Techniker / Wohnungswirtschaft (w/m/d)
Jahrzehntelange Verwaltungserfahrung, ein hochwertiger Wohnungsbestand mit über 20.000 eignen Wohnungen in ganz Deutschl...
Techniker in der Wohnungswirtschaft betreuen den baulichen Zustand von Wohnungsbeständen. Sie planen Instandhaltung und Modernisierung, beauftragen und kontrollieren Handwerksbetriebe und sind Ansprechpartner für technische Fragen von Mietern und Kollegen aus der Verwaltung.
Ein Teil der Arbeit lässt sich von zu Hause erledigen: Angebote vergleichen, Aufträge im System anlegen, Rechnungen prüfen, Ausschreibungen vorbereiten, Instandhaltungspläne fortschreiben und mit Handwerkern und Mietern telefonieren. Begehungen, Wohnungsabnahmen, Schadensbesichtigungen und Baustellenkontrollen verlangen dagegen Anwesenheit vor Ort, und sie machen in den meisten Stellen einen großen Teil der Woche aus. Homeoffice ist in diesem Beruf daher in Teilen üblich, meist an einem bis zwei Tagen pro Woche und häufig erst nach der Einarbeitung, wenn Bestand und Dienstleister bekannt sind. Stellen, die überwiegend oder ganz von zu Hause ausgeübt werden, sind die Ausnahme; am ehesten finden sie sich in planenden Rollen oder bei überregionalen Bestandshaltern mit eigenem Außendienst. Wer zu Hause arbeitet, braucht Zugriff auf die Branchensoftware und gescannte Unterlagen, muss für Notfälle telefonisch erreichbar bleiben und mit Mieterdaten vertraulich umgehen.
Das gilt für den Beruf insgesamt und nicht für jede Stelle. Ob ganz von zu Hause, überwiegend oder an einzelnen Tagen gearbeitet wird, steht in der jeweiligen Anzeige – darauf lohnt sich vor der Bewerbung ein genauer Blick.
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 3.200 € | 3.600 € | 4.100 € | 43.200 € | |
| Mit Berufserfahrung | 3.800 € | 4.300 € | 4.900 € | 51.600 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 4.500 € | 5.100 € | 6.000 € | 61.200 € |
Viele Wohnungsunternehmen und Genossenschaften zahlen nach dem Tarifvertrag für die Beschäftigten in der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft, kommunale Gesellschaften teils nach TVöD; dort liegen die Gehälter eng beieinander und enthalten meist Sonderzahlungen. Bei privaten Hausverwaltungen ohne Tarifbindung wird frei verhandelt, die Spanne ist dort größer, und ein Ingenieurabschluss oder Führungsverantwortung wirkt sich deutlich auf das Gehalt aus.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und gerundet. Sie gelten für eine Vollzeitstelle und für den Beruf insgesamt – im Büro wie von zu Hause. In Teilzeit verringert sich das Gehalt im Verhältnis der Stunden.
Das Jahresbrutto ist das 12-Fache des Monatswertes, ohne Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Im Einzelfall entscheiden Arbeitgeber, Tarifbindung, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Techniker in der Wohnungswirtschaft sind für einen festen Bestand an Wohnhäusern zuständig, oft mehrere hundert bis über tausend Wohnungen. Ein großer Teil der Arbeit entsteht aus Schadensmeldungen: Ein Mieter meldet Feuchtigkeit im Bad, ein Hausmeister einen defekten Aufzug, die Heizung einer Wohnanlage fällt aus. Der Techniker schätzt ein, was zu tun ist, beauftragt einen Rahmenvertragspartner oder holt Angebote ein, kontrolliert die Ausführung und prüft die Rechnung. Dazu kommen Wohnungsabnahmen und -übergaben bei Mieterwechsel, die Sanierung leerstehender Wohnungen, regelmäßige Objektbegehungen zur Verkehrssicherung sowie die Planung größerer Maßnahmen wie Dach-, Fassaden- oder Heizungserneuerungen. Viele Arbeitgeber erwarten außerdem die Mitarbeit an der jährlichen Instandhaltungsplanung und am Budget. Gearbeitet wird mit Fachsoftware der Branche, in der Aufträge, Kosten und Gebäudedaten erfasst werden.
Der übliche Weg führt über eine Ausbildung in einem Bau- oder Ausbauberuf, einige Jahre Praxis und eine Weiterbildung zum staatlich geprüften Techniker, meist in der Fachrichtung Bautechnik (Hochbau) oder Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechnik. Die Weiterbildung dauert in Vollzeit zwei Jahre, berufsbegleitend etwa vier Jahre. Ebenso gefragt sind Handwerksmeister, etwa aus dem Maurer- oder Installateurhandwerk, sowie Bauingenieure und Architekten mit Bachelorabschluss. Quereinsteiger aus Bauunternehmen, Handwerksbetrieben oder dem Facility Management finden häufig einen Zugang, weil Wohnungsunternehmen vor allem praktische Bauerfahrung suchen. Branchenkenntnisse lassen sich über Lehrgänge etwa der EBZ Akademie oder der Verbände der Wohnungswirtschaft nachholen.
Der Beruf verbindet Schreibtischarbeit mit viel Bewegung: Treppenhäuser, Keller, Dachböden und bewohnte Wohnungen gehören zum Alltag, bei jedem Wetter. Ein Führerschein ist praktisch immer nötig, weil die Objekte über eine Stadt oder Region verteilt liegen. Die Zahl gleichzeitig laufender Vorgänge ist hoch, Reparaturen dulden oft keinen Aufschub, und bei Rohrbrüchen oder Heizungsausfällen im Winter entsteht Druck von Mietern und Vorgesetzten zugleich. Der Umgang mit verärgerten Mietern, unzuverlässigen Handwerkern und knappen Budgets verlangt Geduld und Durchsetzungsvermögen. Die Arbeitszeiten sind in den meisten Unternehmen geregelt, manche Arbeitgeber erwarten aber die Teilnahme an einer Rufbereitschaft. Wer gern selbst Hand anlegt, muss sich darauf einstellen, dass die eigene Rolle eher organisierend und kontrollierend ist.
Die Nachfrage ist hoch und dürfte es bleiben. Viele Wohnungsbestände stammen aus den 1950er bis 1970er Jahren und müssen saniert werden, die gesetzlichen Anforderungen an Energieeffizienz und Heizungstechnik steigen, und zahlreiche erfahrene Fachkräfte gehen in den Ruhestand. Wohnungsunternehmen konkurrieren dabei mit Bauunternehmen und Ingenieurbüros um dieselben Leute. Entwicklungswege führen zur Leitung eines technischen Teams oder einer Abteilung, in die Projektleitung für Modernisierung und Neubau oder in Spezialgebiete wie Energiemanagement und technische Gebäudeausrüstung. Mit einem Studium neben dem Beruf stehen auch Positionen im technischen Asset- oder Portfoliomanagement offen.
Üblich ist eine dreijährige Ausbildung in einem Bau- oder Ausbauberuf mit anschließender Berufspraxis und der Weiterbildung zum staatlich geprüften Techniker, die in Vollzeit zwei und berufsbegleitend etwa vier Jahre dauert. Alternativ führen die Meisterprüfung im Handwerk oder ein Bachelorstudium im Bauingenieurwesen oder in der Architektur in den Beruf.
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Bauleiter planen, steuern und überwachen die Ausführung von Bauvorhaben vor Ort. Sie sind für Termine, Kosten, Qualität und Arbeitssicherheit auf der Baustelle verantwortlich und koordinieren Firmen, Planer und Bauherren.
Bautechniker planen, kalkulieren und überwachen Bauvorhaben im Hoch- und Tiefbau. Sie arbeiten an der Schnittstelle zwischen Planungsbüro und Baustelle und sind häufig als Bauleiter, Kalkulatoren oder technische Zeichner mit erweiterter Verantwortung tätig.
Immobilienkaufleute vermieten, verwalten, finanzieren und vermitteln Wohnungen, Gewerbeflächen und Grundstücke. Sie arbeiten bei Wohnungsunternehmen, Hausverwaltungen, Maklerbüros und in den Immobilienabteilungen von Banken und Sparkassen.
Objektbetreuer kümmern sich vor Ort um Wohn- und Gewerbeimmobilien: Sie kontrollieren den Zustand der Gebäude, beauftragen und überwachen Handwerker und sind Ansprechpartner für Mieter, Eigentümer und Hausverwaltung.
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