Senior Platform Engineer (w/m/d)
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Platform Engineers bauen und betreiben die interne technische Plattform, auf der Softwareteams ihre Anwendungen entwickeln, testen und ausrollen – etwa Kubernetes-Cluster, CI/CD-Pipelines und Cloud-Infrastruktur. Ziel ist, dass Entwicklerinnen und Entwickler wiederkehrende Infrastrukturaufgaben nicht selbst lösen müssen.
Die eigentliche Arbeit – Code für Infrastruktur schreiben, Pipelines anpassen, Systeme überwachen, Störungen analysieren – findet am Rechner statt und lässt sich in den meisten Stellen technisch von zu Hause erledigen, solange der Zugang über gesicherte Verbindungen und Firmengeräte erlaubt ist. Anwesenheit verlangen vor allem Workshops, Planungstermine und die Einarbeitung, in Unternehmen mit eigenem Rechenzentrum gelegentlich auch Arbeiten an Hardware. Homeoffice ist in diesem Beruf weit verbreitet, die häufigste Form ist aber hybrides Arbeiten mit festen Präsenztagen, in großen Versicherungen und Konzernen oft ein bis drei Tage pro Woche im Büro; Stellen ganz von zu Hause gibt es vor allem bei Softwarefirmen und Beratungen und sind nicht die Regel. In regulierten Branchen gelten strenge Sicherheitsvorgaben, etwa für Zugriffe auf Produktionssysteme, die das Arbeiten von zu Hause einschränken können. Wer Rufbereitschaft hat, muss auch zu Hause kurzfristig erreichbar sein und eine stabile Internetverbindung haben, was den Alltag stärker an den Arbeitsplatz bindet, als es das Wort Homeoffice vermuten lässt.
Das gilt für den Beruf insgesamt und nicht für jede Stelle. Ob ganz von zu Hause, überwiegend oder an einzelnen Tagen gearbeitet wird, steht in der jeweiligen Anzeige – darauf lohnt sich vor der Bewerbung ein genauer Blick.
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 4.000 € | 4.600 € | 5.300 € | 55.200 € | |
| Mit Berufserfahrung | 5.200 € | 6.000 € | 7.000 € | 72.000 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 6.500 € | 7.500 € | 9.000 € | 90.000 € |
In Versicherungen gilt grundsätzlich der Tarifvertrag für die private Versicherungswirtschaft, erfahrene Platform Engineers werden dort aber oft außertariflich bezahlt; außerhalb davon sind die Gehälter frei verhandelt und hängen stark von Unternehmensgröße, Region und Erfahrung mit gefragten Werkzeugen wie Kubernetes ab. Rufbereitschaft wird meist gesondert vergütet und ist in den Werten nicht enthalten.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und gerundet. Sie gelten für eine Vollzeitstelle und für den Beruf insgesamt – im Büro wie von zu Hause. In Teilzeit verringert sich das Gehalt im Verhältnis der Stunden.
Das Jahresbrutto ist das 12-Fache des Monatswertes, ohne Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Im Einzelfall entscheiden Arbeitgeber, Tarifbindung, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Platform Engineers stellen anderen IT-Teams eine einheitliche technische Grundlage bereit. Sie richten Container-Plattformen wie Kubernetes oder OpenShift ein, beschreiben Infrastruktur als Code mit Werkzeugen wie Terraform oder Ansible und bauen Pipelines, über die neue Softwarestände automatisch getestet und ausgerollt werden. Dazu kommen Monitoring, Logging und Zugriffsrechte, damit Störungen früh auffallen und Anwendungen sicher laufen. Ein großer Teil der Arbeit ist Pflege: Versionen aktualisieren, Sicherheitslücken schließen, Kosten in der Cloud im Blick behalten, Dokumentation schreiben. In Versicherungen, die in den Anzeigen häufig vertreten sind, laufen moderne Cloud-Dienste oft neben gewachsenen Großrechner- und Rechenzentrumssystemen. Dort gehört es zum Alltag, Plattformen so aufzubauen, dass sie aufsichtsrechtliche Vorgaben wie VAIT oder DORA erfüllen, und Nachweise für Prüfungen zu liefern. Platform Engineers arbeiten eng mit Entwicklungsteams zusammen, nehmen deren Anforderungen auf und beraten bei technischen Fragen.
Einen festen Ausbildungsweg gibt es nicht. Viele kommen über ein Studium der Informatik, Wirtschaftsinformatik oder eines verwandten Fachs, andere über die Ausbildung zum Fachinformatiker für Systemintegration oder Anwendungsentwicklung. Häufig ist der Beruf eine Weiterentwicklung aus der Systemadministration, dem DevOps-Umfeld oder der Softwareentwicklung. Arbeitgeber achten vor allem auf praktische Erfahrung mit Linux, Containern, einer großen Cloud-Plattform und Automatisierung. Zertifikate wie der Certified Kubernetes Administrator oder Cloud-Zertifizierungen von AWS, Azure oder Google helfen beim Einstieg, ersetzen aber keine Berufserfahrung. Ein direkter Einstieg ohne IT-Vorerfahrung ist selten, Stellen für Berufsanfänger gibt es vergleichsweise wenige.
Die Plattform muss laufen, wenn andere Teams sie brauchen. Viele Stellen sehen deshalb Rufbereitschaft vor, auch nachts und am Wochenende, und Wartungsarbeiten werden oft in Randzeiten gelegt. Bei Störungen entsteht schnell Druck, weil zahlreiche Anwendungen gleichzeitig betroffen sein können. Die Werkzeuge ändern sich laufend, wer im Beruf bleibt, muss sich regelmäßig in neue Technik einarbeiten, oft auch in der eigenen Zeit. Fehler in automatisierten Abläufen wirken sich breit aus, sorgfältiges Arbeiten und saubere Tests sind deshalb wichtig. Weil die Plattform ein internes Produkt ist, gehört auch Abstimmung dazu: Wünsche verschiedener Teams gegeneinander abwägen, Entscheidungen erklären, Nein sagen können. In regulierten Branchen wie Versicherungen und Banken kommen Freigabeprozesse und Dokumentationspflichten hinzu, die Änderungen verlangsamen. Arbeitsgespräche, Dokumentation und viele Werkzeuge sind auf Englisch.
Die Nachfrage ist hoch, weil viele Unternehmen ihre IT in die Cloud verlagern und Entwicklungsprozesse vereinheitlichen wollen. Versicherungen, Banken, Handel und Softwarehäuser suchen gleichermaßen. Die Berufsbezeichnung ist allerdings jung und wird uneinheitlich verwendet, ähnliche Stellen heißen auch DevOps Engineer, Site Reliability Engineer oder Cloud Engineer. Mit Erfahrung führen Wege in die Rolle des Cloud- oder Plattformarchitekten, in die Leitung eines Plattformteams oder in Spezialisierungen wie Sicherheit und Kostensteuerung in der Cloud. Auch freiberufliche Tätigkeit als Berater ist verbreitet.
Üblich ist ein drei- bis fünfjähriges Informatik- oder Wirtschaftsinformatikstudium mit Bachelor- oder Masterabschluss oder eine dreijährige Ausbildung zum Fachinformatiker. In die Rolle selbst wechseln die meisten nach einigen Jahren in Systemadministration, DevOps oder Softwareentwicklung, oft ergänzt durch Zertifikate wie den Certified Kubernetes Administrator.
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Cloud Engineers planen, bauen und betreiben IT-Infrastruktur bei Anbietern wie AWS, Microsoft Azure oder Google Cloud. Sie automatisieren Bereitstellung und Betrieb, sorgen für Sicherheit und Verfügbarkeit und halten die Kosten im Blick.
DevOps Engineers bauen und betreuen die technische Strecke, über die Software entwickelt, getestet, ausgeliefert und betrieben wird. Sie automatisieren Infrastruktur und Abläufe und sorgen dafür, dass Anwendungen stabil und sicher laufen.
Site Reliability Engineers sorgen dafür, dass Softwaredienste und die Infrastruktur dahinter zuverlässig, schnell und skalierbar laufen. Sie verbinden Softwareentwicklung mit Betrieb, automatisieren wiederkehrende Abläufe und greifen bei Störungen ein.
Systemadministratoren richten Server, Netzwerke und Arbeitsplatzrechner ein, halten sie im Betrieb und sichern sie ab. Sie sorgen dafür, dass die IT eines Unternehmens oder seiner Kunden zuverlässig läuft.
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