Technischer Systemplaner HKLS (m/w/d)
Ihr Ziel als Technischer Systemplaner HKLS (m/w/d) München ist es, nicht nur technische Zeichnungen und Modelle zu ers...
Technische Systemplaner für Heizung, Klima, Lüftung und Sanitär (HKLS) erstellen am Computer die Pläne für die Gebäudetechnik: Rohrnetze, Lüftungskanäle, Sanitärinstallationen und Heizungsanlagen. Sie arbeiten Ingenieuren zu und liefern die Zeichnungen, nach denen auf der Baustelle montiert wird.
Die Zeichen- und Modellierarbeit am CAD- oder BIM-Programm lässt sich grundsätzlich von zu Hause erledigen, sofern der Arbeitgeber Softwarelizenzen, einen leistungsfähigen Rechner mit großen Bildschirmen und einen VPN-Zugang auf den Projektserver bereitstellt. Anwesenheit verlangen Aufmaße und Bestandsaufnahmen, Baustellentermine sowie in vielen Büros die Abstimmungsrunden mit Projektleitung und anderen Gewerken, auch wenn ein Teil davon inzwischen per Videokonferenz läuft. In Ingenieurbüros für Gebäudetechnik ist Homeoffice an einzelnen Tagen, oft ein bis drei pro Woche, in Teilen üblich geworden, während es bei ausführenden Anlagenbau- und Baufirmen eher die Ausnahme ist. Stellen ganz von zu Hause gibt es, etwa bei spezialisierten Planungsdienstleistern, sie sind aber deutlich seltener und setzen meist Berufserfahrung voraus; während der Ausbildung und der Einarbeitung wird in der Regel im Büro gearbeitet. Wer von zu Hause plant, muss große Datenmengen über die Leitung bewegen, Planstände sauber versionieren und für kurzfristige Rückfragen bei Änderungen erreichbar sein.
Das gilt für den Beruf insgesamt und nicht für jede Stelle. Ob ganz von zu Hause, überwiegend oder an einzelnen Tagen gearbeitet wird, steht in der jeweiligen Anzeige – darauf lohnt sich vor der Bewerbung ein genauer Blick.
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.700 € | 3.100 € | 3.500 € | 37.200 € | |
| Mit Berufserfahrung | 3.200 € | 3.700 € | 4.300 € | 44.400 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 3.800 € | 4.400 € | 5.200 € | 52.800 € |
In Ingenieurbüros wird das Gehalt meist frei verhandelt und hängt stark von BIM-Kenntnissen, Projektverantwortung und der Region ab; in der Bauindustrie gelten teils der Rahmentarifvertrag und die Gehaltstarifverträge für die Angestellten des Baugewerbes, im öffentlichen Dienst der TVöD oder TV-L. Homeoffice wird vor allem in Planungsbüros angeboten, die ihre Gehälter frei festlegen, sodass sich daraus kein fester Auf- oder Abschlag ableiten lässt.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und gerundet. Sie gelten für eine Vollzeitstelle und für den Beruf insgesamt – im Büro wie von zu Hause. In Teilzeit verringert sich das Gehalt im Verhältnis der Stunden.
Das Jahresbrutto ist das 12-Fache des Monatswertes, ohne Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Im Einzelfall entscheiden Arbeitgeber, Tarifbindung, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Technische Systemplaner der Fachrichtung Versorgungs- und Ausrüstungstechnik setzen die Vorgaben von Ingenieuren und Projektleitern in Zeichnungen und 3D-Modelle um. Sie legen Trassen für Heizungs- und Trinkwasserleitungen fest, zeichnen Lüftungskanäle mit Brandschutzklappen, planen Sanitärräume und erstellen Strangschemata. Dazu kommen Schlitz- und Durchbruchspläne für den Rohbau, Montage- und Werkpläne für die ausführenden Firmen sowie Revisionsunterlagen nach Fertigstellung. Rohrnetz- und Kanalnetzberechnungen, Heizlastberechnungen und Massenauszüge für Ausschreibungen gehören in vielen Büros ebenfalls dazu, meist mit Unterstützung der Planungssoftware. Gearbeitet wird mit Programmen wie Revit, AutoCAD MEP, Plancal nova, liNear oder DDS-CAD, zunehmend in BIM-Modellen, in denen Architektur, Tragwerk und Technik zusammengeführt werden. Ein erheblicher Teil der Arbeit besteht darin, Kollisionen mit anderen Gewerken zu finden und mit Architekten und Fachplanern abzustimmen. Gelegentlich geht es auf die Baustelle, um aufzumessen oder den Bestand aufzunehmen.
Der übliche Weg ist die duale Ausbildung zum Technischen Systemplaner in der Fachrichtung Versorgungs- und Ausrüstungstechnik. Sie dauert dreieinhalb Jahre und endet mit der Prüfung vor der Industrie- und Handelskammer. Ausbildungsbetriebe sind vor allem Ingenieurbüros für Technische Gebäudeausrüstung und Anlagenbaufirmen. Häufig steigen auch Anlagenmechaniker SHK oder Technische Zeichner nach einigen Jahren in die Planung um, oft mit einer Weiterbildung in CAD und BIM. Wer weiterkommen will, kann den staatlich geprüften Techniker in Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechnik ablegen oder Versorgungstechnik studieren.
Die Arbeit verlangt räumliches Vorstellungsvermögen, Sorgfalt und Grundkenntnisse in Physik und Mathematik. Normen und Richtlinien, etwa zur Trinkwasserhygiene oder zum Brandschutz, müssen beachtet werden, und Fehler in einem Plan können auf der Baustelle teure Nacharbeiten auslösen. Projekte laufen nach den Leistungsphasen der HOAI, und Abgabetermine für Ausführungspläne oder Ausschreibungen erzeugen regelmäßig Spitzen, in denen Überstunden anfallen. Planstände ändern sich oft, weil Architekten oder Bauherren umplanen; die eigene Arbeit muss dann wiederholt angepasst werden. Die Tätigkeit ist überwiegend Bildschirmarbeit über viele Stunden. Auf Baustellen sind Schutzausrüstung und etwas Trittsicherheit nötig, diese Termine sind aber meist kurz.
Die Nachfrage ist hoch. Wärmepumpen, energetische Sanierung, Lüftungsanlagen und steigende Anforderungen an Gebäudetechnik sorgen für volle Auftragsbücher in Planungsbüros, während viele Stellen schwer zu besetzen sind. Wer sicher mit BIM-Software umgeht, hat besonders gute Karten. Entwicklungsmöglichkeiten bestehen als BIM-Modellierer oder BIM-Koordinator, als Projektplaner mit eigener Verantwortung für kleinere Projekte oder nach einer Weiterbildung zum Techniker oder einem Studium in der Projektleitung. Ein Wechsel zur ausführenden Seite, etwa in die Arbeitsvorbereitung eines Anlagenbauers, ist ebenfalls verbreitet.
Üblich ist die duale Ausbildung zum Technischen Systemplaner in der Fachrichtung Versorgungs- und Ausrüstungstechnik, die dreieinhalb Jahre dauert und mit der IHK-Prüfung abschließt. Anlagenmechaniker SHK und Technische Zeichner wechseln häufig nach Berufserfahrung und CAD-Weiterbildung in den Beruf.
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Anlagenmechaniker SHK installieren, warten und reparieren Heizungs-, Sanitär-, Lüftungs- und Klimaanlagen in Wohnhäusern, Gewerbe- und öffentlichen Gebäuden. Zunehmend gehören Wärmepumpen, Solarthermie und die Einbindung erneuerbarer Energien zum Alltag.
Bauzeichner erstellen nach Vorgaben von Architekten und Bauingenieuren technische Zeichnungen, Pläne und Modelle für Gebäude, Ingenieurbauwerke, Straßen oder Außenanlagen, heute fast ausschließlich am CAD-Arbeitsplatz. Sie berechnen Mengen und Massen, pflegen Planunterlagen und arbeiten zunehmend mit digitalen Gebäudemodellen (BIM).
Technische Zeichner erstellen und ändern am CAD-System Bauteilzeichnungen, 3D-Modelle und Stücklisten, nach denen gefertigt, geprüft und montiert wird. Der Ausbildungsberuf heißt seit 2011 Technischer Produktdesigner oder Technischer Systemplaner, die alte Bezeichnung ist in Stellenanzeigen weiter verbreitet.
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