Sachbearbeiter (m/w/d) Versicherungen
Peter Gross Bau ist traditionsreiches Familienunternehmen mit Sitz im Südwesten Deutschlands, in dem über 4.000 Mitarbei...
Sachbearbeiter in Versicherungen prüfen Anträge, verwalten Verträge und regulieren Schäden oder Leistungsfälle. Sie arbeiten bei Versicherern, Maklern oder in den Versicherungsabteilungen von Unternehmen, etwa im Baugewerbe.
Die Bearbeitung von Verträgen und Schäden läuft bei den meisten Versicherern über digitale Akten und lässt sich daher gut von zu Hause erledigen. Bei großen Versicherungsgesellschaften ist mobiles Arbeiten an zwei bis drei Tagen pro Woche in vielen Stellen üblich und oft per Betriebsvereinbarung geregelt. Ganz von zu Hause zu arbeiten ist die Ausnahme. Es kommt am ehesten bei spezialisierten Dienstleistern für Schadenregulierung oder in Kundenservice-Teams vor. Bei kleineren Maklerbüros und in den Versicherungsabteilungen von Unternehmen anderer Branchen, etwa im Baugewerbe, ist Homeoffice weniger verbreitet. Dort fallen Papierpost, Abstimmungen mit Bauleitung oder Geschäftsführung und gelegentliche Termine vor Ort an. Die Einarbeitung findet fast immer im Büro statt. Im Homeoffice gelten strenge Regeln zu Datenschutz und Verschwiegenheit, weil Gesundheits- und Vermögensdaten bearbeitet werden. Erwartet werden außerdem ein abgeschlossener Arbeitsplatz und Erreichbarkeit zu festen Servicezeiten.
Das gilt für den Beruf insgesamt und nicht für jede Stelle. Ob ganz von zu Hause, überwiegend oder an einzelnen Tagen gearbeitet wird, steht in der jeweiligen Anzeige – darauf lohnt sich vor der Bewerbung ein genauer Blick.
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.800 € | 3.300 € | 3.800 € | 39.600 € | |
| Mit Berufserfahrung | 3.200 € | 3.800 € | 4.500 € | 45.600 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 3.800 € | 4.400 € | 5.300 € | 52.800 € |
Bei tarifgebundenen Versicherern gilt der Tarifvertrag für das private Versicherungsgewerbe. Er liegt über dem, was Makler und Unternehmen anderer Branchen wie das Baugewerbe meist zahlen, und sieht zusätzliche Sonderzahlungen vor. Innerhalb des Tarifs bestimmen die Gehaltsgruppe und die Spezialisierung die Höhe, etwa auf Gewerbe- oder Personenschäden.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und gerundet. Sie gelten für eine Vollzeitstelle und für den Beruf insgesamt – im Büro wie von zu Hause. In Teilzeit verringert sich das Gehalt im Verhältnis der Stunden.
Das Jahresbrutto ist das 12-Fache des Monatswertes, ohne Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Im Einzelfall entscheiden Arbeitgeber, Tarifbindung, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Die Arbeit spielt sich überwiegend am Bildschirm ab und teilt sich meist in zwei Bereiche. In der Vertragsbearbeitung werden Anträge auf Vollständigkeit und Risiko geprüft, Policen ausgestellt, Vertragsänderungen eingepflegt, Beiträge angepasst und Kündigungen bearbeitet. In der Schaden- oder Leistungsbearbeitung gehen Schadenmeldungen ein. Sachbearbeiter prüfen dann den Versicherungsschutz, fordern Belege und Gutachten an, beauftragen Sachverständige, berechnen die Entschädigung und schreiben Ablehnungen oder Zahlungsanweisungen. Dazu kommen Rückfragen von Kunden, Vermittlern und Werkstätten am Telefon und per E-Mail. Die meisten Stellen sind auf eine Sparte spezialisiert, etwa Kfz, Haftpflicht, Sach, Leben oder Kranken. Bei Unternehmen außerhalb der Versicherungsbranche, etwa Baufirmen, betreuen Sachbearbeiter die eigenen Policen des Betriebs. Dazu gehören Betriebshaftpflicht, Bauleistungs- und Fuhrparkversicherungen. Sie melden Schäden von Baustellen an den Versicherer und stimmen sich mit Maklern ab.
Der übliche Weg ist die dreijährige duale Ausbildung zum Kaufmann für Versicherungen und Finanzanlagen mit IHK-Abschluss. Häufig gelingt auch der Quereinstieg mit einer anderen kaufmännischen Ausbildung. Gut geeignet sind Kaufleute für Büromanagement oder Bankkaufleute. Neue Mitarbeitende werden dann intern in die jeweilige Sparte eingearbeitet. Als Weiterbildung verbreitet sind die Fachkraft für Versicherungsvermittlung, der Versicherungsfachwirt und darauf aufbauend der Fachwirt für Versicherungen und Finanzen. Wer Kunden berät und vermittelt, braucht eine Erlaubnis nach § 34d Gewerbeordnung. In der reinen Innendienst-Sachbearbeitung ist sie meist nicht nötig.
Die Arbeit ist genau, regelgebunden und oft gleichförmig. Wer täglich dutzende ähnliche Vorgänge bearbeitet, muss trotzdem bei jedem Vertrag auf Bedingungen, Ausschlüsse und Fristen achten. Viele Versicherer arbeiten mit Kennzahlen zur Bearbeitungsmenge und -dauer. Das erzeugt spürbaren Leistungsdruck. Nach Unwettern oder Großschäden stauen sich die Meldungen, dann ist Mehrarbeit üblich. Im Schadenbereich gehören Gespräche mit verärgerten oder belasteten Kunden dazu, etwa wenn eine Leistung abgelehnt werden muss. Die Arbeitszeiten sind meist geregelt, oft mit Gleitzeit. Für die telefonische Erreichbarkeit gibt es aber feste Servicezeiten. Die Rechtslage und die Bedingungswerke ändern sich laufend. Deshalb sind regelmäßige Schulungen Teil des Berufs.
Qualifizierte Sachbearbeiter werden gesucht, weil in den kommenden Jahren viele erfahrene Beschäftigte in Rente gehen. Gleichzeitig automatisieren Versicherer einfache Vorgänge zunehmend. Standardschäden und Vertragsänderungen laufen immer öfter über Online-Portale und Software. Das verringert langfristig den Bedarf an reiner Routinebearbeitung. Gefragt bleiben Fachkräfte für komplexe Schäden, Gewerbe- und Industrieversicherungen sowie Personenschäden. Wer sich weiterbildet, kann Spezialist für eine Sparte werden, als Underwriter Risiken bewerten, ins Schadenmanagement oder eine Teamleitung wechseln oder in den Außendienst gehen.
Üblich ist die dreijährige duale Ausbildung zum Kaufmann für Versicherungen und Finanzanlagen mit IHK-Abschluss. Quereinsteiger mit einer anderen kaufmännischen Ausbildung werden häufig intern eingearbeitet. Später ist eine Weiterbildung zum Versicherungsfachwirt möglich.
Peter Gross Bau ist traditionsreiches Familienunternehmen mit Sitz im Südwesten Deutschlands, in dem über 4.000 Mitarbei...
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