(Senior) Consultant SAP eWM - Warehouse Logistics International (m/w/d)
Die Unternehmensgruppe ALDI Nord ist einer der führenden Lebensmitteleinzelhändler. Mit einer Tradition von über 110 Jah...
Consultants für SAP EWM (Extended Warehouse Management) richten das Lagerverwaltungssystem von SAP für Unternehmen ein, passen es an deren Lagerprozesse an und begleiten Einführung, Umstellung und Betrieb. Die Arbeit liegt zwischen Logistik, Prozessberatung und Systemkonfiguration.
Konfiguration, Spezifikationen, Tests, Fehleranalyse und Support lassen sich gut von zu Hause erledigen, ebenso viele Abstimmungstermine per Videokonferenz. Anwesenheit verlangen dagegen vor allem Aufnahmeworkshops, Begehungen des Lagers, Inbetriebnahmen mit Fördertechnik und Scannern, Key-User-Schulungen sowie die Tage rund um den Produktivstart, an denen Consultants häufig vor Ort im Lager stehen. In der SAP-Beratung ist Homeoffice in vielen Stellen üblich, meist als Mischung aus überwiegender Arbeit von zu Hause und projektabhängigen Einsätzen beim Kunden; wie oft gereist wird, hängt stark vom Projekt und von der Projektphase ab und lässt sich vorab selten genau zusagen. Stellen ganz ohne Kundeneinsätze gibt es vor allem im Support und Betrieb, sie sind aber nicht die Regel. Für die Arbeit von zu Hause stellt der Arbeitgeber in der Regel Laptop und VPN-Zugang zu den Kundensystemen; Verschwiegenheit über Kundendaten und eine ruhige Umgebung für lange Videotermine sind Voraussetzung, und in heißen Projektphasen wird Erreichbarkeit auch außerhalb fester Zeiten erwartet.
Das gilt für den Beruf insgesamt und nicht für jede Stelle. Ob ganz von zu Hause, überwiegend oder an einzelnen Tagen gearbeitet wird, steht in der jeweiligen Anzeige – darauf lohnt sich vor der Bewerbung ein genauer Blick.
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 4.000 € | 4.600 € | 5.300 € | 55.200 € | |
| Mit Berufserfahrung | 5.300 € | 6.300 € | 7.500 € | 75.600 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 7.000 € | 8.200 € | 10.000 € | 98.400 € |
Einen Tarifvertrag gibt es in der SAP-Beratung in der Regel nicht; die Gehälter werden frei verhandelt und hängen vor allem von der Projekterfahrung mit EWM, der Größe des Beratungshauses und dem Anteil variabler Vergütung ab, der in Beratungen oft an Auslastung gekoppelt ist. Interne SAP-Stellen in Industrieunternehmen zahlen teils nach Branchentarif, etwa dem der Metall- und Elektroindustrie, freiberufliche Berater rechnen über Tagessätze ab und sind in diesen Werten nicht enthalten.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und gerundet. Sie gelten für eine Vollzeitstelle und für den Beruf insgesamt – im Büro wie von zu Hause. In Teilzeit verringert sich das Gehalt im Verhältnis der Stunden.
Das Jahresbrutto ist das 12-Fache des Monatswertes, ohne Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Im Einzelfall entscheiden Arbeitgeber, Tarifbindung, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
SAP EWM steuert in großen Lagern und Distributionszentren, was mit jeder Palette und jedem Karton geschieht: Wareneingang, Einlagerung, Kommissionierung, Verpackung, Versand, Inventur. Consultants erheben in Workshops mit Lagerleitung und Fachabteilungen die Abläufe, übersetzen sie in ein Sollkonzept und bilden dieses im System ab. Dazu gehört das Customizing von Lagertypen, Lagerplatzstrukturen, Einlagerungs- und Auslagerungsstrategien, Wellenmanagement und Radiofrequenz-Transaktionen für Handscanner. Häufig kommen Schnittstellen zu Fördertechnik, Materialflusssteuerung oder Transportmanagement hinzu, die mit Entwicklern und Automatisierungsanbietern abgestimmt werden. Viele Projekte drehen sich derzeit um die Umstellung vom älteren SAP WM auf EWM im Rahmen von S/4HANA-Migrationen. Neben der Konfiguration schreiben Consultants Spezifikationen für Entwicklungen, testen, beheben Fehler, schulen Key User und betreuen nach dem Produktivstart den laufenden Betrieb im Support.
Einen geregelten Ausbildungsweg gibt es nicht. Üblich ist ein Studium der Wirtschaftsinformatik, des Wirtschaftsingenieurwesens, der Logistik oder der Betriebswirtschaft mit Schwerpunkt Supply Chain. Beratungshäuser stellen Absolventen oft als Junior Consultants ein und bilden sie in internen Programmen und im Projekt aus. Ein zweiter Weg führt über die Praxis: Wer als Key User, Lagerplaner oder SAP-Anwender in der Logistik gearbeitet hat, kann mit Weiterbildung in die Beratung wechseln, ebenso Berater aus SAP WM oder SAP MM. Die SAP-Zertifizierung für EWM ist verbreitet und wird von vielen Arbeitgebern gern gesehen, ersetzt aber keine Projekterfahrung.
Gefragt ist ein Verständnis dafür, wie ein Lager physisch funktioniert, nicht nur dafür, wie das System konfiguriert wird. Wer nie gesehen hat, wie Kommissionierer mit Scannern arbeiten, versteht viele Anforderungen nicht. Der Projektalltag ist von Terminen geprägt: Testphasen, Datenmigration und Produktivstart fallen oft in Wochenenden oder Zeiten mit wenig Warenverkehr, und in der Phase nach dem Go-live muss schnell reagiert werden, wenn das Lager stillzustehen droht. Reisetätigkeit ist in Beratungshäusern nach wie vor Teil des Berufs, wenn auch meist weniger als früher. Wer gleichzeitig mehrere Kunden betreut, muss zwischen sehr unterschiedlichen Systemständen wechseln. Englisch wird in internationalen Projekten vorausgesetzt, und die laufende Weiterentwicklung der SAP-Produkte verlangt ständiges Nachlernen.
Die Nachfrage ist hoch. Das Auslaufen der Wartung für ältere SAP-Systeme zwingt viele Unternehmen zur Umstellung auf S/4HANA, und mit dem Wachstum von Onlinehandel und automatisierten Lagern steigt der Bedarf an EWM-Wissen weiter. Erfahrene Fachleute sind knapp. Entwicklungswege führen zum Senior Consultant, Solution Architect oder Teilprojektleiter, in die Gesamtprojektleitung oder in interne SAP-Teams von Logistik- und Industrieunternehmen. Ein nennenswerter Teil der erfahrenen Berater arbeitet freiberuflich.
Meist führt ein Bachelor- oder Masterstudium in Wirtschaftsinformatik, Logistik oder Wirtschaftsingenieurwesen (drei bis fünf Jahre) über eine Junior-Stelle in einem Beratungshaus in den Beruf. Quereinsteiger aus der Lagerlogistik oder anderen SAP-Modulen wechseln häufig mit einer SAP-Schulung und Zertifizierung, die einige Wochen dauert, und lernen den Rest im Projekt.
Die Unternehmensgruppe ALDI Nord ist einer der führenden Lebensmitteleinzelhändler. Mit einer Tradition von über 110 Jah...
Wir sind adesso business consulting, das SAP-Powerhouse der adesso Group. Als führender IT-Dienstleister stehen wir fü...
Logistikplaner entwerfen und optimieren Materialflüsse, Lager- und Fördersysteme für Produktion und Distribution. In der Automatisierungstechnik planen sie vor allem automatische Lager, Fördertechnik und Kommissioniersysteme für Kundenprojekte.
SAP-Entwickler programmieren Erweiterungen, Schnittstellen und Anwendungen für SAP-Systeme, meist in ABAP, und passen die Standardsoftware an die Abläufe von Unternehmen an.
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