Projektmanager (m/w/d) Infrastruktur (Verkehr / Bahn, Energie)
Wir wollen als attraktivste Marke im deutschen Bauprojektmanagement Standards definieren. Als interdisziplinäres Ingenie...
Projektmanager Infrastruktur planen, steuern und überwachen Vorhaben an technischer Infrastruktur wie Verkehrswegen, Energie- und Wassernetzen oder Glasfaserausbau, je nach Arbeitgeber auch an IT-Infrastruktur. Sie halten Kosten, Termine und Qualität zusammen und stimmen sich mit Auftraggebern, Behörden und ausführenden Firmen ab.
Ein Teil der Arbeit lässt sich von zu Hause erledigen: Terminpläne fortschreiben, Ausschreibungen vorbereiten, Angebote und Nachträge prüfen, Berichte schreiben und Videokonferenzen führen. Baustellenbegehungen, Baubesprechungen vor Ort, Abnahmen, Mängelfeststellungen und Termine mit Behörden oder Anwohnern verlangen dagegen Anwesenheit, oft an wechselnden Orten. In Ingenieurbüros, bei Netzbetreibern und in der Projektsteuerung ist Homeoffice an einzelnen Tagen pro Woche in vielen Stellen üblich, ganz von zu Hause arbeiten Projektmanager Infrastruktur aber nur in Ausnahmefällen, etwa bei reiner Steuerung aus der Ferne oder bei IT-Projekten mit externen Dienstleistern vor Ort. Das Homeoffice wechselt sich im Alltag meist mit Fahrten zur Baustelle ab, sodass der Wohnort nicht weit vom Projektgebiet entfernt liegen sollte. Nötig sind ein stabiler Internetzugang, Zugriff auf Projekt- und Plansoftware sowie ein sorgfältiger Umgang mit Vertragsunterlagen und Angebotsdaten, die vertraulich zu behandeln sind.
Das gilt für den Beruf insgesamt und nicht für jede Stelle. Ob ganz von zu Hause, überwiegend oder an einzelnen Tagen gearbeitet wird, steht in der jeweiligen Anzeige – darauf lohnt sich vor der Bewerbung ein genauer Blick.
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 3.800 € | 4.300 € | 4.900 € | 51.600 € | |
| Mit Berufserfahrung | 4.600 € | 5.400 € | 6.400 € | 64.800 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 5.800 € | 6.800 € | 8.500 € | 81.600 € |
Im öffentlichen Dienst richtet sich das Gehalt nach TVöD oder TV-L, meist in den Entgeltgruppen E11 bis E13, mit enger Spanne; in Bauunternehmen gilt teils der Tarifvertrag für Angestellte und Poliere im Baugewerbe, Ingenieurbüros und IT-Dienstleister zahlen dagegen meist frei verhandelt. Am stärksten hängt das Gehalt von Projektgröße und Budgetverantwortung, der Branche – Netzbetreiber und große Baukonzerne zahlen besser als kleine Büros – und der Region des Arbeitgebers ab.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und gerundet. Sie gelten für eine Vollzeitstelle und für den Beruf insgesamt – im Büro wie von zu Hause. In Teilzeit verringert sich das Gehalt im Verhältnis der Stunden.
Das Jahresbrutto ist das 12-Fache des Monatswertes, ohne Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Im Einzelfall entscheiden Arbeitgeber, Tarifbindung, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Projektmanager Infrastruktur führen Vorhaben von der Planung bis zur Abnahme: den Ausbau eines Glasfasernetzes in mehreren Gemeinden, die Sanierung einer Brücke, den Neubau eines Umspannwerks oder die Erneuerung von Wasserleitungen. In Teilen des Arbeitsmarkts meint die Bezeichnung auch IT-Projekte, etwa die Migration von Rechenzentren oder den Aufbau von Netzwerken. Die Arbeit ist in beiden Fällen ähnlich gelagert: Projektpläne und Terminpläne erstellen, Budgets aufstellen und fortschreiben, Leistungen ausschreiben und Angebote vergleichen, Nachunternehmer beauftragen und deren Arbeit kontrollieren. Dazu kommen Genehmigungsverfahren mit Kommunen und Behörden, Abstimmungen mit Grundstückseigentümern und Versorgern, Baubesprechungen, Nachtragsprüfungen und Berichte an Auftraggeber oder Geschäftsführung. Ein großer Teil des Tages besteht aus Telefonaten, E-Mails und Besprechungen, ein anderer aus Terminen auf der Baustelle oder beim Kunden.
Der übliche Weg führt über ein Studium, meist Bauingenieurwesen, Wirtschaftsingenieurwesen, Elektrotechnik, Versorgungstechnik oder Verkehrswesen, für IT-Infrastruktur auch Informatik. Ein Bachelor dauert sechs bis sieben Semester. Danach folgen in der Regel einige Jahre als Bauleiter, Projektingenieur oder Planer, bevor die Verantwortung für ganze Projekte übernommen wird. Quereinstieg ist möglich für Techniker, Meister oder Bauzeichner mit langer Projekterfahrung, etwa aus dem Tief- oder Leitungsbau. Zertifikate im Projektmanagement wie IPMA, PMP oder PRINCE2 werden in Anzeigen häufig gewünscht, ersetzen aber keine Fachkenntnis. Kenntnisse in Vergaberecht, VOB und HOAI sind bei öffentlichen Projekten wichtig.
Der Beruf steht unter dauerndem Termin- und Kostendruck. Lieferverzögerungen, fehlende Genehmigungen, Wetter oder Engpässe bei Nachunternehmern bringen Pläne ins Wanken, und der Projektmanager muss das gegenüber dem Auftraggeber vertreten. Konflikte über Nachträge und Mängel gehören zum Alltag. Wer mehrere Projekte parallel betreut, ist oft regional unterwegs, teils mit Übernachtungen. In heißen Projektphasen, vor Abnahmen oder bei Störungen fallen Überstunden an, Erreichbarkeit auch außerhalb der Kernzeit wird häufig erwartet. Ein Führerschein ist fast immer Voraussetzung. Gefragt sind Verhandlungsgeschick, ein sicherer Umgang mit Verträgen und Zahlen sowie die Fähigkeit, Verantwortung für Entscheidungen mit großen Summen zu tragen.
Die Nachfrage ist hoch. Sanierungsstau bei Brücken und Schienen, der Ausbau von Strom- und Wärmenetzen im Zuge der Energiewende und der Glasfaserausbau sorgen für viele Projekte, während erfahrene Fachkräfte knapp sind. Gesucht wird bei Ingenieurbüros, Baufirmen, Netzbetreibern, Telekommunikationsunternehmen und öffentlichen Auftraggebern. Mit Erfahrung führen die Wege zu größeren Projekten, in die Programm- oder Abteilungsleitung, in die Projektsteuerung auf Bauherrenseite oder in die Selbstständigkeit als Projektsteuerer. Im öffentlichen Dienst sind die Stellen sicherer, aber weniger flexibel vergütet.
Üblich ist ein Bachelorstudium im Bauingenieurwesen, Wirtschaftsingenieurwesen oder einer verwandten Ingenieursrichtung von sechs bis sieben Semestern, oft ergänzt durch einen Master. Danach folgen meist zwei bis fünf Jahre als Bauleiter oder Projektingenieur, bevor eigene Projekte geleitet werden. Techniker oder Meister aus dem Tief- und Leitungsbau kommen mit entsprechender Erfahrung und einem Projektmanagement-Zertifikat ebenfalls in den Beruf.
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Bauingenieure planen, berechnen und überwachen Bauwerke wie Gebäude, Brücken, Straßen und Leitungsnetze. Sie arbeiten in Ingenieurbüros, Baufirmen und Behörden, je nach Stelle eher am Schreibtisch oder auf der Baustelle.
Bauleiter planen, steuern und überwachen die Ausführung von Bauvorhaben vor Ort. Sie sind für Termine, Kosten, Qualität und Arbeitssicherheit auf der Baustelle verantwortlich und koordinieren Firmen, Planer und Bauherren.
IT-Projektmanager planen und steuern Vorhaben wie Softwareeinführungen, Systemumstellungen oder Infrastrukturprojekte. Sie verantworten Zeitplan, Budget und Ergebnis und stimmen sich laufend mit Fachabteilungen, Entwicklern und Dienstleistern ab.
Projektingenieure planen, steuern und überwachen technische Projekte von der Angebotsphase bis zur Abnahme. Sie verantworten Termine, Kosten und technische Qualität und stimmen sich dabei mit Auftraggebern, Fachplanern, Lieferanten und ausführenden Firmen ab.
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