Modern Workplace Engineer (m/w/d)
Wir sind ein führender System- und Lösungsanbieter der industriellen Sensor- und Automatisierungstechnik mit Headquarter...
Modern Workplace Engineers planen, richten ein und betreuen die digitalen Arbeitsplätze eines Unternehmens. Meist geht es um Microsoft 365, die cloudbasierte Verwaltung von Endgeräten und die Absicherung von Identitäten und Zugriffen.
Ein großer Teil der Arbeit lässt sich von zu Hause erledigen, weil die verwalteten Dienste in der Cloud laufen. Dazu gehören Richtlinien konfigurieren, Fehler analysieren, Skripte schreiben, Konzepte erstellen und Abstimmungen per Videokonferenz. Anwesenheit verlangen vor allem Hardware-Rollouts, die Einrichtung von Konferenzräumen und Netzwerktechnik, Workshops und Projektstarts bei Kunden sowie Fälle, in denen ein Gerät physisch begutachtet werden muss. In diesem Beruf ist Homeoffice weit verbreitet, aber selten vollständig: Üblich sind hybride Modelle mit zwei bis vier Tagen zu Hause pro Woche. Stellen ganz von zu Hause gibt es, vor allem bei überregional tätigen Dienstleistern, sie bleiben aber in der Minderheit. Bei Systemhäusern mit regionalem Kundenstamm und in Behörden ist der Präsenzanteil oft höher. Wer von zu Hause mit weitreichenden Administratorrechten arbeitet, braucht eine stabile, schnelle Internetverbindung und arbeitet meist über abgesicherte Zugänge mit Mehrfaktor-Anmeldung. Außerdem gelten strenge Vorgaben zur Vertraulichkeit von Kundendaten, und bei Störungen und in Rufbereitschaften wird verlässliche Erreichbarkeit erwartet.
Das gilt für den Beruf insgesamt und nicht für jede Stelle. Ob ganz von zu Hause, überwiegend oder an einzelnen Tagen gearbeitet wird, steht in der jeweiligen Anzeige – darauf lohnt sich vor der Bewerbung ein genauer Blick.
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 3.600 € | 4.100 € | 4.800 € | 49.200 € | |
| Mit Berufserfahrung | 4.500 € | 5.200 € | 6.200 € | 62.400 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 5.800 € | 6.600 € | 8.000 € | 79.200 € |
In der Privatwirtschaft ist das Gehalt meist frei verhandelt und hängt stark von Arbeitgeber und Region ab: Konzerne und Beratungen im Raum München, Frankfurt und Stuttgart zahlen deutlich mehr als kleine regionale Systemhäuser. Auch Zertifizierungen und Sicherheitsschwerpunkte wirken sich spürbar aus. Im öffentlichen Dienst richtet sich die Vergütung nach TVöD oder TV-L, je nach Tätigkeit meist in den Entgeltgruppen E10 bis E12, mit entsprechend engerer Spanne.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und gerundet. Sie gelten für eine Vollzeitstelle und für den Beruf insgesamt – im Büro wie von zu Hause. In Teilzeit verringert sich das Gehalt im Verhältnis der Stunden.
Das Jahresbrutto ist das 12-Fache des Monatswertes, ohne Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Im Einzelfall entscheiden Arbeitgeber, Tarifbindung, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Modern Workplace Engineers sorgen dafür, dass Beschäftigte mit Laptop, Smartphone und Cloud-Diensten arbeiten können, egal ob im Büro oder unterwegs. Im Mittelpunkt steht meist die Microsoft-Welt. Sie verwalten Endgeräte mit Intune und richten neue Rechner über Windows Autopilot ein. In Entra ID pflegen sie Benutzer, Gruppen und Richtlinien für bedingten Zugriff. Sie konfigurieren Exchange Online, Teams und SharePoint und verteilen Software und Updates. Ein großer Teil der Arbeit sind Projekte: die Migration von lokalen Servern in die Cloud, die Umstellung auf eine neue Windows-Version oder die Einführung der Mehrfaktor-Authentifizierung. Dazu kommen Fehleranalysen, wenn Geräte keine Richtlinien annehmen oder Anmeldungen scheitern, und das Automatisieren wiederkehrender Aufgaben mit PowerShell. Sicherheitsthemen gewinnen an Gewicht, etwa der Endpunktschutz mit Defender und Vorgaben aus Datenschutz und Compliance. In Systemhäusern betreuen Modern Workplace Engineers mehrere Kundenunternehmen. Sie führen dort Workshops durch, erstellen Konzepte und dokumentieren die eingerichteten Umgebungen.
Einen geregelten Ausbildungsberuf mit dieser Bezeichnung gibt es nicht. Ein häufiger Weg ist die dreijährige duale Ausbildung zum Fachinformatiker für Systemintegration. Danach folgen einige Jahre im Client-Support oder in der Systemadministration. Andere kommen über ein Studium der Informatik, Wirtschaftsinformatik oder eines verwandten Fachs. Quereinsteiger aus dem IT-Support sind verbreitet, wenn sie praktische Erfahrung mit Microsoft 365 und Geräteverwaltung nachweisen können. Herstellerzertifizierungen haben in diesem Beruf einiges Gewicht, etwa Endpoint Administrator (MD-102), Microsoft 365 Administrator (MS-102) oder Identity and Access Administrator (SC-300). Sie sind selten Pflicht, werden in Stellenanzeigen aber oft erwartet. Bei Partnerunternehmen von Microsoft sind sie teils Voraussetzung für den Partnerstatus des Arbeitgebers.
Die Cloud-Dienste ändern sich laufend. Funktionen werden umbenannt, verschoben oder abgeschaltet, Oberflächen sehen nach wenigen Monaten anders aus. Wer hier arbeitet, muss sich ständig weiterbilden, oft neben dem Tagesgeschäft. Umstellungen, die viele Nutzer betreffen, finden häufig abends oder am Wochenende statt, damit der Betrieb weiterläuft. In vielen Betrieben gehören Rufbereitschaften dazu. Fällt die Anmeldung oder das Mailsystem aus, steht schnell das ganze Unternehmen still, und der Druck ist entsprechend hoch. Fehler in Richtlinien können Hunderte Geräte gleichzeitig betreffen. Das verlangt sorgfältiges Testen und Dokumentieren. Bei Dienstleistern kommen wechselnde Kunden, Zeiterfassung nach abrechenbaren Stunden und Reisen zu Vor-Ort-Terminen hinzu. Der Beruf verlangt außerdem Geduld mit Anwendern, deren Arbeitsweise sich durch neue Werkzeuge ändert.
Die Nachfrage ist stabil bis hoch. Viele Unternehmen und Verwaltungen stehen mitten in der Umstellung auf Cloud-Dienste und die zentrale Geräteverwaltung oder haben sie noch vor sich. Gefragt sind vor allem Fachkräfte mit Kenntnissen in Sicherheit und Identitätsverwaltung. Mit wachsender Erfahrung führt der Weg zum Senior Engineer oder Modern Workplace Architect. Möglich ist auch der Wechsel in die IT-Beratung, in die Projektleitung oder in die Spezialisierung auf IT-Sicherheit und Cloud-Infrastruktur. Wer sich ausschließlich auf Routineadministration beschränkt, muss damit rechnen, dass Automatisierung und Managed Services Teile dieser Arbeit übernehmen.
Üblich ist eine dreijährige Ausbildung zum Fachinformatiker für Systemintegration oder ein Bachelorstudium in Informatik oder Wirtschaftsinformatik von meist drei bis dreieinhalb Jahren. Danach folgen in der Regel einige Jahre Erfahrung im Support oder in der Administration. Herstellerzertifizierungen von Microsoft ergänzen den Abschluss und erleichtern den Einstieg, auch für Quereinsteiger aus dem IT-Support.
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IT Consultants beraten Unternehmen und Behörden bei der Auswahl, Einführung und Verbesserung von IT-Systemen und begleiten Projekte von der Anforderungsanalyse bis zum Betrieb. Je nach Schwerpunkt geht es um Software wie SAP, Cloud-Infrastruktur, IT-Sicherheit oder die Digitalisierung von Geschäftsprozessen.
Systemadministratoren richten Server, Netzwerke und Arbeitsplatzrechner ein, halten sie im Betrieb und sichern sie ab. Sie sorgen dafür, dass die IT eines Unternehmens oder seiner Kunden zuverlässig läuft.
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