Referent:in der Geschäftsführung (m/w/d)
Referent:in der Geschäftsführung (m/w/d) in Voll- oder Teilzeit (ab 25 Std./39 Std. Woche) ab dem 01.01.2027...
Referentinnen und Referenten der Geschäftsführung bereiten Entscheidungen der Unternehmensleitung vor, steuern strategische Projekte und halten die Abstimmung zwischen Geschäftsführung, Abteilungen und Gremien zusammen.
Analysen, Entscheidungsvorlagen, Präsentationen, Recherchen, Förderanträge und ein Teil der Korrespondenz lassen sich gut von zu Hause erledigen; Gremiensitzungen, kurzfristige Abstimmungen mit der Geschäftsführung, Termine mit Partnern und in Kultur- und Sportbetrieben auch Veranstaltungen verlangen dagegen Anwesenheit. In vielen Unternehmen ist Homeoffice an einzelnen Tagen üblich, oft an ein bis zwei Tagen pro Woche, während Stellen, die überwiegend oder ganz von zu Hause ausgeübt werden, die Ausnahme sind, weil die Nähe zur Unternehmensleitung den Kern der Rolle ausmacht. Wie viel möglich ist, hängt stark davon ab, wie die jeweilige Geschäftsführung selbst arbeitet und ob sie regelmäßig vor Ort ist. Wer von zu Hause arbeitet, braucht einen gesicherten Zugang zu vertraulichen Unternehmensdaten und einen Arbeitsplatz, an dem Unterlagen zu Personal und Finanzen nicht offen liegen. Erwartet wird in der Regel eine hohe Erreichbarkeit, auch für kurzfristige Rückfragen, und an Sitzungstagen oder vor wichtigen Terminen ist Präsenz meist nicht verhandelbar.
Das gilt für den Beruf insgesamt und nicht für jede Stelle. Ob ganz von zu Hause, überwiegend oder an einzelnen Tagen gearbeitet wird, steht in der jeweiligen Anzeige – darauf lohnt sich vor der Bewerbung ein genauer Blick.
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 3.300 € | 3.900 € | 4.700 € | 46.800 € | |
| Mit Berufserfahrung | 4.000 € | 4.800 € | 5.800 € | 57.600 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 5.000 € | 6.000 € | 7.500 € | 72.000 € |
Am stärksten hängt das Gehalt von Betriebsgröße und Branche ab: In Freizeit, Tourismus, Kultur und Sport liegt es meist unter dem Niveau von Industrie, Banken oder Beratung, in Konzernen deutlich darüber. Öffentliche Kultur- und Sporteinrichtungen zahlen häufig nach TVöD oder TV-L, meist in den Entgeltgruppen E11 bis E13, private Arbeitgeber verhandeln frei.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und gerundet. Sie gelten für eine Vollzeitstelle und für den Beruf insgesamt – im Büro wie von zu Hause. In Teilzeit verringert sich das Gehalt im Verhältnis der Stunden.
Das Jahresbrutto ist das 12-Fache des Monatswertes, ohne Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Im Einzelfall entscheiden Arbeitgeber, Tarifbindung, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Referentinnen und Referenten der Geschäftsführung arbeiten der Unternehmensleitung direkt zu. Sie bereiten Entscheidungen vor, indem sie Zahlen aus Controlling und Vertrieb zusammenführen, Marktentwicklungen auswerten und daraus Entscheidungsvorlagen und Präsentationen für Geschäftsführung, Aufsichtsrat oder Gesellschafter erstellen. Sie koordinieren strategische Projekte über Abteilungsgrenzen hinweg, halten Termine und Zuständigkeiten nach und sorgen dafür, dass Beschlüsse umgesetzt werden. Dazu kommen Vorbereitung und Protokoll von Gremiensitzungen, Korrespondenz im Namen der Geschäftsführung, Reden und Grußworte sowie die Abstimmung mit Partnern, Behörden und Verbänden. In Freizeit-, Tourismus-, Kultur- und Sporteinrichtungen gehören oft Förderanträge, Sponsorenkontakte, Saisonplanung und die Begleitung von Veranstaltungen dazu. Die Abgrenzung zur Assistenz der Geschäftsführung ist fließend: Je kleiner der Betrieb, desto mehr organisatorische Aufgaben wie Terminplanung und Reiseorganisation fallen an; in großen Häusern liegt der Schwerpunkt auf Analyse und Projektsteuerung.
Einen geregelten Ausbildungsweg gibt es nicht. Die meisten haben ein abgeschlossenes Studium, häufig Betriebswirtschaft, Wirtschaftswissenschaften, Jura, Politik- oder Kulturwissenschaften, in Tourismus und Sport auch Tourismusmanagement oder Sportökonomie. Viele kommen nach einigen Jahren in Beratung, Controlling, Projektmanagement oder Verbandsarbeit auf die Stelle. Absolventen steigen eher in größeren Unternehmen ein, die die Position gezielt als Entwicklungsstation für Nachwuchskräfte besetzen. Ein Quereinstieg ohne Studium ist möglich, etwa aus der Assistenz der Geschäftsführung mit einer Weiterbildung zum Wirtschaftsfachwirt oder Betriebswirt, kommt aber seltener vor. Branchenkenntnis und sicheres Englisch erleichtern den Einstieg.
Die Stelle hängt eng an der Arbeitsweise der Geschäftsführung. Wer sie ausfüllt, richtet sich nach deren Terminen und Prioritäten, die sich kurzfristig ändern können. Vor Gremiensitzungen, Jahresabschlüssen oder großen Veranstaltungen entstehen Arbeitsspitzen mit langen Tagen, in Kultur und Sport auch Einsätze am Abend und am Wochenende. Verlangt werden analytisches Denken, sicherer Umgang mit Zahlen und Tabellenkalkulation, ein präziser Schreibstil und die Fähigkeit, komplexe Sachverhalte auf einer Seite darzustellen. Schwer fällt vielen die Rolle zwischen den Stühlen: Referenten haben selten eigene Weisungsbefugnis, müssen Abteilungsleitungen aber zu Zulieferungen und Entscheidungen bewegen. Diskretion ist Pflicht, weil vertrauliche Informationen zu Personal, Finanzen und Strategie über den Tisch gehen. Ein Wechsel an der Spitze kann die Stelle grundlegend verändern oder überflüssig machen.
Nachfrage besteht vor allem in mittleren und großen Unternehmen, Konzernen, Verbänden und öffentlichen Einrichtungen. In kleinen Betrieben der Freizeit- und Kulturbranche ist die Position seltener und oft mit Assistenzaufgaben vermischt. Die Stelle gilt vielerorts als Sprungbrett und wird häufig nach drei bis fünf Jahren verlassen, typischerweise in Richtung Abteilungs- oder Bereichsleitung, Projektleitung, Strategie und Unternehmensentwicklung oder Büroleitung. Wer die Nähe zur Geschäftsführung nutzt, gewinnt einen Überblick über das gesamte Unternehmen und ein breites Netzwerk, das bei späteren Bewerbungen hilft.
Üblich ist ein abgeschlossenes Bachelor- oder Masterstudium von drei bis fünf Jahren, häufig in Betriebswirtschaft, Jura, Politik- oder Kulturwissenschaften, in der Freizeitbranche auch Tourismusmanagement oder Sportökonomie. Viele wechseln nach einigen Jahren Berufserfahrung auf die Stelle; ohne Studium führt der Weg meist über die Assistenz der Geschäftsführung und eine Aufstiegsfortbildung zum Wirtschaftsfachwirt oder Betriebswirt.
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Eine Assistenz der Geschäftsführung organisiert den Arbeitsalltag der Unternehmens- oder Institutsleitung, bereitet Entscheidungen und Sitzungen vor und hält die Kommunikation mit Gremien, Partnern und Belegschaft zusammen. In Forschungseinrichtungen kommen oft Drittmittelverwaltung und die Betreuung wissenschaftlicher Gremien hinzu.
Projektmanager planen, steuern und überwachen zeitlich begrenzte Vorhaben wie Softwareeinführungen, Bauprojekte oder Produktentwicklungen. Sie halten Termine, Budget und Qualität im Blick und stimmen sich zwischen Auftraggebern, Fachabteilungen und Dienstleistern ab.
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