Steuerfachangestellter (m/w/d) mit direktem Mandantenkontakt | hybrid
Wir sind eine Steuerberatungs- und Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mit sieben Standorten und rund 160 Mitarbeitenden, da...
Steuerfachangestellte bereiten in Steuerkanzleien und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften Buchhaltung, Lohnabrechnung, Jahresabschlüsse und Steuererklärungen für Mandanten vor. Mit direktem Mandantenkontakt sind sie zugleich erste Ansprechperson für Rückfragen, Unterlagen und Fristen.
Ein großer Teil der Arbeit lässt sich von zu Hause erledigen: Buchen, Lohnabrechnung, Abschlussarbeiten und Steuererklärungen laufen in vielen Kanzleien über Cloud- oder Rechenzentrumslösungen, und Belege kommen zunehmend digital. Anwesenheit verlangen Mandantengespräche, die in der Kanzlei oder beim Mandanten stattfinden, die Bearbeitung von Papierbelegen, die Einarbeitung und je nach Kanzlei die Abstimmung mit dem Steuerberater. Homeoffice an zwei bis drei Tagen pro Woche ist in vielen, vor allem mittleren und größeren Kanzleien inzwischen üblich, während kleinere Kanzleien teils noch weitgehend auf Präsenz setzen; Stellen, die ganz oder überwiegend von zu Hause ausgeübt werden, gibt es, sie sind aber eher die Ausnahme und setzen meist Berufserfahrung voraus. Wegen der Verschwiegenheitspflicht gehören ein abschließbarer Arbeitsplatz, gesicherter Zugang etwa über VPN und Smartcard sowie ein Umgang mit Unterlagen dazu, der Dritten im Haushalt keinen Einblick gibt. Mit direktem Mandantenkontakt wird außerdem telefonische Erreichbarkeit zu festen Zeiten erwartet, was die freie Zeiteinteilung zu Hause einschränken kann.
Das gilt für den Beruf insgesamt und nicht für jede Stelle. Ob ganz von zu Hause, überwiegend oder an einzelnen Tagen gearbeitet wird, steht in der jeweiligen Anzeige – darauf lohnt sich vor der Bewerbung ein genauer Blick.
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.500 € | 2.800 € | 3.200 € | 33.600 € | |
| Mit Berufserfahrung | 3.000 € | 3.500 € | 4.100 € | 42.000 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 3.700 € | 4.300 € | 5.200 € | 51.600 € |
Einen flächendeckenden Tarifvertrag gibt es nicht; die Steuerberaterkammern veröffentlichen lediglich unverbindliche Gehaltsempfehlungen, sodass die Bezahlung frei verhandelt wird. Am stärksten wirken sich Kanzleigröße und Region aus, Wirtschaftsprüfungsgesellschaften und Kanzleien in Großstädten zahlen meist mehr, und Fortbildungen zum Steuerfachwirt oder Bilanzbuchhalter heben das Gehalt deutlich.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und gerundet. Sie gelten für eine Vollzeitstelle und für den Beruf insgesamt – im Büro wie von zu Hause. In Teilzeit verringert sich das Gehalt im Verhältnis der Stunden.
Das Jahresbrutto ist das 12-Fache des Monatswertes, ohne Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Im Einzelfall entscheiden Arbeitgeber, Tarifbindung, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Steuerfachangestellte arbeiten einem Steuerberater oder einer Steuerberaterin zu und betreuen einen festen Kreis von Mandanten: kleine Betriebe, Selbstständige, Freiberufler, Vereine und Privatpersonen. Sie kontieren Belege, führen die laufende Finanzbuchhaltung, erstellen Lohn- und Gehaltsabrechnungen, bereiten Umsatzsteuervoranmeldungen vor und erarbeiten Entwürfe für Jahresabschlüsse, Einkommensteuer-, Gewerbesteuer- und Körperschaftsteuererklärungen. Den größten Teil der Arbeit erledigen sie in Kanzleisoftware, meist von DATEV oder Addison.
Der direkte Mandantenkontakt prägt den Alltag. Fehlende Belege werden angefordert, Rückfragen zu Ausgaben oder Arbeitsverträgen am Telefon oder per E-Mail geklärt, Termine für Besprechungen vereinbart. Steuerfachangestellte erklären Bescheide, prüfen sie auf Fehler, bereiten Einsprüche vor und behalten Fristen im Blick. Viele Mandanten erwarten, dass ihre Ansprechperson ihre Zahlen kennt und schnell Auskunft geben kann. Die steuerliche Verantwortung und die Beratung im engeren Sinne bleiben beim Steuerberater.
Der übliche Weg ist die duale Ausbildung in einer Steuerkanzlei oder Wirtschaftsprüfungsgesellschaft. Sie dauert drei Jahre und endet mit der Abschlussprüfung vor der Steuerberaterkammer. Viele Auszubildende haben Abitur oder Fachhochschulreife, was eine Verkürzung auf zweieinhalb oder zwei Jahre ermöglichen kann. Quereinsteiger kommen häufig aus der Buchhaltung, der Lohnabrechnung oder dem Bankwesen. Ohne den Abschluss ist ein Einstieg als Buchhaltungs- oder Lohnkraft in einer Kanzlei möglich, die Aufgaben sind dann aber enger gefasst. Die Externenprüfung steht offen, wenn mehrere Jahre einschlägige Berufspraxis nachgewiesen werden.
Der Beruf verlangt Genauigkeit über lange Strecken am Bildschirm und die Bereitschaft, sich laufend in Gesetzesänderungen, neue Verwaltungsanweisungen und Softwareumstellungen einzuarbeiten. Die Arbeitslast verteilt sich ungleich: Zum Monatsanfang drängen Lohnabrechnungen und Voranmeldungen, im Frühjahr und zum Jahresende häufen sich Abschlüsse und Erklärungen, vor Abgabefristen sind Überstunden in vielen Kanzleien üblich. Der Mandantenkontakt kann belastend sein, wenn Unterlagen zu spät oder unvollständig kommen und der Zeitdruck dennoch bei der Kanzlei liegt. Hinzu kommt die Pflicht zur Verschwiegenheit: Steuerfachangestellte sehen Einkommen, Schulden und Familienverhältnisse ihrer Mandanten. Die Arbeitszeiten sind meist geregelt, Wochenend- und Nachtarbeit sind selten.
Die Nachfrage ist seit Jahren hoch, viele Kanzleien finden kaum Fachkräfte, und das Durchschnittsalter in der Branche steigt. Die Digitalisierung verschiebt die Arbeit: Belege werden zunehmend automatisch erfasst und vorkontiert, dafür gewinnen Prüfung, Mandantenbetreuung und Beratung an Gewicht. Wer sich weiterentwickeln will, kann die Fortbildung zum Steuerfachwirt oder zum Bilanzbuchhalter ablegen, sich auf Lohn, Abschlüsse oder bestimmte Branchen spezialisieren und nach ausreichender Berufspraxis auch ohne Studium zur Steuerberaterprüfung zugelassen werden. Ein Wechsel in die Buchhaltung oder Steuerabteilung eines Unternehmens ist ebenfalls verbreitet.
Üblich ist die dreijährige duale Ausbildung in einer Steuerkanzlei mit Abschlussprüfung vor der Steuerberaterkammer, mit Abitur oft auf zwei bis zweieinhalb Jahre verkürzbar. Nach mehreren Jahren einschlägiger Praxis ist auch die Externenprüfung möglich.
Wir sind eine Steuerberatungs- und Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mit sieben Standorten und rund 160 Mitarbeitenden, da...
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Bilanzbuchhalter verantworten das Rechnungswesen eines Unternehmens oder betreuen es für Mandanten: von der laufenden Buchführung über Monats- und Quartalsabschlüsse bis zur Erstellung von Jahresabschlüssen nach HGB, teils auch nach IFRS.
Finanzbuchhalter erfassen und prüfen die Geschäftsvorfälle eines Unternehmens, führen Haupt- und Nebenbücher und bereiten Monats- und Jahresabschlüsse vor. Sie arbeiten in Unternehmen oder in Kanzleien für Steuerberatung und Wirtschaftsprüfung.
Lohnbuchhalter erstellen die monatlichen Lohn- und Gehaltsabrechnungen für Beschäftigte eines Unternehmens oder für Mandanten einer Kanzlei und sorgen dafür, dass Steuern und Sozialversicherungsbeiträge korrekt und fristgerecht abgeführt werden.
Rechtsanwaltsfachangestellte organisieren das Büro einer Anwaltskanzlei: Sie überwachen Fristen, bereiten Schriftsätze vor, rechnen Gebühren nach dem RVG ab und betreiben Mahn- und Vollstreckungsverfahren. Sie sind zugleich erste Ansprechpartner für Mandanten und Gerichte.
Steuerfachwirte sind fortgebildete Fachkräfte in Steuerkanzleien und Steuerabteilungen, die Jahresabschlüsse und Steuererklärungen weitgehend eigenständig erstellen, Mandate betreuen und den Steuerberater fachlich entlasten.
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