unterbrechungen umzugehen.
Die Nachfrage nach Fachleuten in Regulatorik, Risikomanagement, Geldwäscheprävention und Datenqualität ist seit Jahren hoch, weil die Anforderungen der Aufsicht wachsen. Gleichzeitig bauen viele Banken Filialen und Personal in der Standardbearbeitung ab, schließen Häuser zusammen oder lagern Abwicklung an Dienstleister aus. Für reine Routinetätigkeiten sinkt der Bedarf, für spezialisiertes Wissen steigt er. Von der Expertenstufe aus führen Wege zum Senior-Experten, zur Teamleitung, in die Projektleitung, in die interne Revision oder zu Beratungsunternehmen und Rechenzentralen der Finanzbranche.
Üblich ist eine zweieinhalb- bis dreijährige Ausbildung zum Bankkaufmann oder zur Bankkauffrau, gefolgt von einigen Jahren Berufspraxis und einer berufsbegleitenden Weiterbildung zum Bankfachwirt oder Bankbetriebswirt. Alternativ führt ein Bachelor- oder Masterstudium der Betriebswirtschaft, Wirtschaftswissenschaften oder Wirtschaftsinformatik mit anschließender Praxis in einer Fachabteilung auf Expertenstellen.
Wir sind die deutsch-französische Bank mit Hauptsitz im Herzen der deutsch-französischen Grenzregion, direkt im Zentrum...
Kreditanalysten prüfen die Kreditwürdigkeit von Unternehmen, Immobilienprojekten oder Privatkunden, werten Jahresabschlüsse und Sicherheiten aus und geben ein Votum ab, auf dessen Grundlage über Kredite entschieden wird. Sie arbeiten meist in der Marktfolge von Banken und Sparkassen.
Risikocontroller messen, überwachen und berichten die Risiken eines Unternehmens, meist einer Bank oder Versicherung: Kreditausfälle, Zins- und Marktpreisschwankungen, Liquiditätsengpässe und operationelle Schäden. Sie liefern Vorstand und Aufsicht die Zahlen, auf deren Grundlage Limits gesetzt und Kapital vorgehalten wird.
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