Mitarbeiter Customer Service (w/m/d)
Uns ist der Mensch wichtig. Deshalb denken wir nicht in Kategorien wie Geschlecht, Herkunft, Religionszugehörigkeit oder...
Mitarbeiter im Customer Service nehmen Bestellungen, Anfragen und Reklamationen von Kunden entgegen, wickeln Aufträge im Warenwirtschaftssystem ab und sind die erste Anlaufstelle bei Problemen mit Lieferungen oder Produkten. In der Medizintechnik betreuen sie vor allem Kliniken, Praxen, Sanitätshäuser und Homecare-Versorger.
Telefonate, E-Mails, Auftragserfassung und Angebotserstellung lassen sich mit Headset, Laptop und VPN-Zugang zum ERP-System grundsätzlich von zu Hause erledigen. Anwesenheit verlangen dagegen die Einarbeitung, die bei Medizinprodukten meist vor Ort stattfindet, die Prüfung zurückgesandter Ware, die kurze Abstimmung mit Lager und Versand bei dringenden Lieferungen sowie in manchen Betrieben die Bearbeitung von Post und Fax. Im Customer Service ist Homeoffice inzwischen in vielen Unternehmen in Teilen üblich, häufig an zwei bis drei Tagen pro Woche und oft erst nach der Probezeit; Stellen ganz von zu Hause gibt es vor allem bei externen Servicedienstleistern und einzelnen größeren Herstellern, sie sind aber nicht die Regel. Wer von zu Hause arbeitet, braucht einen ruhigen, abschließbaren Arbeitsplatz, weil Kunden- und teils Patientendaten vertraulich zu behandeln sind, und muss während der festen Servicezeiten zuverlässig erreichbar sein. Die Abstimmung im Team läuft dann über Chat und Telefon, was den schnellen Zuruf bei einem Problemfall ersetzt, aber nicht immer gleich schnell ist.
Das gilt für den Beruf insgesamt und nicht für jede Stelle. Ob ganz von zu Hause, überwiegend oder an einzelnen Tagen gearbeitet wird, steht in der jeweiligen Anzeige – darauf lohnt sich vor der Bewerbung ein genauer Blick.
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.500 € | 2.900 € | 3.400 € | 34.800 € | |
| Mit Berufserfahrung | 2.900 € | 3.300 € | 3.900 € | 39.600 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 3.400 € | 3.900 € | 4.700 € | 46.800 € |
Am stärksten hängt das Gehalt davon ab, ob der Arbeitgeber tarifgebunden ist: Medizintechnik-Hersteller zahlen teils nach den Tarifverträgen der Metall- und Elektroindustrie oder der chemischen Industrie und liegen dann deutlich über externen Servicedienstleistern, wo Homeoffice-Stellen häufiger, die Gehälter aber oft niedriger sind. Dazu kommen Betriebsgröße, Fremdsprachenkenntnisse und die Frage, ob die Stelle eher einfache Anfragen oder komplexe Auftragsabwicklung und Reklamationsbearbeitung umfasst.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und gerundet. Sie gelten für eine Vollzeitstelle und für den Beruf insgesamt – im Büro wie von zu Hause. In Teilzeit verringert sich das Gehalt im Verhältnis der Stunden.
Das Jahresbrutto ist das 12-Fache des Monatswertes, ohne Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Im Einzelfall entscheiden Arbeitgeber, Tarifbindung, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Im Customer Service laufen die Anliegen der Kunden zusammen, per Telefon, E-Mail, Kundenportal oder Fax, das in Kliniken und Praxen noch verbreitet ist. Die Mitarbeiter erfassen Bestellungen im ERP-System, häufig SAP, prüfen Preise und Konditionen, erstellen Angebote und Auftragsbestätigungen und geben Auskunft über Lieferstatus und Verfügbarkeiten. Kommt eine Lieferung nicht an oder ist sie falsch, klären sie den Fall mit Lager, Spedition und Vertrieb. In der Medizintechnik kommen Besonderheiten hinzu: Reklamationen zu Medizinprodukten müssen nach den Vorgaben der europäischen Medizinprodukteverordnung dokumentiert und an das Qualitätsmanagement weitergegeben werden, Chargen- und Seriennummern müssen rückverfolgbar sein, und Rücksendungen, Leihgeräte oder Konsignationslager in Kliniken verlangen genaue Buchführung. Manche Abteilungen sprechen auch direkt mit Patienten, etwa bei Hilfsmitteln für die Versorgung zu Hause, und klären Rezepte oder Kostenübernahmen mit Krankenkassen.
Einen eigenen Ausbildungsberuf mit diesem Namen gibt es nicht. Üblich ist eine kaufmännische Ausbildung, etwa als Kaufmann für Groß- und Außenhandelsmanagement, Industriekaufmann, Kaufmann für Büromanagement oder Kaufmann für Dialogmarketing. In der Medizintechnik sind Quereinsteiger aus Gesundheitsberufen gefragt, zum Beispiel Medizinische Fachangestellte oder Pharmazeutisch-technische Assistenten, weil sie die Abläufe in Praxis und Klinik kennen und Fachbegriffe verstehen. Englischkenntnisse werden bei international tätigen Herstellern meist erwartet. Die Produktkenntnisse und das jeweilige ERP-System werden in der Einarbeitung vermittelt, die je nach Sortiment einige Wochen bis mehrere Monate dauert.
Der Arbeitstag ist von Unterbrechungen geprägt. Anrufe kommen in Wellen, oft gleichzeitig mit dringenden E-Mails, und viele Abteilungen messen Erreichbarkeit, Bearbeitungszeiten und Rückstände. Die Servicezeiten liegen meist werktags zwischen etwa sieben und achtzehn Uhr, was in größeren Teams Früh- und Spätdienste bedeutet. In der Medizintechnik steht hinter einer Lieferung oft eine geplante Operation oder eine Patientenversorgung, entsprechend hoch ist der Druck, wenn Ware fehlt. Verärgerte Anrufer, Lieferengpässe, die der Kundenservice nicht verursacht hat, aber erklären muss, und die Sorgfaltspflichten bei der Dokumentation von Reklamationen gehören zum Alltag. Wer gern lange an einer Aufgabe bleibt, findet den Wechsel zwischen vielen kleinen Vorgängen anstrengend.
Kundenservice wird in nahezu jedem Unternehmen gebraucht, und die Medizintechnik gilt als vergleichsweise stabile Branche. Einfache Anfragen wie Lieferstatus oder Rechnungskopien wandern zunehmend in Kundenportale und automatisierte Systeme, sodass sich die Arbeit stärker auf komplexe Fälle, Reklamationen und Beratung verlagert. Wer sich in Produkte und Regularien einarbeitet, hat gute Entwicklungsmöglichkeiten: in die Teamleitung, in den Vertriebsinnendienst oder das Key Account Management, ins Reklamations- und Qualitätsmanagement oder in die Supply-Chain-Planung. Weiterbildungen wie der Fachwirt für Vertrieb oder der Wirtschaftsfachwirt unterstützen solche Wechsel.
Üblich ist eine dreijährige duale kaufmännische Ausbildung, etwa als Kaufmann für Groß- und Außenhandelsmanagement oder Industriekaufmann, die bei guten Leistungen auf zweieinhalb Jahre verkürzt werden kann. Quereinsteiger mit Ausbildung im Gesundheitswesen, etwa als Medizinische Fachangestellte, werden in der Medizintechnik ebenfalls eingestellt und im Betrieb eingearbeitet.
Uns ist der Mensch wichtig. Deshalb denken wir nicht in Kategorien wie Geschlecht, Herkunft, Religionszugehörigkeit oder...
Die ALBOMED GmbH ist ein innovatives, mittelständisches, deutsches Unternehmen in der Medizinprodukttechnik. Seit 1995 e...
Wir benachrichtigen dich, sobald passende Stellen erscheinen – kein Spam, jederzeit abbestellbar.