Senior Cloud Platform Engineer (m/w/d) - Azure & Infrastructure as Code
Als Senior Cloud Platform Engineer betreibst du unsere Systeme nicht nur zuverlässig, sondern überführst unseren Azure-...
Cloud Platform Engineers bauen und betreiben die technische Grundlage, auf der Softwareteams ihre Anwendungen in der Cloud entwickeln und ausrollen: Infrastruktur, Container-Plattformen, Automatisierung und Sicherheit. Sie arbeiten meist mit AWS, Microsoft Azure oder Google Cloud und Werkzeugen wie Kubernetes und Terraform.
Die meisten Tätigkeiten, also Infrastruktur als Code schreiben, Cluster verwalten, Pipelines pflegen und Störungen analysieren, laufen über Fernzugriff und lassen sich technisch von zu Hause erledigen; Arbeit im Rechenzentrum kommt in reinen Cloud-Umgebungen kaum vor. Im Beruf insgesamt ist Homeoffice in Teilen üblich, am häufigsten als hybride Regelung mit zwei bis drei Tagen pro Woche zu Hause; Stellen, die ganz oder überwiegend von zu Hause ausgeübt werden, gibt es vor allem bei Softwarefirmen und Dienstleistern, sie sind aber nicht die Regel. Bei Behörden, Banken und Betreibern kritischer Infrastruktur verlangen Sicherheitsauflagen oft feste Präsenztage oder den Zugang aus bestimmten Netzen, und in der Einarbeitung wird häufig mehr Anwesenheit erwartet. Bei Beratungshäusern kommen Termine beim Kunden hinzu. Wer von zu Hause arbeitet, braucht eine stabile Internetverbindung, muss bei Rufbereitschaft auch außerhalb der Kernzeit schnell erreichbar sein und mit vertraulichen Zugangsdaten so umgehen, dass Dritte im Haushalt keinen Einblick erhalten. Die Abstimmung mit Entwicklungs- und Sicherheitsteams läuft dann überwiegend über Videokonferenzen, Tickets und Chat.
Das gilt für den Beruf insgesamt und nicht für jede Stelle. Ob ganz von zu Hause, überwiegend oder an einzelnen Tagen gearbeitet wird, steht in der jeweiligen Anzeige – darauf lohnt sich vor der Bewerbung ein genauer Blick.
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 3.900 € | 4.600 € | 5.400 € | 55.200 € | |
| Mit Berufserfahrung | 5.000 € | 5.900 € | 7.000 € | 70.800 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 6.300 € | 7.300 € | 8.800 € | 87.600 € |
Die Gehälter werden überwiegend frei verhandelt und hängen stark von Branche, Unternehmensgröße und Region ab: Banken, Versicherungen und große Softwarefirmen sowie Standorte wie München, Frankfurt und Stuttgart zahlen deutlich mehr als kleine Dienstleister, während Stellen im öffentlichen Dienst nach TVöD oder TV-L meist niedriger und enger eingruppiert sind. Zusätzlich erhöhen Zulagen für Rufbereitschaft, gefragte Spezialisierungen wie Kubernetes oder Cloud Security und Herstellerzertifikate das Einkommen spürbar.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und gerundet. Sie gelten für eine Vollzeitstelle und für den Beruf insgesamt – im Büro wie von zu Hause. In Teilzeit verringert sich das Gehalt im Verhältnis der Stunden.
Das Jahresbrutto ist das 12-Fache des Monatswertes, ohne Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Im Einzelfall entscheiden Arbeitgeber, Tarifbindung, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Cloud Platform Engineers stellen die Umgebung bereit, in der andere Teams Software entwickeln, testen und betreiben. Statt Server von Hand einzurichten, beschreiben sie Netzwerke, Datenbanken, Zugriffsrechte und Rechenkapazität als Code, meist mit Terraform, Pulumi oder den Vorlagen der jeweiligen Cloud-Anbieter. Ein großer Teil der Arbeit dreht sich um Container-Plattformen wie Kubernetes: Cluster aufsetzen, aktualisieren, absichern und so einrichten, dass Entwicklungsteams ihre Dienste selbstständig ausrollen können. Dazu gehören Pipelines für automatische Tests und Auslieferung, Monitoring und Logging, Backup-Konzepte und die Kostenkontrolle der Cloud-Ressourcen. Im Alltag wechseln Planungsarbeit, Code-Reviews, Abstimmungen mit Entwicklungs- und Sicherheitsteams und die Fehlersuche, wenn ein Dienst ausfällt oder eine Aktualisierung nicht wie geplant läuft. In vielen Betrieben gehört auch die Dokumentation interner Standards dazu, damit Plattform und Teams nicht auseinanderlaufen.
Eine geregelte Ausbildung mit diesem Titel gibt es nicht. Häufig ist ein Studium der Informatik, Wirtschaftsinformatik oder eines verwandten Fachs, ebenso verbreitet ist der Weg über die Ausbildung zum Fachinformatiker für Systemintegration mit anschließender Berufserfahrung in Systemadministration oder Rechenzentrumsbetrieb. Viele kommen aus der Linux-Administration, dem Netzwerkbereich oder der Softwareentwicklung und haben sich über Projekte in Cloud-Technik eingearbeitet. Zertifikate der Cloud-Anbieter, etwa AWS Solutions Architect oder Azure Administrator, sowie die Kubernetes-Prüfungen CKA und CKAD werden in Stellenanzeigen oft genannt und erleichtern den Quereinstieg, ersetzen aber keine praktische Erfahrung. Ein Direkteinstieg ganz ohne IT-Hintergrund ist selten, weil Grundlagen in Netzwerken, Linux und Skriptsprachen vorausgesetzt werden.
Die Technik ändert sich schnell. Neue Dienste, geänderte Schnittstellen und Sicherheitslücken verlangen laufende Weiterbildung, die nicht immer in der Arbeitszeit Platz findet. Viele Stellen sind mit Rufbereitschaft verbunden: Fällt die Plattform nachts oder am Wochenende aus, muss jemand reagieren, und Störungen treffen dann gleich mehrere Teams. Wartungsfenster liegen oft außerhalb der üblichen Arbeitszeit. Fehler in automatisierten Konfigurationen können sich auf viele Systeme gleichzeitig auswirken, was Sorgfalt und ein gutes Gespür für Risiken erfordert. Hinzu kommt viel Abstimmung: Plattformteams stehen zwischen Entwicklung, Sicherheit, Datenschutz und Management, deren Wünsche sich nicht immer vereinbaren lassen. Englisch ist in Dokumentation und häufig auch im Team Arbeitssprache.
Die Nachfrage ist hoch, weil Unternehmen, Behörden und Dienstleister weiter Systeme in die Cloud verlagern und dafür Fachleute mit Betriebserfahrung suchen. Besonders gefragt sind Kenntnisse in Kubernetes, Sicherheit und Kostensteuerung. Für Berufseinsteiger ist der Markt enger als für Erfahrene, da viele Arbeitgeber mehrere Jahre Praxis erwarten. Entwicklungswege führen zu Cloud Architect, Site Reliability Engineer, Spezialisierungen in Cloud Security oder FinOps sowie zur Leitung eines Plattformteams. Wer lieber projektbezogen arbeitet, findet als Freiberufler oder bei Beratungshäusern Möglichkeiten, dort allerdings oft mit wechselnden Kunden und Reisetätigkeit.
Üblich ist ein Bachelorstudium in Informatik oder Wirtschaftsinformatik (etwa drei bis dreieinhalb Jahre) oder eine dreijährige Ausbildung zum Fachinformatiker für Systemintegration. Darauf folgen meist einige Jahre Erfahrung in Systemadministration, DevOps oder Softwareentwicklung, oft ergänzt durch Herstellerzertifikate von AWS, Azure, Google Cloud oder der Kubernetes-Prüfungen.
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Cloud Architects entwerfen die technische Struktur von Anwendungen und Infrastruktur in Cloud-Plattformen wie AWS, Microsoft Azure oder Google Cloud. Sie legen fest, wie Systeme, Netzwerke, Daten und Sicherheitsmechanismen zusammenspielen, und begleiten Teams bei der Umsetzung.
DevOps Engineers bauen und betreuen die technische Strecke, über die Software entwickelt, getestet, ausgeliefert und betrieben wird. Sie automatisieren Infrastruktur und Abläufe und sorgen dafür, dass Anwendungen stabil und sicher laufen.
Site Reliability Engineers sorgen dafür, dass Softwaredienste und die Infrastruktur dahinter zuverlässig, schnell und skalierbar laufen. Sie verbinden Softwareentwicklung mit Betrieb, automatisieren wiederkehrende Abläufe und greifen bei Störungen ein.
Systemadministratoren richten Server, Netzwerke und Arbeitsplatzrechner ein, halten sie im Betrieb und sichern sie ab. Sie sorgen dafür, dass die IT eines Unternehmens oder seiner Kunden zuverlässig läuft.
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