Außendienstmitarbeiter Vertrieb (m/w/d) Region Nord-West
Die DIRAK Dieter Ramsauer Konstruktionselemente GmbH ist ein inhabergeführtes, international agierendes Unternehmen des...
Außendienstmitarbeiter im Vertrieb betreuen Geschäftskunden vor Ort, gewinnen neue Kunden und verkaufen erklärungsbedürftige Produkte, in der Metallindustrie etwa Bauteile, Halbzeuge, Werkzeuge oder Maschinen. Sie sind einen großen Teil der Woche in einem festen Verkaufsgebiet unterwegs.
Im Außendienst gehört ein Büro zu Hause in vielen Stellen zum Berufsbild, weil die Mitarbeiter in ihrem Verkaufsgebiet wohnen und nicht täglich zum Firmensitz fahren; Angebote, Berichte, CRM-Pflege, Telefonate und Videokonferenzen werden dann von dort erledigt. Das heißt aber nicht, dass der Beruf überwiegend von zu Hause ausgeübt wird: Der Kern der Arbeit sind Kundenbesuche, Messen und Termine im Werk, und in typischen Stellen ist man an drei bis vier Tagen pro Woche unterwegs. Ganz von zu Hause arbeiten lässt sich in diesem Beruf kaum, eher in reinen Innendienst- oder Telefonvertriebsstellen, die ein anderer Job sind. Wie viele Tage im Homeoffice bleiben, hängt stark von Gebietsgröße, Kundenstruktur und Unternehmen ab und lässt sich nicht allgemein beziffern. Im Alltag bedeutet das ein ruhiges Arbeitszimmer, Firmenlaptop und -handy, oft einen Dienstwagen, gute Erreichbarkeit für Kunden und Innendienst sowie einen sorgfältigen Umgang mit Preislisten, Zeichnungen und Kundendaten.
Das gilt für den Beruf insgesamt und nicht für jede Stelle. Ob ganz von zu Hause, überwiegend oder an einzelnen Tagen gearbeitet wird, steht in der jeweiligen Anzeige – darauf lohnt sich vor der Bewerbung ein genauer Blick.
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 3.400 € | 3.900 € | 4.600 € | 46.800 € | |
| Mit Berufserfahrung | 4.200 € | 5.000 € | 6.000 € | 60.000 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 5.300 € | 6.300 € | 8.000 € | 75.600 € |
In tarifgebundenen Betrieben gilt der Flächentarifvertrag der Metall- und Elektroindustrie (IG Metall), erfahrene Außendienstler werden aber oft außertariflich bezahlt; hinzu kommen Provisionen oder Zielprämien, die einen erheblichen Teil des Einkommens ausmachen können und in den Werten nicht enthalten sind. Am stärksten hängt das Gehalt von der technischen Qualifikation, der Größe des Unternehmens, der Kundenstruktur und dem Anteil variabler Vergütung ab; ein privat nutzbarer Dienstwagen ist ein zusätzlicher geldwerter Vorteil.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und gerundet. Sie gelten für eine Vollzeitstelle und für den Beruf insgesamt – im Büro wie von zu Hause. In Teilzeit verringert sich das Gehalt im Verhältnis der Stunden.
Das Jahresbrutto ist das 12-Fache des Monatswertes, ohne Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Im Einzelfall entscheiden Arbeitgeber, Tarifbindung, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Außendienstmitarbeiter verkaufen die Produkte ihres Unternehmens direkt beim Kunden. In der Metallindustrie sind das meist Geschäftskunden: Maschinenbauer, Zulieferer der Automobilindustrie, Handwerksbetriebe, Händler oder Bauunternehmen. Gekauft werden Stanz- und Drehteile, Bleche, Profile, Verbindungselemente, Werkzeuge oder ganze Anlagen. Der Arbeitstag besteht aus Kundenterminen in einem festgelegten Gebiet, das oft mehrere Landkreise oder ein ganzes Bundesland umfasst. Vor Ort werden Anforderungen aufgenommen, technische Zeichnungen besprochen, Muster vorgestellt und Preise verhandelt. Zwischen den Terminen und am Abend fallen Angebote, Besuchsberichte, Pflege der Kundendaten im CRM-System und Abstimmungen mit Innendienst, Konstruktion und Fertigung an. Hinzu kommen Reklamationen, Messeauftritte und die Suche nach Neukunden, teils auch per Telefon. Viele Stellen verbinden Bestandskundenpflege mit einem festen Umsatzziel.
Einen geschützten Ausbildungsweg gibt es nicht. Häufig ist eine kaufmännische Ausbildung, etwa als Industriekaufmann oder Kaufmann im Groß- und Außenhandelsmanagement, mit anschließender Zeit im Vertriebsinnendienst. In der Metallindustrie wird oft technisches Verständnis erwartet, deshalb steigen viele mit einer gewerblich-technischen Ausbildung ein, zum Beispiel als Industriemechaniker oder Zerspanungsmechaniker, und ergänzen sie später durch eine Weiterbildung zum Techniker oder technischen Fachwirt. Bei erklärungsbedürftigen Anlagen sind Ingenieure und Wirtschaftsingenieure gefragt. Quereinsteiger mit Vertriebserfahrung aus anderen Branchen haben Chancen, wenn sie sich in die Produkte einarbeiten können. Die Einarbeitung erfolgt meist im Unternehmen, oft mit Begleitung erfahrener Kollegen und Schulungen im Werk.
Der Beruf bedeutet viel Zeit im Auto. Mehrere hundert Kilometer pro Tag sind in Flächengebieten keine Seltenheit, Übernachtungen kommen je nach Gebietsgröße regelmäßig vor. Die Arbeitszeiten richten sich nach den Kunden und sind selten auf acht Stunden begrenzt, weil die Büroarbeit nach den Terminen erledigt wird. Der Druck durch Umsatzziele ist spürbar, vor allem wenn ein Teil des Einkommens davon abhängt. Absagen, harte Preisverhandlungen mit Einkaufsabteilungen und Konjunkturschwankungen in der Industrie gehören dazu. Gefordert sind sicheres Auftreten, Verhandlungsgeschick, Selbstorganisation und die Fähigkeit, technische Fragen zu verstehen oder sie gezielt an Fachleute weiterzugeben. Ein Führerschein ist praktisch immer Voraussetzung. Für Menschen, die feste Zeiten für Familie oder Pflege brauchen, ist die Planbarkeit eingeschränkt.
Technisch versierte Vertriebsleute werden in der Metall- und Elektroindustrie regelmäßig gesucht, weil viele Kunden weiterhin den persönlichen Kontakt erwarten. Gleichzeitig verlagern manche Unternehmen einen Teil der Kundenbetreuung auf Videotermine und Innendienst, was die Zahl der Reisetage senkt, aber den Außendienst nicht ersetzt. Die Nachfrage hängt stark von der Konjunktur der Industrie ab. Entwicklungswege führen zum Key-Account-Manager für Großkunden, zum Gebietsverkaufsleiter, zur Vertriebsleitung oder in das Produktmanagement. Mit Erfahrung ist auch die Selbstständigkeit als Handelsvertreter möglich.
Üblich ist eine dreijährige kaufmännische oder gewerblich-technische Ausbildung mit anschließender Berufserfahrung im Vertriebsinnendienst oder in der Technik. Eine zweijährige Weiterbildung zum Techniker oder technischen Fachwirt oder ein Studium im Ingenieurwesen beziehungsweise Wirtschaftsingenieurwesen erleichtert den Einstieg bei technisch anspruchsvollen Produkten.
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