Technischer Vertriebsmitarbeiter (w/m/div.) Gebäudeautomation im Außendienst
Möchten Sie Ihre Ideen in nutzbringende und sinnvolle Technologien verwandeln? Ob im Bereich Mobility Solutions, Consume...
Technische Vertriebsmitarbeiter in der Gebäudeautomation beraten Planer, Bauherren, Installateure und Betreiber zu Mess-, Steuer- und Regeltechnik für Heizung, Lüftung, Klima, Licht und Zutritt und verkaufen Systeme, Projekte und Serviceverträge in einem festen Gebiet.
Viele Außendienststellen in diesem Beruf sind so angelegt, dass die Mitarbeitenden von zu Hause aus ein Gebiet betreuen und nur gelegentlich, etwa zu Teambesprechungen oder Schulungen, in die Niederlassung fahren; das ist jedoch kein ganzes Homeoffice, sondern ein Wohnsitz als Ausgangspunkt für Reisen. Von zu Hause lassen sich Angebote kalkulieren, Ausschreibungen auswerten, CRM-Einträge pflegen, Termine planen und Video-Abstimmungen mit Kunden und Kollegen führen, was je nach Stelle ein bis drei Tage pro Woche ausfüllen kann. Kundentermine, Baustellenbegehungen, Abnahmen, Messen und Vorführungen verlangen dagegen Anwesenheit vor Ort und machen in den meisten Stellen den größeren Teil der Arbeit aus. Ein Beruf, der überwiegend oder ganz vom Schreibtisch zu Hause ausgeübt wird, ist das daher nur in Ausnahmefällen, etwa im Innendienst oder bei Vertriebsrollen mit sehr großen Gebieten und viel Videoberatung. Für den Alltag bedeutet das ein Arbeitszimmer mit stabiler Verbindung, vom Arbeitgeber gestellte Hardware, sorgfältigen Umgang mit Planunterlagen und Angebotsdaten sowie gute telefonische Erreichbarkeit auch unterwegs.
Das gilt für den Beruf insgesamt und nicht für jede Stelle. Ob ganz von zu Hause, überwiegend oder an einzelnen Tagen gearbeitet wird, steht in der jeweiligen Anzeige – darauf lohnt sich vor der Bewerbung ein genauer Blick.
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 3.800 € | 4.300 € | 4.900 € | 51.600 € | |
| Mit Berufserfahrung | 4.600 € | 5.400 € | 6.300 € | 64.800 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 5.800 € | 6.700 € | 8.000 € | 80.400 € |
Bei großen Herstellern gilt oft der Tarifvertrag der Metall- und Elektroindustrie (ERA), bei Handwerksbetrieben der jeweilige Tarifvertrag des Elektrohandwerks, viele Systemintegratoren zahlen jedoch ohne Tarifbindung frei verhandelt. Das Gehalt hängt stark von der Betriebsgröße, dem Studienabschluss und dem Anteil variabler Provisionen ab, die in den Werten nicht enthalten sind; ein Dienstwagen zur privaten Nutzung ist üblich und kommt zum Gehalt hinzu.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und gerundet. Sie gelten für eine Vollzeitstelle und für den Beruf insgesamt – im Büro wie von zu Hause. In Teilzeit verringert sich das Gehalt im Verhältnis der Stunden.
Das Jahresbrutto ist das 12-Fache des Monatswertes, ohne Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Im Einzelfall entscheiden Arbeitgeber, Tarifbindung, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Die Arbeit verbindet Technik und Verkauf. Im Mittelpunkt stehen Systeme, die Heizung, Lüftung, Klimatechnik, Beleuchtung, Sonnenschutz und zunehmend Energiemonitoring in Bürogebäuden, Kliniken, Schulen oder Industriehallen steuern. Zum Alltag gehören Termine bei Planungsbüros, Elektro- und Anlagenbaufirmen, Facility-Management-Dienstleistern und Bauherren. Dort werden Anforderungen aufgenommen, Datenpunktlisten und Leistungsverzeichnisse besprochen, Lösungen auf Basis von Standards wie BACnet, KNX oder Modbus vorgestellt und Angebote verhandelt. Zwischen den Terminen entstehen Kalkulationen und Angebote, oft in Abstimmung mit Projektierung und Inbetriebnahme. Hinzu kommen Ausschreibungen, die Pflege des CRM-Systems, Besuche auf Baustellen, Messeauftritte und Schulungen für Kunden. Ein wachsender Teil des Geschäfts betrifft die Modernisierung bestehender Anlagen und Wartungsverträge.
Einen eigenen Ausbildungsberuf gibt es nicht. Häufig ist der Einstieg über eine technische Ausbildung, etwa als Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik, als Mechatroniker für Kältetechnik oder als Anlagenmechaniker SHK, gefolgt von einer Weiterbildung zum staatlich geprüften Techniker oder Meister. Ebenso verbreitet ist ein Studium der Elektrotechnik, Versorgungstechnik, Gebäudetechnik oder des Wirtschaftsingenieurwesens. Quereinsteiger kommen meist aus der Projektierung, Inbetriebnahme oder dem Service der Gebäudeautomation und wechseln mit Anlagenkenntnis in den Vertrieb. Reine Kaufleute ohne technischen Hintergrund haben es schwerer, weil Kunden fachliche Gespräche auf Augenhöhe erwarten. Herstellerschulungen und Produktzertifikate werden in der Regel vom Arbeitgeber organisiert.
Der Außendienst bringt viele Stunden im Auto mit sich, je nach Gebietsgröße mehrere hundert Kilometer pro Woche und gelegentlich Übernachtungen. Die Arbeitszeit ist formal oft geregelt, verschiebt sich aber durch Kundentermine, Anfahrten und Angebotsfristen in den Abend. Vertriebsziele und variable Vergütung sorgen für Druck, besonders wenn Bauprojekte verschoben werden oder Ausschreibungen über den Preis entschieden werden. Lange Entscheidungswege bei Großprojekten verlangen Geduld und sorgfältige Nachverfolgung. Fachlich muss man mit schnellen Entwicklungen bei Vernetzung, IT-Sicherheit und Energieeffizienzvorgaben Schritt halten. Für Menschen mit Betreuungs- oder Pflegeaufgaben sind die Reisetätigkeit und die wenig planbaren Termine die größte Hürde.
Die Nachfrage ist gut. Energieeffizienzvorgaben aus Gebäudeenergiegesetz und EU-Gebäuderichtlinie, steigende Energiepreise und der Sanierungsbedarf im Bestand treiben Investitionen in Gebäudeautomation. Gleichzeitig fehlen Fachkräfte mit technischem Hintergrund, die verkaufen wollen, sodass erfahrene Bewerber gute Verhandlungspositionen haben. Die Abhängigkeit von der Baukonjunktur bleibt ein Risiko, wird aber durch das Modernisierungs- und Servicegeschäft abgefedert. Entwicklungswege führen zum Key-Account-Management für Großkunden, zur Vertriebs- oder Niederlassungsleitung, ins Produktmanagement oder in die Selbstständigkeit als Handelsvertreter für mehrere Hersteller.
Üblich ist eine dreieinhalbjährige Ausbildung, etwa als Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik, mit anschließender zweijähriger Weiterbildung zum staatlich geprüften Techniker oder zum Meister, oder ein sechs- bis siebensemestriges Bachelorstudium in Elektro- oder Versorgungstechnik. Den Vertrieb lernt man meist im Betrieb, häufig nach einigen Jahren in Projektierung, Service oder Inbetriebnahme.
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Projektleiter in der Gebäudeautomation verantworten die Mess-, Steuer- und Regelungstechnik sowie die Gebäudeleittechnik in Bauprojekten, von der Angebotsphase bis zur Abnahme. Sie koordinieren Planung, Programmierung, Montage und Inbetriebnahme und halten Termine, Kosten und Qualität im Blick.
Vertriebsingenieure verkaufen erklärungsbedürftige technische Produkte und Anlagen, etwa Sensoren, Messtechnik, Antriebe oder optische Systeme. Sie verbinden technisches Fachwissen mit Kundenberatung, Angebotserstellung und Verhandlung.
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