SAP EWM Inhouse Consultant (*) - Stuttgart
Ein Stuttgarter Familienunternehmen mit internationalem Touch. Seit der Gründung Mitte des 19. Jahrhunderts hat sich die...
SAP EWM Inhouse Consultants betreuen im eigenen Unternehmen das Lagerverwaltungssystem SAP Extended Warehouse Management. Sie richten Prozesse im System ein, entwickeln sie weiter und sind Ansprechpartner für Lager, Logistik und IT.
Customizing, Konzeptarbeit, Fehleranalyse im System, Abstimmungen per Videokonferenz und Dokumentation lassen sich gut von zu Hause erledigen, und in vielen Unternehmen ist Homeoffice an zwei bis drei Tagen pro Woche üblich. Anwesenheit verlangen dagegen Prozessaufnahmen im Lager, Tests mit Scannern, Druckern und Fördertechnik, Schulungen von Key Usern sowie Go-Lives und die anschließende Betreuungsphase, in der die Fachkraft oft tagelang vor Ort ist. Stellen, die überwiegend von zu Hause ausgeübt werden, gibt es vor allem bei Unternehmen mit mehreren Standorten oder zentralem IT-Team; ganz ohne Präsenz kommt der Beruf in der Regel nicht aus, weil regelmäßige Besuche im Lager und an anderen Standorten dazugehören. Wer von zu Hause arbeitet, braucht einen sicheren VPN-Zugang und muss bei Störungen im Lagerbetrieb kurzfristig erreichbar sein, je nach Arbeitgeber auch in Rufbereitschaft. Wie viel Homeoffice eine Stelle tatsächlich bietet, hängt stark davon ab, ob gerade ein Einführungsprojekt läuft oder der laufende Betrieb betreut wird.
Das gilt für den Beruf insgesamt und nicht für jede Stelle. Ob ganz von zu Hause, überwiegend oder an einzelnen Tagen gearbeitet wird, steht in der jeweiligen Anzeige – darauf lohnt sich vor der Bewerbung ein genauer Blick.
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 4.300 € | 4.900 € | 5.600 € | 58.800 € | |
| Mit Berufserfahrung | 5.500 € | 6.300 € | 7.300 € | 75.600 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 6.800 € | 7.700 € | 9.000 € | 92.400 € |
Das Gehalt hängt vor allem von Unternehmensgröße, Branche und Projekterfahrung mit S/4HANA ab; in tarifgebundenen Industriebetrieben gelten oft die Tarifverträge der Metall- und Elektroindustrie (IG Metall) oder der Chemie (IG BCE), meist im oberen Bereich oder außertariflich. Bei Logistikdienstleistern und kleineren Handelsunternehmen liegen die Gehälter eher unter, in Konzernen und in der externen Beratung eher über den angegebenen Werten.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und gerundet. Sie gelten für eine Vollzeitstelle und für den Beruf insgesamt – im Büro wie von zu Hause. In Teilzeit verringert sich das Gehalt im Verhältnis der Stunden.
Das Jahresbrutto ist das 12-Fache des Monatswertes, ohne Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Im Einzelfall entscheiden Arbeitgeber, Tarifbindung, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Ein SAP EWM Inhouse Consultant arbeitet nicht für eine Beratungsfirma, sondern in der IT- oder Logistikabteilung eines Unternehmens, das SAP Extended Warehouse Management einsetzt. Typische Arbeitgeber sind Industriebetriebe, Handelsunternehmen und Logistikdienstleister mit eigenen Lagern. Im Alltag nimmt die Fachkraft Anforderungen aus dem Lager auf, etwa eine neue Kommissionierstrategie, geänderte Etikettendrucke oder eine zusätzliche Lagerzone, und setzt sie im Customizing um. Dazu gehören Lagerplatzstrukturen, Wareneingangs- und Warenausgangsprozesse, Wellenbildung, Inventur sowie die Anbindung von Handscannern über RF-Transaktionen. Ein großer Teil der Arbeit ist Support: Störungen klären, wenn Lieferungen hängen bleiben, Schnittstellen zu Materialflussrechnern, Transportsystemen oder dem ERP-Kern prüfen und Key User schulen. In vielen Unternehmen kommen Projekte hinzu, etwa die Migration von SAP WM auf EWM unter S/4HANA oder der Rollout auf weitere Standorte. Dabei arbeitet die Fachkraft mit externen Beratern, ABAP-Entwicklern und den Lagerleitungen zusammen und schreibt Konzepte, Testfälle und Dokumentationen.
Einen festen Ausbildungsweg gibt es nicht. Häufig ist ein Studium der Wirtschaftsinformatik, des Wirtschaftsingenieurwesens, der Logistik oder der Informatik. Ebenso verbreitet ist der Weg über eine Ausbildung, etwa als Fachinformatiker oder als Kaufmann für Spedition und Logistikdienstleistung, gefolgt von Jahren als Key User im Lager oder in der Logistikplanung. Wer bereits SAP WM oder SAP MM betreut hat, findet über Weiterbildungen und Projektarbeit in EWM hinein. Eine Zertifizierung von SAP ist nützlich, ersetzt aber praktische Projekterfahrung nicht. Viele Arbeitgeber verlangen mehrere Jahre Erfahrung mit SAP-Logistikmodulen; reine Berufseinsteiger werden seltener eingestellt.
Der Beruf verbindet technisches Systemverständnis mit Kenntnis echter Lagerabläufe. Wer nicht weiß, wie ein Kommissionierer am Regal arbeitet, baut Prozesse, die im Betrieb scheitern. Belastend sind vor allem Go-Lives und Störungen: Steht das Lager, weil Aufträge nicht freigegeben werden, muss die Ursache schnell gefunden werden, auch abends oder am Wochenende. In Unternehmen mit Schichtbetrieb gibt es teils Rufbereitschaft. Projektphasen bringen Termindruck und Reisen zu anderen Standorten mit sich. Gefordert ist außerdem Vermittlungsgeschick, denn Lagerleitung, IT und Controlling haben oft unterschiedliche Vorstellungen. Englisch ist in international aufgestellten Konzernen regelmäßig Arbeitssprache.
Die Nachfrage ist hoch. SAP beendet die Wartung des klassischen WM-Moduls, viele Unternehmen stellen deshalb auf S/4HANA und EWM um und bauen dafür internes Wissen auf. EWM-Fachleute sind knapp, was die Verhandlungsposition stärkt. Entwicklungswege führen zur Leitung eines SAP-Logistikteams, zur Rolle als Solution Architect für die gesamte Supply Chain oder in die externe Beratung, die besser bezahlt sein kann, aber mehr Reisen verlangt. Erweiterungen in Richtung SAP TM, Yard Logistics oder Materialflusssteuerung machen das Profil zusätzlich gefragt.
Üblich ist ein Bachelor- oder Masterstudium in Wirtschaftsinformatik, Logistik oder Wirtschaftsingenieurwesen (drei bis fünf Jahre) oder eine dreijährige Ausbildung, etwa als Fachinformatiker, mit anschließender Praxis als Key User. Die Spezialisierung auf EWM erfolgt meist über Projekte und Weiterbildungen, ergänzt durch eine SAP-Zertifizierung.
Ein Stuttgarter Familienunternehmen mit internationalem Touch. Seit der Gründung Mitte des 19. Jahrhunderts hat sich die...
Für unseren Mandanten mit namhaftem Markenportfolio und moderner IT- sowie Logistiklandschaft im Rhein-Main-Gebiet – s...
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