Head of Operations (m/w/d)
altona Analytics und altona Diagnostics sind Schwesterunternehmen innerhalb der altona Unternehmensgruppe, die in vitro-...
Fachkräfte im Bereich Operations steuern die betrieblichen Abläufe eines Unternehmens, von der Auftragsabwicklung über Einkauf und Lieferkette bis zur Produktions- und Lieferplanung. In der Medizintechnik kommen regulatorische Vorgaben wie die ISO 13485 und die EU-Medizinprodukteverordnung hinzu.
Planung, Auftragsbearbeitung im ERP-System, Abstimmung mit Lieferanten und Spediteuren per Telefon und E-Mail, Berichte und Kennzahlenauswertungen lassen sich in vielen Stellen von zu Hause erledigen. Anwesenheit verlangen dagegen Aufgaben in Produktion und Lager, Wareneingangsprüfungen, Audits, die Klärung von Qualitätsabweichungen am Produkt und oft auch die Einarbeitung. Verbreitet ist deshalb ein hybrides Modell mit etwa zwei bis drei Tagen Homeoffice pro Woche; Stellen, die überwiegend oder ganz von zu Hause ausgeübt werden, sind eher die Ausnahme und finden sich vor allem in der reinen Auftragsabwicklung oder bei Vertriebsgesellschaften ohne eigene Fertigung. Bei produktionsnahen Rollen und in Leitungsfunktionen mit Verantwortung für ein Team vor Ort ist Homeoffice oft nur an einzelnen Tagen möglich. Wer von zu Hause arbeitet, braucht einen gesicherten Zugang zu den Firmensystemen und muss in der Kernzeit erreichbar sein, weil Störungen in der Lieferkette schnelle Reaktionen verlangen. In der Medizintechnik gelten zudem strenge Regeln für den Umgang mit vertraulichen Produkt-, Kunden- und Patientendaten sowie für die ordnungsgemäße Dokumentation.
Das gilt für den Beruf insgesamt und nicht für jede Stelle. Ob ganz von zu Hause, überwiegend oder an einzelnen Tagen gearbeitet wird, steht in der jeweiligen Anzeige – darauf lohnt sich vor der Bewerbung ein genauer Blick.
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 3.300 € | 3.900 € | 4.600 € | 46.800 € | |
| Mit Berufserfahrung | 4.200 € | 5.100 € | 6.300 € | 61.200 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 5.800 € | 7.000 € | 9.000 € | 84.000 € |
Das Gehalt hängt am stärksten von der Verantwortung (Sachbearbeitung, Teamleitung oder Leitung des gesamten Bereichs) und von der Größe des Unternehmens ab; internationale Medizintechnikkonzerne zahlen meist deutlich mehr als mittelständische Händler. Einige Hersteller sind an die Tarifverträge der Metall- und Elektroindustrie oder der chemischen Industrie gebunden, viele Stellen im Operations-Bereich werden aber außertariflich frei verhandelt, in Leitungsfunktionen oft mit variablem Bonus.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und gerundet. Sie gelten für eine Vollzeitstelle und für den Beruf insgesamt – im Büro wie von zu Hause. In Teilzeit verringert sich das Gehalt im Verhältnis der Stunden.
Das Jahresbrutto ist das 12-Fache des Monatswertes, ohne Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Im Einzelfall entscheiden Arbeitgeber, Tarifbindung, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Operations ist ein Sammelbegriff für die Arbeit, die dafür sorgt, dass ein Unternehmen liefern kann. Je nach Stelle liegt der Schwerpunkt auf Auftragsabwicklung, Lieferkette, Produktionsplanung, Lager und Logistik oder auf der Verbesserung von Prozessen. Im Alltag werden Bestellungen im ERP-System angelegt und verfolgt, Liefertermine mit Herstellern und Spediteuren abgestimmt, Bestände überwacht und Engpässe gemeldet, bevor sie Kunden erreichen. Dazu kommen Kennzahlen wie Liefertreue, Durchlaufzeit oder Lagerreichweite, die in Berichten für die Geschäftsführung aufbereitet werden. In der Medizintechnik kommt ein großer Dokumentationsanteil hinzu: Chargen müssen rückverfolgbar sein, Abweichungen werden nach festgelegten Verfahren erfasst, Lieferanten werden qualifiziert und regelmäßig bewertet. Operations arbeitet eng mit Vertrieb, Qualitätsmanagement, Regulatory Affairs, Einkauf und Produktion zusammen und ist oft die Stelle, an der Konflikte zwischen diesen Bereichen zusammenlaufen.
Einen geschützten Ausbildungsweg gibt es nicht. Häufig ist ein Studium der Betriebswirtschaft, des Wirtschaftsingenieurwesens, der Logistik oder des Supply-Chain-Managements. Genauso verbreitet ist der Weg über eine kaufmännische Ausbildung, etwa als Industriekaufmann, Kaufmann für Groß- und Außenhandelsmanagement oder Fachkraft für Lagerlogistik, gefolgt von einigen Jahren Berufserfahrung und einer Weiterbildung zum Fachwirt oder Betriebswirt. In der Medizintechnik sind Kenntnisse der ISO 13485, der Medizinprodukteverordnung und der Grundsätze guter Herstellungs- und Vertriebspraxis gefragt; viele Arbeitgeber schulen das intern. Quereinsteiger kommen oft aus dem Kundenservice, dem Einkauf oder der Produktion und wachsen über Koordinationsaufgaben in den Bereich hinein. Für Leitungsstellen wird meist mehrjährige Erfahrung mit Personalverantwortung erwartet.
Operations steht unter dauerndem Zeitdruck. Lieferausfälle, verspätete Container, Qualitätssperren oder kurzfristige Großaufträge lassen sich nicht planen und müssen trotzdem sofort gelöst werden. Wer hier arbeitet, wird oft unterbrochen und muss zwischen Tagesgeschäft und längerfristigen Projekten hin und her wechseln. In international aufgestellten Unternehmen fallen Abstimmungen mit Standorten in anderen Zeitzonen an, gelegentlich früh morgens oder abends. In der Medizintechnik verlangt die Regulierung Genauigkeit: Fehler in der Dokumentation können bei Audits oder Behördenprüfungen ernste Folgen haben. Belastend ist für viele die Rolle zwischen den Abteilungen, in der Verantwortung für Ergebnisse besteht, ohne dass man über alle beteiligten Bereiche entscheiden kann. Gute Englischkenntnisse und sicherer Umgang mit ERP-Systemen wie SAP und mit Tabellenkalkulation werden fast überall vorausgesetzt.
Die Nachfrage ist stabil, weil jedes produzierende und handelnde Unternehmen diese Aufgaben hat. Seit den Lieferkettenproblemen der vergangenen Jahre haben viele Unternehmen ihre Operations-Teams ausgebaut. Die Medizintechnik gilt als vergleichsweise krisenfest, die strengeren Anforderungen der Medizinprodukteverordnung haben den Bedarf an Fachleuten mit regulatorischem Verständnis erhöht. Entwicklungswege führen in die Teamleitung, zum Head of Operations oder Supply Chain Manager, in das Prozess- und Projektmanagement oder in angrenzende Felder wie Qualitätsmanagement und strategischen Einkauf. Automatisierung und neue Planungssoftware verändern Routineaufgaben wie die Auftragserfassung, während Analyse und Abstimmung an Gewicht gewinnen.
Üblich ist entweder ein Bachelorstudium in Betriebswirtschaft, Wirtschaftsingenieurwesen oder Logistik von sechs bis sieben Semestern oder eine dreijährige kaufmännische Ausbildung, etwa als Industriekaufmann, mit anschließender Berufserfahrung. Eine berufsbegleitende Weiterbildung zum Fachwirt oder Betriebswirt ist für Quereinsteiger ein verbreiteter Weg in Leitungsaufgaben.
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Als Teamleiter verbindest Du Teamführung unserer operativen Mitarbeiter mit Prozessoptimierung und echter Verantwortung...
Disponenten planen und steuern in Speditionen, Logistikunternehmen und Industriebetrieben den Einsatz von Fahrzeugen, Fahrern und Ladungen. Sie stellen Touren zusammen, halten Kontakt zu Fahrern, Kunden und Subunternehmern und lösen Störungen im laufenden Betrieb.
Qualitätsmanager planen, steuern und überwachen das Qualitätsmanagementsystem eines Unternehmens, führen Audits durch, bearbeiten Reklamationen und sorgen dafür, dass Produkte und Prozesse Normen wie ISO 9001 und Kundenanforderungen erfüllen.
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