Technischer Systemplaner Technische Gebäudeausrüstung (m/w/d)
Als eine der führenden Planungsgesellschaften Deutschlands beraten und planen wir seit über 50 Jahren erfolgreich auf de...
Technische Systemplaner der Fachrichtung Versorgungs- und Ausrüstungstechnik erstellen technische Zeichnungen und 3D-Modelle für Heizungs-, Lüftungs-, Klima- und Sanitäranlagen in Gebäuden. Sie arbeiten Ingenieuren zu und setzen deren Berechnungen in Pläne um, nach denen auf der Baustelle montiert wird.
Das Zeichnen, Modellieren und Berechnen am Rechner lässt sich grundsätzlich von zu Hause erledigen, sofern Planungssoftware, Lizenzen und Projektdaten über VPN oder Cloud erreichbar sind. Anwesenheit verlangen Baustellenbegehungen, Aufmaße im Bestand und ein Teil der Planungsbesprechungen, außerdem die Einarbeitung und die Ausbildung, die in der Regel im Büro stattfinden. In TGA-Planungsbüros ist Homeoffice an einzelnen Tagen pro Woche inzwischen in vielen Stellen üblich, häufig erst nach der Probezeit; überwiegend oder ganz von zu Hause arbeiten eher erfahrene Kräfte, und solche Stellen sind die Ausnahme. In Anlagenbaufirmen mit enger Anbindung an Montage und Werkstatt ist Homeoffice seltener. Für den Alltag bedeutet es einen leistungsfähigen Rechner mit großen Bildschirmen, den der Arbeitgeber meist stellt, eine stabile Internetverbindung für große Modelldateien und feste Erreichbarkeit für Rückfragen von Ingenieuren und Baustelle.
Das gilt für den Beruf insgesamt und nicht für jede Stelle. Ob ganz von zu Hause, überwiegend oder an einzelnen Tagen gearbeitet wird, steht in der jeweiligen Anzeige – darauf lohnt sich vor der Bewerbung ein genauer Blick.
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.700 € | 3.000 € | 3.400 € | 36.000 € | |
| Mit Berufserfahrung | 3.200 € | 3.700 € | 4.300 € | 44.400 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 3.900 € | 4.500 € | 5.300 € | 54.000 € |
Die meisten Ingenieurbüros sind nicht tarifgebunden, dort hängt das Gehalt stark von Region, Bürogröße und BIM-Kenntnissen ab; in Anlagenbaufirmen gelten teils die Tarifverträge der Metall- und Elektroindustrie oder des SHK-Handwerks, in der Bauverwaltung der TVöD beziehungsweise TV-L. Wer Koordinationsaufgaben im BIM übernimmt oder eine Technikerweiterbildung abschließt, erreicht den oberen Bereich.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und gerundet. Sie gelten für eine Vollzeitstelle und für den Beruf insgesamt – im Büro wie von zu Hause. In Teilzeit verringert sich das Gehalt im Verhältnis der Stunden.
Das Jahresbrutto ist das 12-Fache des Monatswertes, ohne Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Im Einzelfall entscheiden Arbeitgeber, Tarifbindung, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Technische Systemplaner der Fachrichtung Versorgungs- und Ausrüstungstechnik zeichnen die Anlagen, die ein Gebäude benutzbar machen: Heizung, Trinkwasser und Abwasser, Lüftung, Klima, oft auch Sprinkler- und Gasleitungen. Auf Grundlage der Architektenpläne und der Vorgaben der Fachingenieure legen sie Rohrleitungen und Lüftungskanäle in Grundrisse und Schnitte, erstellen Strangschemata und Detailzeichnungen und berechnen Rohr- und Kanalnetze mit der Planungssoftware. Zum Alltag gehören Schlitz- und Durchbruchspläne für den Rohbau, Montagepläne für die ausführenden Firmen und Revisionsunterlagen nach Fertigstellung. In Büros, die mit BIM arbeiten, pflegen sie 3D-Modelle in Programmen wie Revit, Trimble Nova oder DDS-CAD und prüfen sie auf Kollisionen mit Tragwerk und Elektroplanung. Planänderungen sind häufig: Verschiebt der Architekt eine Wand, müssen Leitungen neu geführt und Pläne neu verteilt werden.
Der übliche Weg ist die duale Ausbildung zum Technischen Systemplaner, Fachrichtung Versorgungs- und Ausrüstungstechnik. Sie dauert dreieinhalb Jahre und endet mit der Abschlussprüfung vor der IHK; mit guten Leistungen oder Abitur ist eine Verkürzung möglich. Ausbildungsbetriebe sind vor allem TGA-Ingenieurbüros und Anlagenbaufirmen. Ein Quereinstieg gelingt am ehesten aus dem Handwerk, etwa als Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik, oder aus verwandten Zeichnerberufen. Wer bereits CAD-Erfahrung mitbringt, wird von vielen Büros wegen des Fachkräftemangels auch ohne passenden Abschluss eingearbeitet, muss aber die Normen und Regeln der Gebäudetechnik nachlernen.
Die Arbeit findet überwiegend am Bildschirm statt, oft acht Stunden am Stück vor zwei großen Monitoren. Verlangt werden räumliches Vorstellungsvermögen, Sorgfalt und Kenntnis der einschlägigen Normen, denn Fehler in einem Montageplan werden auf der Baustelle teuer. Termindruck entsteht durch Abgabefristen der Leistungsphasen und durch Bauabläufe, die auf Pläne warten; vor Abgaben sind Überstunden in manchen Büros üblich. Schwer fällt vielen der Umgang mit ständigen Änderungen und mit Abstimmungen zwischen Architekten, Fachplanern und Firmen, bei denen nicht jede Rückfrage zeitnah beantwortet wird. Gelegentliche Baustellenbesuche für Aufmaß oder Kontrolle gehören in vielen Stellen dazu.
Die Nachfrage ist hoch. Energetische Sanierung, Wärmepumpen, Lüftungsanforderungen und der Ausbau von BIM haben den Planungsbedarf erhöht, während viele Büros Stellen nicht besetzen können. Wer Erfahrung mit BIM-Software sammelt, kann sich zum BIM-Modellierer oder BIM-Koordinator entwickeln. Eine Weiterbildung zum staatlich geprüften Techniker für Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechnik oder ein Studium der Versorgungstechnik öffnen den Weg zu eigenverantwortlicher Planung und Projektleitung. Auch der Wechsel zu Herstellern, Wohnungsunternehmen oder in die Bauverwaltung ist möglich.
Der übliche Weg ist die dreieinhalbjährige duale Ausbildung zum Technischen Systemplaner, Fachrichtung Versorgungs- und Ausrüstungstechnik, mit Abschlussprüfung vor der IHK. Quereinsteiger kommen meist aus dem SHK-Handwerk oder aus anderen Zeichnerberufen und werden im Betrieb eingearbeitet.
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Bauzeichner erstellen nach Vorgaben von Architekten und Bauingenieuren technische Zeichnungen, Pläne und Modelle für Gebäude, Ingenieurbauwerke, Straßen oder Außenanlagen, heute fast ausschließlich am CAD-Arbeitsplatz. Sie berechnen Mengen und Massen, pflegen Planunterlagen und arbeiten zunehmend mit digitalen Gebäudemodellen (BIM).
Technische Zeichner erstellen und ändern am CAD-System Bauteilzeichnungen, 3D-Modelle und Stücklisten, nach denen gefertigt, geprüft und montiert wird. Der Ausbildungsberuf heißt seit 2011 Technischer Produktdesigner oder Technischer Systemplaner, die alte Bezeichnung ist in Stellenanzeigen weiter verbreitet.
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