Projektleiter (m/w/d) Großschaden/ Projekte - Raum Nürnberg und Umland
Der Allianz Handwerker Service ist Teil der AP Solutions GmbH (Allianz Partners) und spezialisiert auf die Geschäftsfeld...
Projektleiter Großschaden planen und steuern die Sanierung nach großen Brand-, Wasser- und Sturmschäden an Gewerbe-, Industrie- und Wohnobjekten. Sie arbeiten an der Schnittstelle zwischen Geschädigten, Versicherern, Sachverständigen und ausführenden Teams.
Von zu Hause erledigen lassen sich Teile der Büroarbeit: Kalkulationen und Angebote erstellen, Berichte und Fotodokumentationen aufbereiten, Rechnungen prüfen sowie Abstimmungen per Telefon oder Videokonferenz mit Versicherern und Subunternehmern. Schadenaufnahme, Baustellenkontrolle, Besprechungen mit Geschädigten und Abnahmen verlangen dagegen Anwesenheit vor Ort, und sie machen in den meisten Stellen den größeren Teil der Arbeitszeit aus. Homeoffice im Sinne eines festen Arbeitsplatzes zu Hause ist in diesem Beruf eher die Ausnahme; verbreiteter ist, dass Projektleiter ihren Wohnort als Ausgangspunkt für Außendiensteinsätze nutzen, mit Dienstwagen und mobiler Ausstattung, und Schreibarbeit an einzelnen Tagen oder in Randzeiten von zu Hause erledigen. Wer wenig Präsenz vor Ort sucht, ist hier in der Regel falsch, denn Einsätze kommen kurzfristig und richten sich nach dem Schadenfall. Für die Arbeit zu Hause gehören ein Laptop mit Zugang zur Projektsoftware, eine stabile Internetverbindung und ein vertraulicher Umgang mit Schaden- und Kundendaten dazu.
Das gilt für den Beruf insgesamt und nicht für jede Stelle. Ob ganz von zu Hause, überwiegend oder an einzelnen Tagen gearbeitet wird, steht in der jeweiligen Anzeige – darauf lohnt sich vor der Bewerbung ein genauer Blick.
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 3.600 € | 4.200 € | 4.800 € | 50.400 € | |
| Mit Berufserfahrung | 4.300 € | 5.000 € | 5.900 € | 60.000 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 5.200 € | 6.200 € | 7.500 € | 74.400 € |
Die meisten Sanierungsdienstleister sind nicht tarifgebunden, die Gehälter werden frei verhandelt; nur einzelne Betriebe zahlen in Anlehnung an die Tarifverträge des Bauhauptgewerbes. Am stärksten wirken Berufserfahrung mit Großschäden, technische Zusatzqualifikationen und die Unternehmensgröße, dazu kommen häufig ein auch privat nutzbarer Dienstwagen, Bereitschaftspauschalen und projektbezogene Prämien, die in den Werten nicht enthalten sind.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und gerundet. Sie gelten für eine Vollzeitstelle und für den Beruf insgesamt – im Büro wie von zu Hause. In Teilzeit verringert sich das Gehalt im Verhältnis der Stunden.
Das Jahresbrutto ist das 12-Fache des Monatswertes, ohne Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Im Einzelfall entscheiden Arbeitgeber, Tarifbindung, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Nach einem Brand in einer Produktionshalle, einem Rohrbruch in einem Bürogebäude oder einem Sturmschaden an einer Wohnanlage übernimmt der Projektleiter Großschaden die Verantwortung für die Sanierung. Er nimmt den Schaden vor Ort auf, beurteilt Bausubstanz, Kontamination durch Brandrückstände oder Feuchtigkeit und legt Sofortmaßnahmen fest, etwa Trocknung, Notabdichtung oder die Sicherung von Maschinen und Inventar. Daraus entsteht ein Sanierungskonzept mit Kalkulation, das mit dem Versicherer, dessen Regulierern und häufig mit öffentlich bestellten Sachverständigen abgestimmt wird. Während der Ausführung koordiniert er eigene Techniker und Subunternehmer aus verschiedenen Gewerken, überwacht Termine, Kosten und Qualität, führt Baustellenbesprechungen und dokumentiert jeden Schritt mit Fotos, Messprotokollen und Aufmaßen. Am Ende stehen Abnahme, Schlussrechnung und die Klärung von Nachträgen. Die meisten Stellen gibt es bei Sanierungsdienstleistern, die im Auftrag von Versicherungen arbeiten; auf Versichererseite gibt es mit dem Großschadenregulierer eine verwandte, stärker kaufmännisch-juristische Rolle.
Einen eigenen Ausbildungsberuf gibt es nicht. Üblich ist ein technischer Hintergrund: ein Studium im Bauingenieurwesen, in der Architektur oder im Facility Management, oder eine handwerkliche Ausbildung, etwa als Maurer, Maler, Trockenbauer oder Anlagenmechaniker, ergänzt um eine Weiterbildung zum Techniker oder Meister. Viele steigen über die Tätigkeit als Bauleiter oder Sanierungstechniker ein und übernehmen nach einigen Jahren größere Schadenfälle. Fachliche Zusatzqualifikationen, etwa zur Brandschadensanierung nach VdS-Richtlinien, zur Leckageortung und technischen Trocknung oder zum Umgang mit Schadstoffen wie Asbest nach TRGS 519, werden häufig erwartet oder berufsbegleitend erworben. Quereinsteiger aus der Bauleitung oder der Schadenregulierung haben gute Chancen, wenn sie Kalkulation und Baustellenpraxis mitbringen.
Großschäden lassen sich nicht planen. Wer in diesem Beruf arbeitet, muss mit kurzfristigen Einsätzen, Rufbereitschaft und gelegentlichen Wochenend- oder Abendterminen rechnen, besonders nach Unwettern, wenn viele Schäden gleichzeitig eintreten. Die Arbeit verlangt viel Fahrerei, oft in einem großen regionalen Gebiet, teils auch mit Übernachtungen. Auf Schadenstellen herrschen Ruß, Gerüche, Feuchtigkeit und Baustellenbedingungen. Hinzu kommt der Druck mehrerer Seiten: Geschädigte wollen schnell wieder arbeiten oder wohnen, Versicherer achten auf Kosten, Subunternehmer auf ihre Auslastung. Verhandlungsgeschick, Belastbarkeit und eine saubere Dokumentation sind deshalb ebenso wichtig wie technisches Wissen. Mehrere Projekte parallel zu führen, ist die Regel.
Die Nachfrage ist stabil bis steigend. Extremwetterereignisse, alternde Gebäudetechnik und hohe Sachwerte in Gewerbe und Industrie sorgen für eine gleichbleibend hohe Zahl großer Schäden, während erfahrene Fachkräfte mit Bau- und Sanierungspraxis knapp sind. Entwicklungswege führen zur Niederlassungs- oder Bereichsleitung, in die Spezialisierung auf Industrie- oder Elektronikschäden, in die Tätigkeit als Sachverständiger oder auf die Versichererseite in die Großschadenregulierung.
Üblich ist ein Bachelorstudium im Bauingenieurwesen oder in der Architektur (drei bis dreieinhalb Jahre) oder eine dreijährige Handwerksausbildung mit anschließender Meister- oder Technikerweiterbildung. Danach folgen meist einige Jahre als Bauleiter oder Sanierungstechniker, bevor Großschäden eigenverantwortlich übernommen werden.
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Bauleiter planen, steuern und überwachen die Ausführung von Bauvorhaben vor Ort. Sie sind für Termine, Kosten, Qualität und Arbeitssicherheit auf der Baustelle verantwortlich und koordinieren Firmen, Planer und Bauherren.
Projektleiter Bau verantworten Bauvorhaben von der Arbeitsvorbereitung bis zur Abnahme und steuern Kosten, Termine und Qualität. Sie koordinieren Bauleitung, Nachunternehmer, Planer und Bauherren und tragen die wirtschaftliche Verantwortung für das Projekt.
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