Steuerfachangestellte / Steuerfachkraft (m/w/d)
Rainer Kolling steht für eine Steuerkanzlei mit Standorten in Landstuhl und Saarbrücken. Die Kanzlei wurde Mitte der 1...
Steuerfachangestellte erstellen Finanz- und Lohnbuchhaltungen, bereiten Steuererklärungen und Jahresabschlüsse vor und betreuen Mandanten in steuerlichen Alltagsfragen. Sie arbeiten meist in Steuerkanzleien, daneben in Lohnsteuerhilfevereinen, Verbänden und Unternehmen.
Buchen, Lohnabrechnung, Abschlussarbeiten und Steuererklärungen lassen sich am Rechner erledigen und damit grundsätzlich von zu Hause, sofern die Kanzlei digital arbeitet und Belege elektronisch vorliegen. Anwesenheit verlangen Mandantengespräche vor Ort, die Bearbeitung von Papierbelegen, die Post und oft die Einarbeitung sowie die gesamte Ausbildung. Homeoffice an einzelnen Tagen pro Woche ist in vielen Kanzleien inzwischen üblich, überwiegendes Arbeiten von zu Hause kommt vor allem bei erfahrenen Kräften und stark digitalisierten Betrieben vor; Stellen ganz von zu Hause gibt es, sie sind aber eher die Ausnahme und häufig auf Lohn- oder Finanzbuchhaltung beschränkt. In Verbänden und im öffentlichen Bereich hängt der Umfang stark von der jeweiligen Dienstvereinbarung ab. Für den Alltag bedeutet das einen abschließbaren Arbeitsplatz, gesicherten Zugang zur Kanzleisoftware, strikte Verschwiegenheit gegenüber Mitbewohnern und Erreichbarkeit für Mandanten und Kollegen zu festen Zeiten, gerade in Fristwochen.
Das gilt für den Beruf insgesamt und nicht für jede Stelle. Ob ganz von zu Hause, überwiegend oder an einzelnen Tagen gearbeitet wird, steht in der jeweiligen Anzeige – darauf lohnt sich vor der Bewerbung ein genauer Blick.
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.600 € | 2.900 € | 3.300 € | 34.800 € | |
| Mit Berufserfahrung | 3.100 € | 3.500 € | 4.100 € | 42.000 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 3.800 € | 4.400 € | 5.300 € | 52.800 € |
Für Steuerkanzleien gibt es keinen allgemeinen Tarifvertrag, die Gehälter werden frei verhandelt und hängen stark von Kanzleigröße, Region und Fortbildungen wie Steuerfachwirt oder Bilanzbuchhalter ab. In Verbänden und im öffentlichen Bereich wird häufig nach TVöD oder TV-L oder einem angelehnten Haustarif bezahlt, was die Spanne dort enger macht als in Kanzleien.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und gerundet. Sie gelten für eine Vollzeitstelle und für den Beruf insgesamt – im Büro wie von zu Hause. In Teilzeit verringert sich das Gehalt im Verhältnis der Stunden.
Das Jahresbrutto ist das 12-Fache des Monatswertes, ohne Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Im Einzelfall entscheiden Arbeitgeber, Tarifbindung, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Der Kern der Arbeit ist die laufende Betreuung von Mandanten. Steuerfachangestellte kontieren Belege, buchen Geschäftsvorfälle, stimmen Konten ab und erstellen daraus monatlich oder quartalsweise die Umsatzsteuervoranmeldungen. In der Lohnbuchhaltung rechnen sie Löhne und Gehälter ab, melden Beschäftigte bei den Sozialversicherungen an und übermitteln Lohnsteueranmeldungen. Zum Jahresende kommen Jahresabschlüsse, Einnahmen-Überschuss-Rechnungen und Steuererklärungen für Einkommen-, Gewerbe-, Körperschaft- und Umsatzsteuer hinzu. Steuerbescheide werden geprüft, Fristen überwacht, Einsprüche vorbereitet und Rückfragen des Finanzamts beantwortet. Ein großer Teil des Tages besteht aus Kommunikation: fehlende Unterlagen bei Mandanten anfordern, Fragen am Telefon oder per E-Mail klären, Auswertungen erläutern. Gearbeitet wird fast durchgehend mit Fachsoftware, in Kanzleien meist mit DATEV. In Verbänden, etwa landwirtschaftlichen Buchstellen oder Lohnsteuerhilfevereinen, sowie in kommunalen Betrieben verschiebt sich der Schwerpunkt je nach Mitgliedern oder Aufgabenbereich. In der Finanzverwaltung selbst arbeiten dagegen überwiegend Finanzwirte mit eigener Beamtenausbildung.
Der übliche Weg ist die dreijährige duale Ausbildung in einer Steuerkanzlei, bei einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft oder einer vergleichbaren Stelle. Die Abschlussprüfung wird vor der Steuerberaterkammer abgelegt. Viele Ausbildungsbetriebe erwarten Abitur oder Fachabitur, ein guter mittlerer Abschluss reicht aber oft ebenfalls. Mit Abitur oder guten Leistungen lässt sich die Ausbildung verkürzen. Ein Quereinstieg ist möglich, etwa für Kaufleute mit Buchhaltungserfahrung, häufig zunächst in der Lohn- oder Finanzbuchhaltung. Wer mehrere Jahre einschlägig gearbeitet hat, kann die Abschlussprüfung als Externer ablegen.
Die Arbeit folgt einem festen Fristenkalender. Um den zehnten jedes Monats stehen Voranmeldungen und Lohnabrechnungen an, im Frühjahr und zum Jahresende häufen sich Abschlüsse und Erklärungen. In diesen Phasen sind Überstunden in vielen Kanzleien üblich. Verlangt werden Genauigkeit über lange Bildschirmphasen, Konzentration bei wiederkehrenden Routinen und die Bereitschaft, sich ständig in geänderte Gesetze, Verwaltungsanweisungen und Softwareversionen einzuarbeiten. Schwer fällt vielen der Umgang mit Mandanten, die Unterlagen unvollständig oder zu spät liefern, während die Frist trotzdem gilt. Für die Steuererklärung haftet am Ende die Kanzlei, entsprechend hoch ist der Anspruch an Sorgfalt und Verschwiegenheit.
Die Nachfrage ist hoch, viele Kanzleien suchen über längere Zeit nach Fachkräften. Die Digitalisierung nimmt vor allem das Erfassen von Belegen ab, während Prüfung, Beratung und Abschlussarbeiten an Gewicht gewinnen. Typische Fortbildungen sind Steuerfachwirt, Fachassistent Lohn und Gehalt sowie Bilanzbuchhalter. Nach mehrjähriger Berufspraxis ist auch ohne Studium die Zulassung zur Steuerberaterprüfung möglich, die als anspruchsvoll gilt. Mit Erfahrung übernehmen viele die eigenständige Betreuung eines Mandantenstamms oder die Leitung eines Teams.
Üblich ist die dreijährige duale Ausbildung in einer Steuerkanzlei oder vergleichbaren Einrichtung, die mit der Prüfung vor der Steuerberaterkammer abschließt; mit Abitur oder guten Leistungen ist eine Verkürzung möglich. Nach mehreren Jahren einschlägiger Berufspraxis kann die Prüfung auch als Externer abgelegt werden.
Rainer Kolling steht für eine Steuerkanzlei mit Standorten in Landstuhl und Saarbrücken. Die Kanzlei wurde Mitte der 1...
Der Lohnsteuerhilfeverein Fuldatal e.V. wurde in 1988 gegründet und betreut heute weit über 50.000 Mitglieder in ganz De...
Bilanzbuchhalter verantworten das Rechnungswesen eines Unternehmens oder betreuen es für Mandanten: von der laufenden Buchführung über Monats- und Quartalsabschlüsse bis zur Erstellung von Jahresabschlüssen nach HGB, teils auch nach IFRS.
Finanzbuchhalter erfassen und prüfen die Geschäftsvorfälle eines Unternehmens, führen Haupt- und Nebenbücher und bereiten Monats- und Jahresabschlüsse vor. Sie arbeiten in Unternehmen oder in Kanzleien für Steuerberatung und Wirtschaftsprüfung.
Lohnbuchhalter erstellen die monatlichen Lohn- und Gehaltsabrechnungen für Beschäftigte eines Unternehmens oder für Mandanten einer Kanzlei und sorgen dafür, dass Steuern und Sozialversicherungsbeiträge korrekt und fristgerecht abgeführt werden.
Steuerfachwirte sind fortgebildete Fachkräfte in Steuerkanzleien und Steuerabteilungen, die Jahresabschlüsse und Steuererklärungen weitgehend eigenständig erstellen, Mandate betreuen und den Steuerberater fachlich entlasten.
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